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Guntram Vesper

Schriftsteller, geb. 28 Mai 1941 in Frohburg/ Sachsen

Guntram Vesper, 1941 in der sächsischen Kleinstadt Frohburg als Sohn eines Landarztes geboren, kam 1957 über West-Berlin in die Bundesrepublik, war Hilfsarbeiter, Heimschüler und Student und lebt heute als Schriftsteller und Privatgelehrter in Göttingen und in Reiskirchen am Vogelsberg.

Vesper veröffentlichte mit zweiundzwanzig Jahren seinen ersten Gedichtband in der legendären Eremiten-Presse des VauO Stomps, vier Jahre später las er auf der letzten großen Tagung der Gruppe 47.

Seit 1973 Mitglied des PEN, erhielt der Autor 1983 den Märkischen Kulturpreis, 1984 den Förderpreis Literatur des Berliner Kunstpreises, 1985 den Peter-Huchel-Preis sowie den Niedersachsenpreis, 1987 den Prix Italia und 1990 den Literaturpreis Hessischer Landbote Gießen. 1997 war er Stadtschreiber der sächsischen Landeshauptstadt Dresden, 1999 hielt er sich neun Monate auf dem Künstlerhof Schreyahn im Hannoverschen Wendland auf, und im Jahr 2000 wurde er als Arbeitsgast für zwölf Monate in das internationale Künstlerhaus Villa Concordia im Bamberg berufen. 2006 bekam er die Ehrengabe der Schillerstiftung.

Guntram Vesper gehört der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, der Akademie der Wissenschaften und Literatur in Mainz und als Gründungsmitglied der Freien Akademie der Künste zu Leipzig an. Er nahm Gastprofessuren und Poetikdozenturen an den Universitäten Mainz, Essen, Kassel und Leipzig sowie an vier amerikanischen und drei kanadischen Hochschulen wahr.

Neben den Büchern wurden fünfundzwanzig Hörspiele und zehn Radioessays produziert. Es entstanden drei Fernsehfilme und umfangreiche Forschungsarbeiten zur Sozial- und Kriminalgeschichte des 19. Jahrhunderts.

Guntram Vesper ist auch Zeichner, Büchersammler, Herausgeber und gelegentlich Kritiker.

Einige Veröffentlichungen:
Je elementarer der Tod desto höher die Geschwindigkeit. Gedichte (1963)
Fahrplan. Gedichte (1964)
Kriegerdenkmal ganz hinten. Prosa (1970)
Nördlich der Liebe und südlich des Hasses. Roman (1979)
Die Illusion des Unglücks. Gedichte (1980)
Die Inseln im Landmeer. Gedichte (1982)
Laterna magica. Erzählung (1985)
Dunkelkammer. Fünf Erzählungen aus Deutschland (1988)
Sächsisches Land. Orte der Erinnerung. (1991)
Ein Winter am Anfang. Erzählung (1991)
Bilibi und andere Gedichte (1992)
Fortdauer des Augenblicks. Prosa (1995)
Die Krankheit, zu schreiben. Prosa (1998)
Der Riß durch die Erinnerung. Gedichte und Prosa (2001)
Wer ertrinkt kann auch verdursten. Prosa (2002)
Lichtungen. Prosa (2002)
Spätvorstellung. Gedichte (2006)
Liebenberg. Ein Kapitel aus dem Leben der Bücher. Prosa (2006)

Niedersächsischer Staatspreis

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