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Covid-19 Testung - Antworten auf häufig gestellte Fragen


Hier finden Sie die aktuelle Corona-Verordnung.

Auf dieser Seite finden Sie die Antworten auf die aktuellen Fragen zu den Testungen, die im Rahmen der 3G bzw. 2Gplus-Regel in der Niedersächsischen Corona-Verordnung vorgesehen sind.

Corona-Verordnung - kompakt: Testpflicht   Bildrechte: StK
Corona-Verordnung - kompakt: Testnachweise   Bildrechte: StK

Wer gilt als vollständig GEIMPFT?
Als vollständig geimpft gelten alle Menschen, die den vollen Impfschutz erreicht haben.
Dies ist der Fall, wenn nach der letzten erforderlichen Einzelimpfung, also nach der zweiten (gilt nun auch für Johnson & Johnson) Impfspritze mindestens 14 Tage vergangen sind.

Wichtige Änderung zum 15. Januar 2022:
Im Rahmen der Änderung der Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung hat das Paul-Ehrlich-Institut ihre Vorgaben für Personen, die mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson geimpft wurden, geändert.
Alle Personen, die lediglich einmal mit dem Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson geimpft wurden, gelten nicht mehr als vollständig geimpft im Sinne der Schutzmaßnahmen Ausnahmeverordnung des Bundes und damit auch nach der Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen. Allen Betroffenen wird zur Vervollständigung der Grundimmunisierung dringend eine zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff vier Wochen nach der ersten empfohlen. Mehr Informationen unter: www.pei.de/impfstoffe/covid-19

Die geimpfte Person muss als Beleg einen Nachweis auf Papier oder digital vorlegen können. Akzeptiert werden Nachweise in folgenden Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch. Sie können Ihre vollständige Impfung sowohl mit dem gelben Impfpass als auch mit dem digitalen Nachweis nachweisen.
Hinweis:
Die Gültigkeit des digitale Impfzertifikats beträgt zum jetzigen Zeitpunkt ein Jahr ab dem Zeitpunkt der zweiten Impfung (+ 14 Tage).


Wer gilt als vollständig GENESEN?
Als vollständig genesen gelten laut Verordnung alle, die eine Corona-Infektion überstanden haben - und dies mit einem positiven PCR-Labortest nachweisen können, der mindestens 28 Tage und höchstens 90 Tage (drei Monate) alt ist.

Wichtige Änderung zum 15. Januar 2022:
Im Rahmen der Änderung der Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung hat das Robert-Koch-Institut (RKI) ihre Vorgaben für Genesene (Verkürzung der Gültigkeit von sechs auf drei Monate bzw. 90 Tage) angepasst.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie beim RKI hier ...

Personen, deren Erkrankung länger als drei Monate zurückliegt, gelten nach den entsprechenden Regelungen des Bundes und in der Folge im Sinne der Corona Verordnung des Landes Niedersachsen nicht mehr als genesen. Zwar bildet das Immunsystem bei einer Erkrankung entsprechende Antikörper aus, diese reduzieren sich aber nach einer gewissen Zeit wieder. Diese Personen können sich bereits vier Wochen nach einer überstandenen Corona-Infektion gegen das Corona-Virus impfen lassen. Sie gelten dabei bereits mit nur einer Impfung als vollständig immunisiert und geschützt.


In welchen Fällen kann von einem Test (bei 2Gplus) abgesehen werden?
Es gibt zwei Ausnahmen von dem zusätzlichen Testerfordernis bei einer 2Gplus-Regelung.
Auf die Vorlage eines Nachweises über eine negative Testung wird verzichtet, wenn eine vollständig geimpfte Person,
  • entweder einen Nachweis über eine Auffrischimpfung
  • oder einen Nachweis über eine (Durchbruchs-)Infektion und Genesung nach dem Vorliegen einer vollständigen Schutzimpfung
vorlegen kann.


Nach Information des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes kann davon ausgegangen werden, dass eine natürliche Infektion einer Impfung hinsichtlich der Immunität und der Nachhaltigkeit überlegen ist. Erfolgt also nach vollständiger Impfung ein Impfdurchbruch, dann kann diese Infektion mit einer dritten Impfung gleichgesetzt werden. Nicht vorherzusehen ist allerdings, wie Virusmutationen das bisherige Immunitätsgeschehen beeinflussen werden. Dennoch kann zumindest in der aktuellen Lage eine solche Durchbruchsinfektion einer Boosterimpfung gleichgestellt werden.


