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Alltag in Zeiten des Coronavirus – Antworten auf häufig gestellte Fragen

zuletzt aktualisiert am 10.07.2020

Der neue Alltag in Niedersachen wirft viele Fragen auf – hier finden Sie Antworten.

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Die vielen Informationen zu Corona überfordern mich - wer kann mir weiterhelfen?

Die zentrale Corona-Hotline der Niedersächsischen Landesregierung erreichen Sie unter 0511 120 6000 von Montag bis Freitag von 8 bis 22 Uhr sowie am Wochenende von 10 bis 20 Uhr. Eine Übersicht mit weiteren wichtigen Telefonnummern und Unterstützungsangeboten finden Sie hier: Die wichtigsten Hotlines und Hilfsangebote zur Corona-Krise



zuletzt aktualisiert am 10.07.2020

Antworten auf allgemeine Fragen zu den Kontaktbeschränkungen sowie den Verhaltensregeln im öffentlichen Raum

Die neue Verordnung soll deutlich überarbeitet worden sein - was hat sich denn jetzt verändert?
Vor allem ist die Verordnung in ihrer Struktur optimiert und thematisch gegliedert worden. Sie wird so nach den vielen Änderungen der letzten Wochen wieder lesbarer. Hier geht es zu der Neufassung.
Daneben sind weitere Lockerungen vorgenommen worden. Für Mannschaftssportlerinnen und -sportler ist nun der Weg frei für Spiele, soweit dabei die Personenzahl von 30 nicht überschritten wird. Das Erfordernis einer festen Gruppe entfällt damit, notwendig ist jedoch die Dokumentation aller Namen.

Mit Blick auf die beginnende Sommer- und Ferienzeit sind Gruppenangebote für Kinder und Jugendlichen in Jugendherbergen, Familienfreizeitstätten etc. in Gruppen bis zu 50 Personen wieder möglich. Dies gilt auch für gruppenbezogene, nicht stationäre, Angebote der Kinder- und Jugendhilfe. Auch Chöre und Bläserensembles können wieder unter Einhaltung des normales Abstands von 1.5 Metern ohne noch zusätzliche Beschränkungen proben.
In der Gastronomie können wieder Buffets mit Selbstbedienung angeboten werden und das Beherbergungsverbot für Gäste aus dem Kreis Gütersloh wird zum 11.07.2020 aufgehoben.

In allen genannten Feldern gelten im Übrigen trotz Lockerungen die für den jeweiligen Bereich vorgesehenen Hygienekonzepte, Abstandsregelungen, Pflichten zur Mund-Nasen-Bedeckung und Dokumentationspflichten.


Wann tritt die geänderte Verordnung in Kraft und wie lange gilt diese?
Die Änderungen der Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus vom 11.07.2020 treten am Montag, 13. Juli 2020 in Kraft. Diese Verordnung gilt einstweilen bis zum 31.08.2020.


Der Lockdown für Gütersloh wird aufgehoben – wann können wir wieder nach Niedersachsen reisen und Urlaub machen?
Ab morgen, den 10.07.2020 können Menschen aus dem Kreis Gütersloh wieder in Niedersachsen Urlaub machen, ohne sich vorher auf Corona testen zu lassen. Es wird nicht mehr von einem erhöhten Infektionsrisiko durch dort lebende Personen ausgegangen. Gäste aus Gütersloh sind wieder herzlich in Niedersachsen willkommen!


Wie ist das im Sportbereich – gab es dort Änderungen?
Nachdem in der letzten Woche bereits der Kontaktsport ohne Abstandsgebot ermöglicht wurde, sind nun auch Spiele möglich. Damit kann nicht nur die Bolzgruppe im Park wieder Fußball spielen, sondern auch vereinsseitig im Amateursport in einer Gruppe bis zu 30 Personen trainiert und gegeneinander gespielt werden. Wichtig ist hierbei, dass die Gruppengröße von 30 Personen nicht überschritten wird und dass die Kontaktdaten aller Spielerinnen und Spieler dokumentiert werden. Die Dokumentation der Kontaktdaten stellt dabei trotz der größeren Gruppe sicher, dass mögliche Infektionsketten dennoch nachvollzogen werden können.



Bedeutet der Verzicht auf die Vorgabe einer „festen“ Gruppe, dass wir jetzt auch wieder gegen andere Mannschaften spielen dürfen?
Das ist richtig! Sie können wieder gegeneinander spielen und müssen nur darauf achten, dass die Gesamtgruppengröße von 30 Personen eingehalten wird und die Kontaktdaten der Spieler und Spielerinnen dokumentiert werden.



Mein Kind ist sehr sportlich und spielt nicht nur Fußball, sondern auch Handball und will demnächst auch Judo ausprobieren – wie ist das dann mit den Gruppen?
Der sportliche Ehrgeiz ist beeindruckend und dieser wird auch nicht durch die aktuelle Verordnung eingeschränkt. Ihr Kind kann also durchaus unterschiedlichen Sport in den jeweiligen Gruppen praktizieren. Erwachsene übrigens auch.
»»» Viele weitere Antworten auf Fragen rund um den Sport finden Sie hier.


