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Flutkatastrophe in Südasien

Wulff: "Jetzt sind wir alle besonders gefordert."

"Wir alle sind zutiefst ergriffen und bewegt über die unfassbare Flutkatastrophe in Südostasien. Um so wichtiger ist die Hilfe für die Betroffenen. Ich bin dankbar für das Engagement der Helferinnen und Helfer vor Ort und ich bin dankbar für die eindrucksvolle Solidarität und Hilfe hier zu Lande. Gemeinsam mit dem Bund und den Ländern prüfen und koordinieren wir, was neben der Soforthilfe für den langfristigen Wiederaufbau getan werden kann. Auf unserer Internetseite finden Sie Informationen über Aktivitäten, Hilfsorganisationen und Ansprechpartner. Niedersachsen hat häufig große Hilfsbereitschaft unter Beweis gestellt: Jetzt sind wir alle besonders gefordert." (Ministerpräsident Christian Wulff)

Maßnahmen der Landesregierung
Kommunale Partnerschaften
Spendenkonten
Hinweise für Betroffene
Psychosoziale Betreuung
Einsatz von Helfern aus Niedersachsen

Maßnahmen der Landesregierung

Das Kabinett der niedersächsischen Landesregierung hat sich am 11. Januar 2005 in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr umfassend mit der Flutkatastrophe in Südasien befasst." Gemeinsam mit dem Bund und den Ländern prüfen und koordinieren wir, was neben der Soforthilfe für den langfristigen Wiederaufbau getan werden kann. Weil wir den Menschen in den Krisengebieten wirklich helfen wollen, müssen wir den Wiederaufbau ebenso engagiert, langfristig und nachhaltig unterstützen wie die Soforthilfe. Ich habe bereits in der vergangenen Woche angekündigt, dass Niedersachsen konkrete Projekte, Initiativen und Patenschaften in Partnerregionen initiieren und fördern wird. Zahlreiche Anrufe und Briefe von Bürgerinnen und Bürgern, Vertretern von Kommunen oder Verbänden zeigen mir, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind", sagte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff .

mehr in der Presseinformation vom 11.01.2005...

Ansprechpartner der Landesregierung erreichen Sie unter folgenden Telefonnummern:

0511 / 120 - 4648 Herr Davidsohn, Leiter der Abteilung "Internationales und Europa" in der Nds. Staatskanzlei

0511 / 120 - 4645 , -4650, -4644 Referat für Entwicklungspolitik

0511 / 120 - 6948
Frau Hacker, Presse- und Informationsstelle der Landesregierung

0511 / 120 - 7329, -7331, -7330 Koordinierungsstelle für Schulpatenschaften

Kommunale Partnerschaften

Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund hat bei der Kindernothilfe e.V., Duisburg, einen kommunalen Spendenfonds eingerichtet, über den Kinderpatenschaften, nur für Waisenkinder, in den betroffenen Gebieten Südasiens finanziert werden sollen. Mehr Informationen dazu auf den Seiten des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes oder unter der Telefonnummer

0511 / 3028544 Herr Bullerdiek

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) hat in Abstimmung mit den kommunalen Spitzenverbänden die gemeinnützige GmbH inWEnt beauftragt, eine zentrale Koordinierungsstelle einzurichten, um Kommunen bei Hilfsangeboten zu beraten und über geeignete Projekte zu informieren.

Hotline für Kommunen: 0228 / 24 34 600
Email : partnerschaften@inwent.org
Weitere Informationen im BMZ

Spendenkonten

Um nachhaltige Hilfe für den Wiederaufbau leisten zu können, bitten die Hilfsorganisationen weiterhin um Spenden.
Unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker haben sich große Hilfsorganisationen zu dem Bündnis "Aktion Deutschland hilft" zusammen geschlossen. Die Spendenkonten finden Sie bei der Aktion Deutschland hilft.

Das in Niedersachsen (Osnabrück) ansässige Kinderhilfswerk terre des hommes ist seit über zwanzig Jahren in der Region aktiv und fördert mit den Spendengeldern zuverlässige Partnerorganisationen vor Ort.
Spendenkonto von terre des hommes:

terre des hommes
Stichwort »FLUTWELLE«
Konto 700 800 700
Volksbank Osnabrück eG
BLZ 265 900 25

Am 04. Januar haben sich in Hameln und Rinteln die Aktionen "Hameln-Pyrmont hilft!" und "Schaumburg hilft!" gegründet. Getragen werden diese Hilfsaktionen für die Flutopfer in Südasien von der Deister- und Weserzeitung Hameln, der Schaumburger Zeitung, der Schaumburg-Lippischen Landeszeitung sowie vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Hameln, der Mitglied ist im Aktionsbündnis "Deutschland hilft".
Spendenkonto und weitere Informationen...

Eine Übersicht zahlreicher weiterer Spendenkonten finden Sie z.B. im Internetangebot von ARD und ZDF.
Auch in anderen Regionen herrscht große Not. Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Hilfsorganisationen.