Ich habe nach meiner Johnson&Johnson-Impfung eine weitere Imfpung (als Booster) bekommen - bin ich jetzt geboostert oder nicht?
Geboostert sind sie nicht, gleichwohl gelten Sie nach den neuen Vorgaben für Personen, die mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson geimpft wurden, als vollständig geimpft.

Diese Neuregelung des Bundes bedeutet also, dass Personen, die nach der ersten Impfung mit Janssen eine zweite Impfung erhalten haben, rechtlich nicht länger als „geboostert“ betrachtet werden können und nicht mehr von der Befreiung von der Testpflicht im Rahmen der 2G+-Regelungen nach der Niedersächsischen Corona-Verordnung umfasst sind.

Wenn Sie bisher einmal mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden, brauchen Sie demnach eine zweite und eine dritte Impfung.

Nur so erhalten Sie die schützende Grundimmunisierung. Die zweite Impfung erfolgt mit einem mRNA-Impfstoff. Das ist wichtig, da eine Impfung mit diesem Impfstoff zwar sehr zuverlässig vor schweren Krankheitsverläufen schützt, aber dennoch im Vergleich zu den mRNA-Impfstoffen häufiger Impfdurchbrüche – also Covid-Ansteckungen trotz Impfung - gemeldet wurden.
Die zweite Impfung erfolgt ab vier Wochen nach Erhalt der ersten Impfung.

Eine dritte Impfung als Booster sollte ab drei Monate nach der zweiten Impfung erfolgen. Diese Auffrischung erhöht den Impfschutz noch einmal deutlich.
Corona-Verordnung - kompakt: Status Check (Wann bin ich vollstädnig geimpft oder genesen?)   Bildrechte: StK
Corona-Verordnung - kompakt: Booster-Check (Wann bin ich geboostert?) - Auffrischungsimpfung   Bildrechte: StK


Mein Lieblingsrestaurant verzichtet trotz der sogenannten Winterruhe auf den Test im Rahmen 2Gplus - ist das korrekt?
Ja, wenn Ihr Restaurant die Auslastung des Lokals reduziert hat und damit das Infektionsrisiko verringert wird.
In der Warnstufe 2, in der Warnstufe 3 und in regionalen Hotspots haben die Inhaberinnen und Inhaber von Gastronomiebetrieben, Beherbergungsstätten sowie Veranstalterinnen und Veranstalter die Möglichkeit, auf zusätzliche Tests zu verzichten, wenn nur 70 Prozent der an sich möglichen Kapazitäten genutzt werden.
Dann gilt in diesen Einrichtungen 2G statt 2Gplus.


Stimmt es, dass die erforderlichen Testungen für 2Gplus kostenlos sind?
Ja! Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens ist die kostenlose Bürgertestung für asymptomatische Personen wieder eingeführt worden. Mit der Änderung der Coronavirus-Testverordnung vom Bundesministerium für Gesundheit (12.11.2021) haben jetzt alle Bürgerinnen und Bürger wieder Anspruch auf kostenlose Testung mittels PoC-Antigen-Test (Antigen-Schnelltest) bei Bedarf mindestens einmal pro Woche (§ 4a und § 5 TestV).
Möglich sind jedoch auch mehrere kostenlose Tests pro Woche!

Somit können alle Bürgerinnen und Bürger, die keine coronatypischen Krankheitssymptome haben, vorhandene Testmöglichkeiten wieder kostenlos in Anspruch nehmen, um etwa bei der 3G-Zutrittsbeschränkung den Nachweis eines negativen Tests zu erhalten. Regelmäßige oder anlassbezogene Testungen sind auch deshalb wichtig, weil sich auch geimpfte Personen mit dem Coronavirus infizieren können und es geimpfte wie ungeimpfte Personen gibt, die keine Symptome aufweisen, aber dennoch infiziert sind und damit eine Gefährdung insbesondere für vulnerable Personengruppen darstellen.

Wo kann ich mich testen lassen?