Die Sommerferien stehen vor der Tür – welche Angebote sind für Kinder- und Jugendliche nun möglich?
Dieser Bereich ist deutlich ausgeweitet worden: in Jugendherbergen, Familienferien- und Freizeitstätten, Jugend- und Erwachsenenbildungsstätten und ähnlichen Einrichtungen sowie in Kreissportschulen, Landessportschulen und vergleichbaren verbandseigenen Einrichtungen sind Gruppenveranstaltungen und -angebote für Minderjährige und die Aufnahme von Gruppen Minderjähriger jetzt bis zu einer Gruppengröße von 50 Personen wieder zulässig. Gleiches gilt für Angebote der Kinder- und Jugendhilfe nach § 11 SGB VIII.

Hat sich in Restaurants etwas geändert – sind Buffets jetzt wieder zulässig?
Ja, ab Montag, den 13.07.2020 sind auch Buffets mit Selbstbedienung in Restaurants, Hotels etc. wieder zulässig und können entsprechend dem Hygienekonzept angeboten werden.

Ansonsten gilt wie bisher die Regelung, dass man mit einer Gruppe von bis zu 10 Personen an einem Tisch sitzen kann, unabhängig von dem jeweiligen Hausstand. Wichtig bleibt dabei der persönliche Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen, die nicht zu Ihrem Hausstand bzw. einem weiteren oder zu Ihrer gemeinsamen Gruppe von bis zu 10 Personen gehören.


Wo muss ich überall meine Kontaktdaten angeben und wie ist das mit dem Datenschutz?
Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, ist in folgenden Bereichen die Dokumentation von Kontaktdaten erforderlich:

1. Nur Kontaktinformationen

  • bei der privaten Betreuung von Kindern
  • im Rahmen von Bildungsangeboten im außerschulischen Bereich (z.B. Volksschule, Musikschulen)
  • im Rahmen von Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe sowie im Bereich der sozialen, pädagogischen oder psychologischen Beratungsstellen
  • bei touristischen Busreisen
  • im Bereich touristischer Aktivitäten (touristische Schifffahrt, Boots- und Fahrradverleih)
  • sowie in Fahrschulen

2. Kontaktinformationen erweitert um Zeitrahmen des Aufenthalts

  • bei Besuchen in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern, Rehabilitationseinrichtungen etc.
  • bei Besuchen kultureller Veranstaltungen im Freien
  • bei der Sportausübung auf öffentlichen und privaten Sportanlagen in einer Gruppe bis zu 30 Personen
  • bei der körperlichen und sportlichen Betätigung in festen Gruppen (bis 30 Personen) im Freien
  • in Werkstätten für behinderte Menschen, Tagesförderstätten etc.
  • in Restaurants, Gaststätten, Biergärten, Kneipen, Imbissen, Cafés, Bars etc.
  • in Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen
  • im Rahmen körpernaher Dienstleistungen (z.B. Friseursalons, Manikürestudios, Pedikürestudios, Kosmetikstudios, Massagepraxis)
  • sowie in Fitnessstudios

Wichtig für Besucherinnen und Besucher: Ohne Ihr Mitwirken bei der Dokumentation dürfen Dienstleistungen, Aktivitäten oder Besuche in den genannten Einrichtungen nicht erbracht werden!
Benötigt werden zu einer möglichen Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt (nur bei einem Infektionsfall!) Ihr Familienname, Ihr Vorname, Ihre vollständige Anschrift sowie eine telefonische Erreichbarkeit. Bei den oben in der 2. Gruppe genannten Einrichtungen wird zusätzlich der Zeitpunkt des Betretens und des Verlassens der Einrichtung dokumentiert.

Wichtig für Betreiberinnen und Betreiber:
Diese Dokumentation ist spätesten nach einem Monat zu löschen bzw. zu vernichten und darf nur zum Zwecke des Infektionsschutzes durch das Gesundheitsamt genutzt werden. Die Daten sind technisch und organisatorisch vor unberechtigtem Einblick und Zugriff zu schützen. Insbesondere dürfen Kundinnen und Kunden nicht die Daten anderer Personen einsehen können. Eine offen zugängliche Liste, in die sich nacheinander die Kundinnen und Kunden selbst eintragen, ist nicht zulässig.


Mehr Informationen hier: Die Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen unterstützt dabei die Betriebe bei der datenschutzkonformen Umsetzung mit umfänglichen Informationen und Mustern.


Wenn Kinos geöffnet sind – muss ich dort nun eine Maske tragen oder nicht?
Die Antwort lautet hier „Jein“. Am wichtigsten dürfte für alle Kinogäste die Zeit während der Filmvorführung sein und da lautet die gute Nachricht:
Nein, keine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung, wenn Sie auf Ihrem Platz sitzen!
Popcorn und Getränke können wie gewohnt das Sehvergnügen ergänzen. Wenn Sie aber Ihren Platz verlassen, dann besteht in den Veranstaltungsräumlichkeiten die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung, da dann nicht immer der notwendige Abstand sichergestellt werden kann.
Die gleichen Regeln gelten auch für Theaterbesuche und andere kulturelle Veranstaltungen in geschlossenen Räumen.