Hinweise für Betroffene

Angehörige, Bekannte oder Freunde von Vermissten können sich an die Hotline des Auswärtigen Amtes wenden:

Hotline des Auswärtigen Amtes: 030 / 5000 - 1000.

Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat darauf hingewiesen, dass vermisste Personen bei den örtlichen Polizeidienststellen gemeldet werden sollen. Zugleich werden diejenigen, die nach Aufgabe einer Vermisstenanzeige zuverlässige Kenntnis über den Verbleib der von ihnen vermisst gemeldeten Personen erhalten, gebeten, auch dies der anzeigenaufnehmenden Dienststelle mitzuteilen. Aus den betroffenen Regionen zurück gekehrte Urlauber sollen sich ebenfalls bei der örtlichen Polizeidienststelle melden.

Für weitere Fragen niedersächsischer Betroffener hat das Landeskriminalamt folgende Hotline geschaltet:

Hotline des niedersächsischen Landeskriminalamtes: 0511 / 26 26 26 666

Psychosoziale Betreuung

Die psychosoziale Unterstützung für aus Südostasien rückkehrende Touristen sowie ihrer Angehörigen leistet die vom Bund eingerichtete Koordinierungsstelle NOAH (Nachsorge, Opfer- und Angehörigen-Hilfe). NOAH hat seinen Sitz in Bonn beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

NOAH ist rund um die Uhr (24 Stunden) erreichbar über:

Telefon: 01888 / 550-433 oder 0228 / 5554-433
Telefax: 01888 / 550-436 oder 0228 / 5554-436
E-Mail: noah@bbk.bund.de
Internet: www.bbk.bund.de

Einsätze aus Niedersachsen in den betroffenen Regionen:

Land Niedersachsen:

Für Einsätze zur Identifikation von Toten haben sich über 70 niedersächsische Kriminalbeamte freiwillig beim Landeskriminalamt gemeldet, von denen etwa 50 die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen. 2 Beamte sind bereits vor Ort zur Unterstützung der Identifizierungskommission des Bundeskriminalamtes.

(Kommunale) Feuerwehren:

Ein sechsköpfiges Kriseninterventionsteam der Berufsfeuerwehr Hannover ist auf Anforderung des Auswärtigen Amtes vom 28.12.04 – 04.01.05 in Thailand zur Betreuung deutscher Touristen im Einsatz gewesen.
Die Berufsfeuerwehren Hannover und Hildesheim haben weitere Einsatzkräfte bei dem für die Koordination von Auslandseinsätzen zuständigen Brückenkopf der Berufsfeuerwehr Frankfurt gemeldet .

(Bundesanstalt) Technisches Hilfswerk:

Fünf Wochen nach der Flutkatastrophe in Südostasien (Stand: Anfang Februar 2005) ist das Technische Hilfswerk (THW) mit zur Zeit 48 Einsatzkräften in Sri Lanka, Indonesien und auf den Malediven tätig. Hauptaufgaben sind weiterhin die Wasserversorgung und Infrastrukturmaßnahmen. Aus Niedersachsen sind z. Zt. fünf THW-Spezialisten voraussichtlich bis Ende Februar zur Trinkwasseraufbereitung im besonders betroffenen Banda Aceh, Sumatra/Indonesien, eingesetzt.
Nähere Informationen beim Landesverband THW Bremen-Niedersachsen.

Private Hilfsorganisationen:

Das in Niedersachsen (Osnabrück) ansässige Kinderhilfswerk terre des hommes hat im Süden Indiens und in der indonesischen Provinz Aceh mit Unterstützung seiner Partner Auffanglager für 35.000 Menschen eingerichtet. Mehr Informationen auf den Seiten von terres des hommes.

Der Landesverband Niedersachsen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat vom Katastrophenschutzlager in Hannover-Misburg eine Trinkwasseraufbereitungsanlage, zwei Stromerzeuger, einen geländegängigen LKW, Decken und div. anderes Material in den Einsatz geschickt.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe hat Hilfsgütertransporte organisiert, darunter bereits einen vom Flughafen Hannover aus.

Soweit niedersächsische Landesbedienstete ehrenamtlich bei Hilfsorganisationen tätig und für einen Auslandseinsatz vorgesehen sind, wird das Land hierfür Sonderurlaub gewähren.

Bundeswehr:

Seit 05.01.05 ist ein 49 Personen umfassendes Erkundungskommando von Sanitätssoldaten in Indonesien (Sumatra). Nach Abschluss der Erkundung ist der Einsatz von voraussichtlich ca. 140 Sanitätssoldaten aus den Bundeswehr-Standorten Varel und Leer geplant.

Das Wehrbereichskommando I - Küste -, das auch für Niedersachsen zuständig ist, hält verschiedene Spezialisten (Aufbau von Feldlazaretten, Klimatechniker, Feldlagerbetriebssoldaten) in Bereitschaft.

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