Unter Aufsicht kann man sich

  • in einem zugelassenen Testzentrum, in Apotheken oder in einer Arztpraxis testen lassen.
  • Mancherorts werden Testungen aber auch direkt vor oder im Eingangsbereich eines Geschäftes, eines Gastronomiebetriebes oder einer Veranstaltung angeboten.
  • Auch unter Aufsicht am Arbeitsplatz durchgeführte und bescheinigte Negativtestungen können verwendet werden.

In Niedersachsen kann jede dieser Bescheinigungen innerhalb von 24 (PCR-Test = 48) Stunden beliebig oft eingesetzt werden.

Die Bescheinigung muss dabei immer den Vor- und Nachnamen, das Geburtsdatum, die Adresse der getesteten Person sowie den Namen und Hersteller des Tests, das Testdatum, die Testuhrzeit sowie den Namen und die Firma der beaufsichtigenden Person und schließlich die Testart und das Testergebnis enthalten.

Hier finden Sie eine entsprechende Testbescheinigung.

In Testzentren gibt es teils nur sehr spät Termine, wer kann mir noch den Test bestätigen?

Geht das auch in der Familie?
Nein, innerhalb der Familie ist das nicht möglich, auch nicht unter Freunden oder in der Nachbarschaft.

Aber der Selbsttest unter Aufsicht und die daraus folgende Bescheinigung eines negativen Tests (24 Stunden gültig) kann durch eine hierzu jeweils autorisierte Person erfolgen.
So kann beispielsweise auf der Arbeitsstelle eine vom Arbeitgeber autorisierte Person eine Bescheinigung ausstellen. In Sportvereinen kann ebenfalls vom Verein autorisierte Person die Testung beobachten und dann schriftlich bestätigen. Gleiches gilt natürlich auch für andere Vereine, Dorfgemeinschaften u.ä.. Auch bei einem unter Aufsicht durchgeführten Selbsttest vor einer Gaststätte, einer Kosmetikerin, einem Friseur, vor einem Kino oder Theater kann die jeweilige Einrichtung eine Bescheinigung ausstellen. All diese Testbescheinigungen sind 24 Stunden gültig und können innerhalb der 24 Stunden beliebig oft an unterschiedlichen Stellen eingesetzt werden.

Unter Aufsicht bedeutet also, dass von der jeweils Aufsicht führenden Person bestätigt werden kann, dass

1. ein geeigneter Test verwendet wurde,

2. der Test und die Diagnostik nach der Gebrauchsanweisung korrekt durchgeführt wurden,

3. das Ergebnis korrekt abgelesen und festgehalten wurde.


Mein Stammlokal bietet jetzt zu 2Gplus die Testmöglichkeit vor Ort an – können mir diese auch eine Bescheinigung ausstellen um anschließend noch in eine Bar zu gehen?
Ja, das ist möglich, wenn die zuvor genannten Kriterien erfüllt sind, d.h. der Selbsttest muss

- vor dem Betreten der Einrichtung, des gastronomischen Betriebs oder des Veranstaltungsorts durchgeführt werden und vor Ort unter Aufsicht einer dafür abgestellten Person der Einrichtung etc. stattfinden

- oder im Rahmen einer betrieblichen Testung durch Personal, das die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt, erfolgen.

Ich habe gesehen, dass es im Internet auch Angebote für Schnelltest-Zertifikate unter Videoaufsicht gibt – sind diese Zertifikate zulässig?

Nein. Das Bundesgesundheitsministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass keine Testnachweise verwendet werden dürfen, die auf bloßen videoüberwachten Selbsttestungen beruhen. Die Kosten für diese Testbescheinigungen werden auch nicht übernommen und müssen selbst gezahlt werden.
Wir raten deshalb davon ab, entsprechende Angebote in Anspruch zu nehmen.


Müssen auch Kinder und Jugendliche bei der 2Gplus-Regel einen Testnachweis vorlegen?
Nein, die generelle Testpflicht bei Anwendung der 3G- bzw. 2Gplus-Regel gilt nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
Bei Clubs, Diskotheken, Shisha-Lokalen u.ä. ist allerdings schon jetzt ein Test für Jugendliche unter 18 Jahren erforderlich.