Wie ist das nun mit den Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum?
Nach Wochen geprägt von deutlichen Einschränkungen können sie sich seit 22.06.2020 wieder mit bis zu 10 Personen als Gruppe in der Öffentlichkeit treffen. Die Anzahl der Haushalte ist hierbei nicht mehr ausschlaggebend. Auch der Mindestabstand ist innerhalb dieser Gruppe nicht mehr vorgeschrieben. Vielleicht können sie ihn aber überall dort, wo es möglich ist, freiwillig einhalten. Gerade die Abstandsregel war und ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für die positiven Entwicklungen im Infektionsgeschehen.
Die Zwei-Haushalte-Regel hat übrigens insofern noch Bestand, dass die Anzahl von 10 Personen überschritten werden darf, wenn diese tatsächlich nur aus zwei Hausständen stammen.
Das Grillen und Picknicken ist unter den og. Konstellationen auch wieder möglich.



Und in meinen eigenen vier Wänden? Ändert sich dort etwas bei den Kontaktbeschränkungen?
Im persönlichen Bereich oder im Umgang mit anderen Menschen, sind alle nach wie vor gehalten, eine vertretbare Balance zwischen unserem Bedürfnis nach sozialen Kontakten und gleichzeitiger Infektionsvermeidung herzustellen.
Jede Person hat, so § 1 Absatz 1 der Verordnung, physische Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes gehören, auf das Notwendige zu beschränken.
(Bis zum 13.7.2020 war in § 1 der Verordnung eine Reduzierung auf das absolut nötige Minimum. Es ist also eine kleine Lockerung erfolgt. Dennoch bitten wir alle Menschen in Niedersachsen um Zurückhaltung.)

Die Niedersächsinnen und Niedersachsen haben mit der disziplinierten Beachtung und Umsetzung der Corona-Regeln nicht nur das ursprünglich hohe Infektionsgeschehen deutlich beruhigt, auch die Lockerungen der vergangenen Wochen sind darüber erfolgreich begleitet worden und haben den bisherigen Weg hin zu einem Alltag mit dem Virus geebnet.

Bei den Kontaktbeschränkungen gilt es daher bitte auch zukünftig vor allem die persönliche Balance herzustellen zwischen dem Bedürfnis nach sozialen Kontakten und Alltagsnormalität auf der einen Seite und dem Wunsch nach Schutz vor einer Ansteckung, sei es für mich persönlich oder für die Menschen mit denen ich in Kontakt bin, auf der anderen Seite. Denn das Virus ist unstrittig immer noch als Gefahr vorhanden, wie der Ausbruch in Göttingen zuletzt verdeutlicht hat.



Was heißt das konkret für mich?
Das heißt, dass Sie sich auch in Ihrer Wohnung, Ihrem Haus, auf Ihrem Balkon oder in Ihrem Garten nur mit möglichst wenigen und möglichst auch nicht mit immer neuen Menschen treffen sollten. Die im öffentlichen Raum geltende 10-Personenregel kann zum Beispiel überall dort, wo genug Platz ist gut auch auf den Privatbereich übertragen werden.
Auch wenn man sich privat mit einer höheren Anzahl von Freunden oder mit Familienangehörigen trifft, ist es allerdings gut, dies nach Möglichkeit im Freien zu tun und Abstandswahrung im Blick zu behalten.
Je kleiner eine Wohnung, ein Garten oder ein Balkon sind, desto kleiner sollte auch die Zahl der Menschen sein, die dort gleichzeitig zusammenkommen. In einer beengten Wohnung sollte bitte auf größere Zusammenkünfte komplett verzichtet werden.
Die jeweilige Ideallösung richtet sich demnach nicht nach der schlichten Anzahl von Personen sondern möglichst nach den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten. Die stetige Gewährleistung des Mindestabstands von 1,5 m und ein Aufenthalt im Freien ermöglichen mehr Schutz vor einer Infektion, als ein Zusammenkommen von vielen Menschen auf beengten Raum.
Abstand, regelmäßiges Händewaschen und kräftiges Lüften der Wohnung erhöhen Ihren Schutz und den Ihrer Gäste.



Unser Vater möchte zu seinem 70. Geburtstag die Familie in einem Restaurant zum Essen einladen – ist das zulässig?
Gaststättenbesuche sind natürlich zulässig und der Wunsch seine Familie zu einem solchen Anlass bei sich zu haben, ist mehr als verständlich. Dieses Bedürfnis nach Beisammensein sollte dabei stets in einer guten Balance zu der Notwendigkeit stehen, sich selbst und andere Menschen vor einer möglichen Infektion zu schützen.
Die Geschehnisse in Göttingen oder auch in Leer haben verdeutlicht, dass sich bei einem zu sorglosen Umgang mit den Abstandsregelungen, ungeachtet jeglicher noch so besonderen Feierlichkeit, das Virus unvermindert ausbreitet.
Beachten Sie daher bitte, dass in der Gastronomie nur Gruppen bis maximal 10 Personen bzw. zwei Haushalte gemeinsam an einem Tisch sitzen dürfen. Eine noch größere Festtafel ist also leider noch nicht möglich. Mit konsequentem Mindestabstand und regelmäßigem Händewaschen sowie gegebenenfalls einer etwas lauteren Kommunikation über die Tischgrenzen hinaus, sollte die og. Balance aber hergestellt werden können.



Gibt es für unsere Hochzeitsplanung irgendwelche Hinweise - was genau ist denn jetzt erlaubt?
Das Virus ist weiterhin da und wird uns noch über einen längeren Zeitraum einen bewussten und achtsamen Umgang mit dem Infektionsschutz abfordern, d.h. Sie sollten sich und Ihre Freunde und Verwandten auch bei einer Hochzeit schützen!
Die neue Regelung mit der Zulässigkeit von maximal 50 Personen bei Hochzeiten besagt leider nicht, dass eine solche Feier mit dieser Höchstzahl an Personen frei von jedem Risiko ist.
Im Gegenteil: Es reicht weiterhin nur eine einzige Person, die den Virus (wohlmöglich unbemerkt) in sich trägt und die Wahrscheinlichkeit einer umfänglichen Ansteckung vieler anderer Teilnehmer und Teilnehmerinnen wäre bei einer „normalen“ Hochzeitsfeier in hohem Maße gegeben.
Insofern achten Sie bitte auf einer Hochzeitsfeier und auch auf allen anderen Feierlichkeiten (z.B. Taufe, Konfirmation, Kommunion etc.) auf die Abstands- und Hygieneregeln. Dies gilt insbesondere bei einem etwaigen Besuch einer Gaststätte, wo die Regelungen für die Gastronomie zu beachten sind.

Und was ist mit Tanzen bei der Hochzeit?
Die wenigsten Tänze bei Feierlichkeiten sind kontaktarm, insofern sollten Sie genau überlegen, ob Sie dies ermöglichen. Es ist weniger eine Frage der Rechtsverordnung, sondern vielmehr die Frage an Sie, wie Sie die Balance zwischen Hochzeitsfeier und dem eigenen Schutz vor einer möglichen Infektion sowie den Schutz ihrer Gäste herstellen möchten.



Gilt die 50-Personen-Hochzeitsregel auch für die Silberhochzeit oder Goldene Hochzeit?
Ja, das tut sie, die Regel gilt für Hochzeitsfeiern und entsprechende Jubiläen. Aber bitte beachten Sie: Mit Blick auf die Covid-19 Risikogruppen sollten solche Feiern wenn überhaupt mit besonderer Achtsamkeit begangen werden. Sich dabei im kleineren Familienkreis in einem Restaurant unter Beachtung der gastronomischen Abstandsregelungen zu treffen, ist die bessere Option, um den Aspekten „besonderer Anlass“ und Schutz vor einer möglichen Infektion dennoch Rechnung tragen zu können.



Bei der Beerdigung sind nunmehr auch bis maximal 50 Personen erlaubt – dürfen wir im Anschluss auch in diesem Kreis noch gemeinsam trauern?
Eine Zusammenkunft im Anschluss der Beerdigung bzw. Trauerzeremonie ist hier, mit dem bereits bekannten Abstandsgebot, möglich. Soweit Sie dies in einem gastronomischen Betrieb tun, dann bedenken Sie bitte, dass dort die ‚10er-Gruppe‘ bzw. die ‚Zwei-Haushalte-Regel-mit mehr Personen‘ an einem Tisch gilt und der Abstand zwischen den Tischen einzuhalten sind.



Zuschauer sollen beim Sport wieder zulässig sein – kann ich endlich wieder ins Stadion?
Tja, die Sonderregelungen zur Bundesliga sind weggefallen, aber bis zum 31. August gibt es auch keine Bundesligaspiele. Wie die Regelungen ab September aussehen werden, wird abzuwarten sein.

Nach dem neuen § 26 Absatz 2 sind bis zu 500 sitzende Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen - aber wie gesagt, im Stadion wird einstweilen nicht viel stattfinden.


Was ist denn mit Zuschauern bei kleineren Sportveranstaltungen?
Kleine Sportveranstaltungen sowie ein Training im Freien können von bis zu 500 Personen besucht werden. Bis zu einer Zahl von 50 Personen ist lediglich der Abstand von 1,5 Metern einzuhalten. Gibt es mehr als 50 Zuschauerinnen und Zuschauer, sind weitere Voraussetzungen einzuhalten. So müssen dann Sitzplätze im nötigen Abstand eingenommen werden und die Kontaktdaten der Personen für eine mögliche Nachverfolgung der Infektionsketten vom Veranstalter gespeichert werden.



Der Kramermarkt ist die fünfte Jahreszeit in Oldenburg – kann er Ende September stattfinden?
Leider nicht. Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern bleiben bis mindestens Ende Oktober untersagt. Damit setzt Niedersachsen einen Beschluss der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin vom 17.06.2020 um. Dies betrifft leider die Durchführung aller Volksfeste, Kirmesveranstaltungen, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen- und Schützenfeste und ähnliche Veranstaltungen; auch der Besuch dieser Veranstaltungen bleibt verboten.