Ich weiß nicht, ob mein Hausarzt oder andere Ärzte oder Apotheken in meiner Umgebung ggf. einen Test anbieten - wo bekomme ich dazu Informationen?
Seitens des Apothekerverbandes gibt es unter folgendem Link ein Angebot zur Suche.
Dort können Sie Ihre PLZ eintragen und Ihnen werden alle testenden Apotheken im Umkreis angezeigt.
» https://www.mein-apothekenmanager.de/covid-19-schnelltest-suche

Für Ärzte können Sie unter dem folgenden Link Ihre Heimatstadt angeben und über das Feld "Besonderheit": Corona-Schnelltest auswählen. Dann werden Ihnen alle Praxen mit Testmöglichkeiten angezeigt.
» www.arztauskunft-niedersachsen.de


Wer übernimmt in welchem Fall die Kosten für Corona-Tests?
Für die Versorgung ihrer Einrichtungen (Kitas, Schulen) kommen die Länder selbst auf. Der Bund übernimmt die Kosten für die Schnelltests, die individuell in Testzentren, Apotheken oder Praxen durchgeführt werden. Wenn Unternehmen ihre Belegschaft oder der Einzelhandel und Restaurants ihre Kundinnen und Kunden testen lassen wollen, müssen diese die Kosten selbst tragen. Bestimmte Einrichtungen können schon seit längerer Zeit Antigen-Schnelltests selbst beschaffen, nutzen und mit den Kassenärztlichen Vereinigungen abrechnen. Das sind zum Beispiel Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Arztpraxen, Reha-Einrichtungen oder Tageskliniken.


Was muss ich für den Test mitbringen?
Bei den Bürgertestungen muss die zu testende Person gegenüber dem Leistungserbringer zum Nachweis ihrer Identität einen amtlichen Lichtbildausweis – in der Regel Personalausweis oder Reisepass – vorlegen. Kinder und Jugendliche können sich auf mittels Kinderreisepasses oder mittels eines Schülerausweises ausweisen, der von einer öffentlichen Schule ausgestellt wurde. Zusätzlich benötigen sie eine Einwilligungserklärung der Eltern. Ein Nachweis über das Vorliegen eines Anspruchsgrundes ist nicht mehr erforderlich.


Wie wird mein Testergebnis dokumentiert beziehungsweise bekomme ich eine Bescheinigung, um beispielsweise zur Kosmetik zu gehen?
Nach einem PoC-Antigen-Schnelltest beispielsweise in einem Testzentrum, einer Arztpraxis oder in der Apotheke, bekommt die getestete Person eine Bescheinigung, auf der unter anderem angegeben wird, wer, bei wem, wann, mit welchem Ergebnis getestet wurde.
Auch bei einem unter Aufsicht durchgeführten Selbsttest vor einer Gaststätte, einer Kosmetikerin, einem Friseur, vor einem Kino oder Theater kann die jeweilige Einrichtung eine Bescheinigung ausstellen. All diese Testbescheinigungen sind 24 Stunden gültig und können innerhalb der 24 Stunden beliebig oft an unterschiedlichen Stellen eingesetzt werden.

» Hier finden Sie die entsprechende Testbescheinigung


Wenn ich einen Test im Rahmen der 3G- bzw. 2Gplus-Regel Regel mache – worauf muss ich achten?
Je nach Test gibt es Unterschiede:

  • Ihr negativer PCR-Test darf bei Inanspruchnahme von Leistungen nicht mehr als 48 Stunden vorher vorgenommen worden sein
  • Ihr negativer PoC-Antigen-Schnelltest darf bei der Inanspruchnahme von Leistungen nicht älter als 24 Stunden sein.

Zwei Beispiele:

  • Montag um 11 Uhr Probeentnahme für PCR-Test beim Arzt, dann können Sie – nach Bestätigung eines negativen Ergebnisses – bis Mittwoch 11 Uhr Leistungen mit Testerfordernis in Anspruch nehmen
  • Mittwoch um 14 Uhr negativer Schnelltest bei der Apotheke mit ausgestellter Bescheinigung, dann können Sie bis zum nächsten Tag (Donnerstag 14 Uhr) Leistungen mit Testerfordernis in Anspruch nehmen.