Ich arbeite in einer Werkstatt für behinderte Menschen – muss ich da immer noch durchgängig die Mund-Nasen-Bedeckung tragen?
Nein, dies ist bereits mit der Verordnung vom 22.06.2020 geändert worden. Die Pflicht zur Bedeckung ist wichtig, sie gilt nur wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu Personen aus einem anderen Hausstand nicht eingehalten werden kann.
Also überall dort, wo der Mindestabstand wirklich eingehalten werden kann, besteht keine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung in der Einrichtung. Ergänzend würden wir an dieser Stelle gerne auf § 9 Absatz 3 der Verordnung hinweisen: Personen, für die aufgrund einer Behinderung oder von Vorerkrankungen, zum Beispiel schwere Herz- oder Lungenerkrankungen, wegen des höheren Atemwiderstands das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist, sind von der Verpflichtung eine solche zu tragen ausgenommen.
» Mehr Informationen zur Mund-Nasen-Bedeckung.



Gilt die Corona-Warn-App auch in Niedersachsen?
Die Corona-Warn-App ist seit dem 16.06.2020 bundesweit einsetzbar. Die Nutzung der App ist natürlich freiwillig. Die Landesregierung bittet Sie aber herzlich, die Warn-App herunterzuladen.

» Hier geht es zur Informationsseite der Bundesregierung.

»Hier geht es zu Informationen über die Funktionen der App durch das Robert-Koch-Institut (RKI)

» Direktlinks bei den jeweiligen App-Anbietern: Download iOS bzw. Download Android

Nach unserem Eindruck gewährleistet die App einen größtmöglichen Schutz Ihrer Daten. Wir hoffen, dass die Warn-App auch in Niedersachsen helfen wird, potentielle Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und ein Weiterverbreiten des Corona-Virus zu verhindern.
Die App ermöglicht es, im Nachhinein festzustellen, ob wir uns in direkter Nähe zu einem Menschen aufgehalten haben, bei dem später eine Corona-Infektion diagnostiziert worden ist.
So können die Reaktionsmöglichkeiten auf ein mögliches Infektionsgeschehen verbessert werden. Je mehr Menschen auch in Niedersachsen die App nutzen, desto wirkungsvoller kann sie sein. Die Tracing-App ersetzt aber natürlich nicht die auch weiterhin dringend notwendigen Abstands- und Hygieneregeln sowie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.



Ich habe die Corona-Warn-App erfolgreich installiert – muss ich jetzt trotzdem meine Kontaktdaten im Restaurant oder beim Friseur angeben?
Ja, das müssen Sie weiterhin. Die Corona-Warn-App zielt, wie die Dokumentation Ihrer Kontaktdaten, auf eine nachhaltige Verbesserung bei der Nachverfolgung von Infektionsketten. Da die Nutzung der App aber auf freiwilliger Basis erfolgt, kann diese keinen Ersatz zur Dokumentation der Kontaktdaten darstellen. Diese Kontaktdaten werden möglichst umfassend benötigt, um bei einem Infektionsgeschehen tatsächlich zeitnah und umfänglich mögliche Infektionswege nachvollziehen zu können. Aus diesem Grund sind Betreiberinnen und Betreiber von gastronomischen Betrieben, Dienstleistungseinrichtungen wie auch von anderen Stellen in bestimmten Konstellationen rechtlich verpflichtet, diese Daten zu dokumentieren.



Und umgekehrt? Die App als Voraussetzung um ein Restaurant, ein Hotel oder ein Geschäft zu betreten bzw. eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen?
Dies ist ausdrücklich nicht vorgesehen und steht dazu im deutlichen Widerspruch zur freiwilligen Nutzung.



Entstehen mir aufgrund Niedersächsischer Regelungen irgendwelche Nachteile, wenn ich die App nicht installiere?
Definitiv nicht! Das Prinzip der Nutzung basiert auf Freiwilligkeit und es gibt keine niedersächsischen (wie auch bundesweiten) Regelungen, die eine Verwendung vorschreiben.
Sie beschränken sich aber u.U. selbst in den Möglichkeiten, bei einem möglichen Infektionsgeschehen in Ihren Kontakten frühzeitig informiert und gewarnt zu werden.



Ich bin viel im Außendienst unterwegs und treffe viele Menschen - kann mein Arbeitgeber die Installation der App von mir verlangen?
Nein! Kein Arbeitgeber kann die Installation einer App auf Ihrem privaten Handy verlangen. Es gilt auch hier das Prinzip der Freiwilligkeit. Sie sollten allerdings davon unabhängig abwägen, ob in Anbetracht von vielen persönlichen Kontakten die Nutzung der App nicht doch eine Option zum Schutz darstellen könnte.


Ich bin zwar in einem Fitnessstudio, gehe dort aber am liebsten in die Sauna – sind diese wieder geöffnet?
Ja - seit Montag, den 22.06. können Sie an den Sportgeräten vorbei auch direkt in die Sauna gehen.
Alle Saunen, auch in Schwimmbädern oder Hotelanlagen, können ab diesen Zeitpunkt wieder anheizen und Aufgüsse für ihre Gäste anbieten.

Können wir als Boßelgruppe (rund 20 Personen) wieder einen Wettbewerb veranstalten?
Ja, das können Sie durchaus, in einer Gruppe bis zu 30 Personen. Dabei benötigen Sie weder eine Mund-Nasen-Bedeckung und müssen auch nicht zwingend den Abstand dauerhaft einhalten. Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, sind Sie aber verpflichtet, die Kontaktdaten aller Mitspielerinnen und Mitspieler zu dokumentieren.


Unser Heimatverein möchte eine organisierte Radtour durch die Landschaft anbieten – ist das zulässig?
Auf jeden Fall, aber bitte nur mit bis zu 30 Personen, wenn Sie nicht streng auf die Abstandsregel achten wollen. Gleiches gilt auch für Touren von Wandervereinen oder Wandergruppen. In einer Gruppe bis zu 30 Personen ist auch dies ohne zwingende Abstandsregelung möglich. Gleichwohl müssen Sie zum Nachvollziehen möglicher Infektionsketten die Kontaktdaten Ihrer Gruppe dokumentieren.

Dürfen unsere Angehörige im Alten- und Pflegeheim die Einrichtung auch mal verlassen?
In Heimen für ältere und pflegebedürftige Menschen sowie für Menschen mit Behinderungen muss das Hygienekonzept unverzüglich den Bewohnerinnen und Bewohnern wieder Ausgänge ermöglichen und dabei eine Regelung für das kurzzeitige Verlassen der Einrichtung enthalten. So soll sichergestellt werden, dass ein Spaziergang im Park für die mobilen Bewohnerinnen und Bewohner wieder möglich ist.

Was soll das eigentlich immer noch mit den Kontaktdaten im Restaurant oder Kneipe? Ich will das nicht und finde das überflüssig!
Dann sollten Sie vielleicht besser auf Besuche in solchen Einrichtungen verzichten?! Denn die Dokumentation der Kontaktdaten ist eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass wir alle diese schönen Dingen des Alltags TROTZ der weiterhin bestehenden Infektionsgefahr wieder nutzen können. Die vorgenommenen Lockerungen stehen vor allem unter dem Vorbehalt, dass ein mögliches Infektionsgeschehen schnell und gezielt wieder eingefangen werden kann. Nur dazu dienen die Kontaktdaten und insofern können (und sind) sie auch spätestens nach einem Monat wieder zu vernichten.
Sie helfen den Gastronomen, dass diese wieder Ihrer Arbeit nachgehen können. Wir selber können so wieder mehr und mehr Normalität genießen. Und Sie schützen dennoch sich und andere, wenn bei einem Ausbruch mögliche Kontaktpersonen schnell identifiziert werden können.
Im Ergebnis profitieren alle davon und dies bei recht geringem Aufwand.

Was ist dabei mit meinen Daten? Eine Liste, wo ich die Informationen von anderen Gästen lesen kann?
Datenschutz ist auch hier wichtig! Eine offen zugängliche Liste, in die sich nacheinander die Kundinnen und Kunden selbst eintragen, ist aus Datenschutzgründen definitiv nicht zulässig. Sie können dies durchaus im Restaurant oder Café ansprechen und auf diesen Missstand hinweisen.
Ansonsten gilt, dass diese Dokumentation spätestens nach einem Monat zu löschen bzw. zu vernichten ist. Genutzt werden darf sie nur im Falle eines Infektionsgeschehens durch das Gesundheitsamt. Die Daten sind technisch und organisatorisch vor unberechtigten Einblicken und vor Zugriff zu schützen.



Und wenn ich dann einen falschen Namen angebe?
Dann berauben Sie sich und vor allem die anderen Menschen in Ihrem Umfeld der Möglichkeit, schnell und zielgerichtet auf ein etwaiges Infektionsgeschehen reagieren zu können. Die Angabe von falschen Daten ist daher schlicht verantwortungslos – auch für Ihren eigenen Schutz im Infektionsfall!
Im Übrigen sind die Betreiberinnen und Betreiber von entsprechenden Einrichtungen mit Dokumentationspflicht gehalten, bei offensichtlichen Unstimmigkeiten nachzufragen. Sie können ggf. auch den Zutritt bzw. eine Dienstleistung oder den Service verwehren.



Meine Mutter ist tagsüber in einer Tagespflegeeinrichtung untergebracht. Dort hat sie wertvolle soziale Kontakte. Wann darf sie dort wieder hin?
In Tagespflegeeinrichtungen ist der Notbetrieb mittlerweile beendet: Mit entsprechendem Hygienekonzept dürfen alle Plätze wieder belegt werden. Soweit eine volle Belegung im Rahmen des Hygienekonzeptes nicht möglich ist, entscheidet die Leitung der Einrichtung darüber, welche Personen die Leistungen in Anspruch nehmen dürfen.



Meine Eltern kommen allein in ihrem Haushalt nicht mehr zurecht. Eine alternative Wohnstätte in einem Altenheim hatten wir bereits im März gefunden. Können die Eltern jetzt einziehen?
Ja, die Pflegeeinrichtung darf ihre Eltern aufnehmen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Verantwortlichen Ihre Eltern für zwei Wochen in Quarantäne nehmen oder alternativ, wenn die Einrichtung

- 14 Tage lang sicherstellt, dass ein Abstand von 1,50 Metern zu anderen Bewohnerinnen und Bewohnern eingehalten wird,

- dass fortlaufend beobachtet wird, ob die neuen Bewohnerinnen und Bewohner Symptome einer COVID-19-Erkrankung entwickeln und dass sie sich im Falle des Auftretens entsprechender Symptome unverzüglich ärztlich vorstellen.