Ich habe mir neulich zugelassene Selbsttests für den Heimgebrauch gekauft, wenn ich den zuhause mache und mit dem Ergebnis dann zum Friseur gehe – reicht das als Nachweis?
Nein, leider nicht, denn bei diesem Testergebnis ist nicht nachvollziehbar, ob es sich tatsächlich um das Ergebnis für Ihre Person handelt.
Aber ein Selbsttest unter Aufsicht und die daraus folgende Bescheinigung eines negativen Tests (24 Stunden gültig) kann durch eine hierzu jeweils autorisierte Person erfolgen. Dies kann beispielsweise auch durch das Personal in Ihrem Friseursalon erfolgen, wenn das dort angeboten wird.
So kann auch auf der Arbeitsstelle eine vom Arbeitgeber autorisierte Person eine Bescheinigung ausstellen. In Sportvereinen kann ebenfalls vom Verein autorisierte Person die Testung beobachten und dann schriftlich bestätigen. Gleiches gilt natürlich auch für andere Vereine, Dorfgemeinschaften u.ä..
Auch bei einem unter Aufsicht durchgeführten Selbsttest vor einer Gaststätte, einer Kosmetikerin, einem Friseur, vor einem Kino oder Theater kann die jeweilige Einrichtung eine Bescheinigung ausstellen. Diese Testbescheinigung ist dann 24 Stunden gültig und kann innerhalb dieser Frist beliebig oft an beliebig vielen Stellen eingesetzt werden.


Wenn mein PoC-Antigen-Schnelltest positiv ausfällt – werde ich dann tatsächlich an das Gesundheitsamt gemeldet?
Ja, positive Testergebnisse sind in der Tat nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig. Auch Personen, die in Schulen oder anderen Einrichtungen diese Tests bei anderen Personen anwenden, sind in die Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz einbezogen.


Bin ich bei einem Selbsttest zuhause mit positivem Ergebnis ebenfalls meldepflichtig?
Mit Inkrafttreten der Niedersächsische Absonderungsverordnung am 22.09.21 sind alle Personen, die einen Selbsttest durchgeführt und dabei ein positives Testergebnis erhalten haben, verpflichtet, sich zunächst in Absonderung zu begeben. Sie sind zudem gehalten, das Testergebnis an das jeweils zuständige Gesundheitsamt zu übermitteln und verpflichtet, unverzüglich einen PCR-Test zur Abklärung vornehmen zu lassen.

Wenn der Selbsttest positiv ist, müssen Sie also unverzüglich einen PCR-Test zur Bestätigung durchführen lassen. Nach der TestV des Bundes (§ 4b) besteht ein Anspruch auf eine bestätigende Untersuchung. Diese Testung ist kostenfrei. Bis dahin müssen Sie sich von anderen Menschen absondern und bei notwendigen Kontakten zwingend die Abstandsregeln einhalten sowie eine Maske tragen.
Hier finden Sie weitere Informationen für solche Fälle.


Welcher Test ist wofür geeignet?

  • PCR-Tests werden eingesetzt, um bei einer Person mit Symptomen abzuklären, ob eine Infektion mit SARS-CoV-2 vorliegt oder um einen positiven Schnell- oder Selbsttest zu bestätigen.
  • Antigen-Schnelltests kommen derzeit besonders häufig in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder Schulen zum Einsatz, um Personal oder Bewohnerinnen und Bewohner regelmäßig zu testen. Mit der aktuellen Anpassung der Testverordnung werden auch allen Bürgerinnen und Bürgern wieder kostenlose Schnelltests in den Testzentren angeboten. Unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus haben diese mindestens einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest (PoC-Test).
  • Selbsttests können zusätzliche Sicherheit in konkreten Situationen im Alltag geben – etwa bei einem privaten Besuch oder perspektivisch vor einem Theater- oder Kinobesuch. Sie werden auch im Rahmen der Testkonzepte in Schulen und Kitas eingesetzt.

Fällt ein Schnell- oder Selbsttest positiv aus, sollte das Ergebnis unbedingt durch einen PCR-Test bestätigt werden.