Damit soll gewährleistet werden, dass andere Heimbewohnerinnen und Heimbewohner vor einer eventuellen Infektion mit dem Covid-19-Virus geschützt werden.



Mein Vater muss nach einem Krankenhausaufenthalt in Kurzzeitpflege, damit er wieder auf die Beine kommt. Geht das überhaupt?
Ja. In einer speziellen Kurzzeitpflegeeinrichtung oder in einer Rehaklinik ist die Kurzzeitpflege möglich, auch ohne dass Ihr Vater in Quarantäne genommen wird.



Ich habe Probleme in meinem privaten Umfeld und brauche Unterstützung!
Soziale Hilfe oder Beratungsangebote dürfen wieder gemacht werden, Sie können sich in allen Lebenslagen 1:1 bzw. als Familie beraten lassen. Auch Angebote der Kinder- und Jugendhilfe dürfen wieder starten und Angebote für bis zu 10 Personen machen.



Wie ist das mit Selbsthilfegruppen oder Gruppenangeboten in Hilfs- und Beratungseinrichtungen?
Gruppenangebote in einer sozialen Hilfs- und Beratungseinrichtung für suchtkranke Menschen sind wieder zulässig, natürlich unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen. Gleiches gilt auch für die Einzelberatung in solchen Einrichtungen (z.B. Gewaltberatungsstellen, Schwangerschaftsberatungen, Suchtberatungen, Täterberatungen). Dies gilt auch ausdrücklich für Selbsthilfegruppen.



Meine Schwester hat eine Behinderung. Wann darf sie ihre Arbeitskollegen und Freunde in der Einrichtung wieder treffen?
Behinderteneinrichtungen dürfen jetzt wieder ohne zahlenmäßige Beschränkung ihre Plätze belegen. Dabei muss jeder Mensch mit Behinderung der Wiederaufnahme seiner Beschäftigung oder Betreuung zugestimmt haben.
Die Träger der Werkstätten müssen durch geeignete Maßnahmen sicherstellen, dass Abstands- und Hygieneregeln eingehalten und Nahkontakte soweit wie möglich verhindert werden. Dies gilt auch während der Fahrten zwischen Angebots- und Wohnort.
In der Werkstatt muss es eine Eingangskontrolle geben und alle müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.



Was muss sonst in den Einrichtungen beachtet werden?
Der Zugang zur Werkstatt muss kontrolliert werden und der Zugang von Besucherinnen und Besucher ist auf das Notwendigste zu beschränken. Von allen, die die Werkstatt betreten, müssen Name, Vorname, Anschrift und Telefonnummer sowie die Uhrzeiten des Betretens und des Verlassens erfasst werden, diese Daten müssen drei Wochen lang aufbewahrt werden.



Wie verhält es sich mit dem Besuchsrecht in Alten- und Pflegeheimen?
In der Tat sind Besuche unter zwingender Beachtung des Hygienekonzeptes der jeweiligen Einrichtung möglich. Dies gilt für Krankenhäuser, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen aber insbesondere auch in Heimen für ältere Menschen, pflegebedürftige Menschen oder Menschen mit Behinderungen.

Die Anzahl der besuchenden Personen ergibt sich aus dem Hygienekonzept der jeweiligen Einrichtung, sofern es dort kein aktuelles Infektionsgeschehen mit dem Corona-Virus gibt. Dazu gibt es eine Dokumentationspflicht, Familienname, Vorname, vollständige Anschrift und eine Telefonnummer sowie der Zeitpunkt des Betretens und Verlassens müssen seitens der Einrichtung erhoben und für drei Wochen aufbewahrt werden. So wird es ggf. möglich, ein eventuelles Infektionsgeschehen durch die Gesundheitsbehörde nachzuvollziehen.



Gibt es zeitliche Beschränkungen (z.B. nur 15 Minuten) und dürfen wir auch mit der ganzen Familie besuchen?
Eine zeitliche Vorgabe bzw. Einschränkung macht die Verordnung hierzu nicht.

Die Anzahl der besuchenden Personen ergibt sich aus dem Hygienekonzept der jeweiligen Einrichtung, sofern es dort kein aktuelles Infektionsgeschehen mit dem Corona-Virus gibt.



Kann uns dennoch der Zugang verwehrt werden? Zum Beispiel, weil kein Hygienekonzept im Pflegeheim vorliegt?
Es gehört zu den Grundrechten auch von Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern, sich frei zu bewegen und ihre Familie und Freunde zu treffen. Diese Grundrechte kann und will die Landesregierung nicht über ein unbedingt erforderliches Maß hinaus einschränken. Alle Einrichtungen sind daher aufgefordert unverzüglich ein Hygienekonzept zu erstellen (soweit nicht ohnehin bereits geschehen) und Besuche zu ermöglichen.