Wer erhält kostenlose Antigen-Schnelltests? Und wer erhält kostenlose PCR-Tests?
Mit der aktuellen Anpassung der Testverordnung werden allen Bürgerinnen und Bürgern wieder kostenlose Schnelltests zur Verfügung gestellt. Unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus haben diese mindestens einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest (PoC-Test).

Darüber hinaus können kostenlose PCR-Tests durchgeführt werden, zum Beispiel wenn Symptome einer COVID-19-Erkrankung vorliegen, ein positiver Antigenschnelltest vorliegt oder Sie Kontakt zu einer COVID-19-Infizierten Person hatten. Ob ein PCR-Test nach diesen Kriterien durchgeführt wird, entscheiden die Ärztinnen und Ärzte vor Ort. Zur Abklärung und Terminvergabe sollten Sie Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt beziehungsweise die lokale Corona-Schwerpunktpraxis telefonisch kontaktieren.


Haben auch Personen, die privat oder gar nicht versichert sind, einen Anspruch auf einen kostenlosen Test?
Ja. Mit der aktuellen Anpassung der Testverordnung werden allen Bürgerinnen und Bürgern wieder kostenlose Schnelltests zur Verfügung gestellt. Unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus haben diese mindestens einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest (PoC-Test).



Testbescheinigung für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber:

Arbeitgebende sind verpflichtet, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht im HomeOffice arbeiten, mindestens zwei Mal pro Woche einen Corona-Antigentest anzubieten. Insofern der Test unter fachkundiger Leitung durchgeführt wird, kann die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber eine Testbescheinigung ausfüllen.

Die Bescheinigung muss dabei immer den Vor- und Nachnamen, das Geburtsdatum, die Adresse der getesteten Person sowie den Namen und Hersteller des Tests, das Testdatum, die Testuhrzeit sowie den Namen und die Firma der beaufsichtigenden Person und schließlich die Testart und das Testergebnis enthalten.
Im Falle eines negativen Testergebnisses kann diese Bescheinigung für 24 Stunden überall dort genutzt werden, wo die Landesverordnung einen aktuellen negativen Test verlangt.

Hier finden Sie ein Muster, das Sie verwenden oder als Vorlage nutzen können:
» Testbescheinigung


Was hat es mit den Testungen am Arbeitsplatz auf sich?
Nach der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) sind die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber verpflichtet, ihren Beschäftigten mindestens zweimal pro Woche einen Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 anzubieten.

Kann ich mir also auch bei der Arbeit ein negatives Testergebnis bescheinigen lassen?
Wenn bei der Arbeit ein solcher Test entweder durch entsprechend qualifiziertes Personal oder von der/dem Zu-testenden selbst unter Aufsicht durchgeführt wird, kann ein negatives Ergebnis bescheinigt werden. Dafür hat das Land Niedersachsen einen Vordruck zur Verfügung gestellt: Testnachweis Arbeitgeber
Die Bescheinigung kann dann für 24 Stunden überall dort verwenden, wo nach der Corona-Verordnung des Landes ein aktueller Testnachweis erforderlich ist.

Kann ich mich bei der Arbeit selbst testen und mir selbst das Ergebnis bescheinigen?
Leider nein. Die Testung muss entweder

a) als Selbsttest unter Aufsicht erfolgen oder

b) im Sinne des Arbeitsschutzes durch eine dafür vom Arbeitgeber beauftragte Person, die dafür die erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt.

Was bedeutet es, dass ein Test unter Aufsicht erfolgen muss? Wie soll die Aufsicht ausgeübt werden?
Soweit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Selbsttest verwenden, müssen sie dies unter Aufsicht einer weiteren Person tun. Diese Aufsicht sollte mit größerem Abstand durchgeführt werden.

Wer darf einen Test beaufsichtigen?
Beaufsichtigen und das Testergebnis bescheinigen kann einen Test entweder die Arbeitgeberin/der Arbeitgeber selber oder eine bzw. mehrere dafür von dem/der Arbeitgeber/in bestimmte Person/en.

Was genau bedeutet unter Aufsicht? Worauf muss geachtet werden?
Unter Aufsicht bedeutet, dass von der jeweils Aufsicht führenden Person bestätigt werden kann, dass

1. ein geeigneter Test verwendet wurde,

2. der Test und die Diagnostik nach der Gebrauchsanweisung korrekt durchgeführt wurden,

3. das Ergebnis korrekt abgelesen und festgehalten wurde.

Die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber muss also sicherstellen, dass die Aufsichtsperson in die Durchführung des Tests entsprechend der Gebrauchsanweisung eingewiesen wurde.

Über die beim Antigen-Selbsttest zur Verfügung gestellten Materialien (z.B. Beipackzettel) erhalten Anwender neben Ausführungen zur korrekten Anwendung auch Präventionsinformationen. Dazu gehören zum Beispiel Hinweise und Anweisungen zu den Maßnahmen, die bei positivem, negativem oder unklarem Ergebnis getroffen werden müssen. Sie enthalten auch Hinweise zur Möglichkeit eines falsch positiven oder falsch negativen Ergebnisses sowie den Hinweis, dass ohne vorherige Konsultation des Arztes keine medizinisch wichtigen Entscheidungen getroffen werden dürfen. Damit muss auch das den Test beaufsichtigende Personal vertraut sein.


Wer darf einen Test bei einer anderen Person durchführen?

Im Falle der sogenannten PoC-Antigentests für den professionellen Einsatz dürfen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber nur Personen mit der Anwendung beauftragen, die die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung haben und in das anzuwendende Medizinprodukt eingewiesen worden sind. Eine solche Einweisung oder Schulung kann durch geeignetes medizinisches Personal, z.B. auch durch den Betriebsarzt, erfolgen.

Der Selbsttest unter Aufsicht und die daraus folgende Bescheinigung eines negativen Tests (24 Stunden gültig) kann insofern durch eine hierzu jeweils autorisierte Person erfolgen.
So kann beispielsweise auch in Sportvereinen eine ebenfalls vom Verein autorisierte Person die Testung beobachten und dann schriftlich bestätigen. Gleiches gilt natürlich auch für andere Vereine, Dorfgemeinschaften u.ä.. Auch bei einem unter Aufsicht durchgeführten Selbsttest vor einer Gaststätte, einer Kosmetikerin, einem Friseur, vor einem Kino oder Theater kann die jeweilige Einrichtung eine Bescheinigung ausstellen. All diese Testbescheinigungen sind 24 Stunden gültig und können innerhalb der 24 Stunden beliebig oft an unterschiedlichen Stellen eingesetzt werden.


Für den Besuch eines Solariums benötige ich einen Antigenschnelltest. Kann dieser auch von meinem Arbeitgeber bescheinigt werden?
Ja!


Können sich Soloselbständige bei der Arbeit einen Nachweis ausstellen?
Nein, sie können sich nicht selbst eine Testbestätigung ausstellen und müssten sich dafür in ein Testzentrum, eine Apotheke oder eine Arztpraxis begeben.


Kann ich, als Baubetrieb, meinen Mitarbeitern einfach einen Zweizeiler schreiben, wenn sie unter meiner Aufsicht einen Test durchführen, der dann negativ ist?
Eine Bescheinigung können Sie ausstellen, ein Zweizeiler reicht nicht. Ein gerne zu verwendendes Formular findet sich hier: Bescheinigung über das Ergebnis eines Antigentests zum Nachweis des Coronavirus SARS-CoV-2

Nächste Schritte bei einem positiven Test:

Verdachtsfälle aufgrund von positiven Schnelltests müssen von den Betroffenen grundsätzlich nicht an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden.
Die Absonderungsverordnung regelt allerdings rechtsverbindlich, dass Personen, die einen Selbsttest durchgeführt und dabei ein positives Testergebnis erhalten haben, verpflichtet sind, sich zunächst in häusliche Absonderung zu begeben.
Sie sind zudem gehalten, unverzüglich einen PCR-Test zur Abklärung vornehmen zu lassen.

Die Pflicht zur Absonderung gilt auch ohne eine Anordnung des zuständigen Gesundheitsamtes.

» Hier finden Sie alle weiteren Informationen zum Thema Absonderung (Quarantäne), den Umgang mit Kontaktpersonen und wie die Absonderung wieder beendet werden kann.


Übersicht zur AbsonderungsVO: Verhalten bei posiivem Test   Bildrechte: StK

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