Gefährden wir damit nicht vor allem ältere Menschen in den Einrichtungen?
Oberste Priorität ist und bleibt der Schutz der Menschen, insbesondere derjenigen, die zur Risikogruppe für schwere Verläufe bei einer Covid-19 Infektion gehören. Aus diesem Grund sind die Vorgaben eines Hygienekonzeptes durch die Einrichtung zwingend einzuhalten.
Doch neben dem Schutz vor der Krankheit gibt es noch einen weiteren Aspekt, der mit diesem Schutzauftrag nur schwer in Einklang zu bringen ist: Das Problem der sozialen Isolation!
Deswegen ist das Besuchsrecht ein wichtiges Signal, sowohl für die Angehörigen als auch für die Bewohnerinnen und Bewohner und Patientinnen und Patientinnen selbst.
Sie können jedoch die Infektionsgefahr reduzieren, wenn die Besuche mit Augenmaß erfolgen und die Besucherinnen und Besucher besonders darauf achten, sich selbst nicht anzustecken.



Dürfen Eltern/Familienangehörige oder auch Freunde, die zu Besuch sind in der Wohnung übernachten?
Die Verordnung regelt kein Übernachtungsverbot, sofern man Besuch empfängt. Bitte machen Sie von dieser Möglichkeit aber nur sehr umsichtig Gebrauch. Es wäre gut, wenn sich in Ihrem Haushalt nicht stetig neue Personen aus mehreren anderen Hausständen aufhalten.



Wenn wir mit befreundeten Familien einen Ausflug machen wollen, müssen wir dabei Abstand halten?
Sie dürfen mit anderen Personen einen gemeinsamen Ausflug machen, wenn sie als Gruppe nicht mehr als 10 Personen sind oder ihre Gruppe (ggf. sogar größer) nur aus zwei Haushalten besteht. Das Abstandsgebot gilt in diesem Kreis nicht, allerdings zu anderen Personen, die Ihnen begegnen.
Nutzen Sie diese Möglichkeit bitte mit Bedacht und Augenmaß. Nur die umsichtigen Verhaltensweisen der Niedersächsinnen und Niedersachsen haben das Infektionsgeschehen trotz vieler Lockerungen positiv stabilisieren können und diesen Trend sollten wir gemeinsam fortsetzen.



Darf ich mich wieder mit meiner ganzen Freundesgruppe draußen treffen?
Durchaus! Die „ganzen Freundesgruppe“ muss sich allerdings auf die Anzahl von 10 Personen beschränken oder darf nur aus zwei Haushalten bestehen. Ein anderer Haushalt, das kann eine andere Familie, aber auch beispielsweise eine WG sein.



Wie ist das bei einem kleinen Grillevent mit den Nachbarn im eigenen Garten – wo liegt die Grenze an Personen?
Orientierung gibt vor allem die 10er-Gruppen-Regel im öffentlichen Raum.
Auch hier gilt es vor allem die persönliche Balance herzustellen zwischen dem Bedürfnis nach sozialen Kontakten und Alltagsnormalität auf der einen Seite und dem Wunsch nach Schutz vor einer Ansteckung, sei es für mich persönlich oder für die Menschen mit denen ich in Kontakt bin, auf der anderen Seite.
Soweit Sie dennoch mehr Personen in Ihrem Garten einladen, dann weisen wir daraufhin, dass die stetige Gewährleistung des Mindestabstands von 1,5 m und ein Aufenthalt im Freien mehr Schutz vor einer Infektion ermöglicht, als viele Menschen auf beengten Raum.



Wir sind zu viert in einer Fahrgemeinschaft organsiert – gilt hier noch eine Form von Kontaktbeschränkungen?
Nein, die geltenden Regelungen sehen hierzu keine Beschränkung vor. Analog zu den Vorschriften bei Fahrschulen empfehlen wir, dass die Passagiere, die nicht Fahrer/in sind, eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.



Darf ich einen im Sterben liegenden Menschen, dem ich nahestehe, begleiten?
Ja, Abschied nehmen ist wichtig und natürlich zulässig. Die Begleitung Sterbender ist sowohl zuhause als auch in Einrichtungen möglich. In Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern muss sie jedoch im Rahmen und in Absprache mit den dort Verantwortlichen erfolgen.



Unser Motorrad-Club plant am Sonntag eine gemeinsame Tour – mit Abstand ist das doch möglich?
Das Motorrad darf selbstverständlich aus der Garage geholt werden. Und wenn der Club sich bei der Ausfahrt auf 10 Personen beschränkt, dürfen Sie auch gerne gemeinsam fahren.



Wir bekommen ein Baby – wie ist das mit Geburtsvorbereitungskursen?
Auch für diesen erfreulichen Anlass gibt es keine Einschränkungen mehr. Diese sind als Hebammenleistung oder als außerschulisches Bildungsangebot durchführbar.



Es gibt immer wieder Menschen in der Bahn oder in Geschäften, die keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen - das darf doch nicht sein, oder?
Doch, es gibt durchaus Menschen, bei denen es aufgrund einer Behinderung durch eine Mund-Nasen-Bedeckung zu erheblichen Einschränkungen in der Kommunikation oder der Sinnenwahrnehmung kommt (z.B. bei Menschen, die auf Gebärdensprache angewiesen sind, blinde Menschen oder Menschen mit Sprachebehinderungen oder schwerer geistiger Beeinträchtigung etc.). Für diesen Personenkreis gibt es ausdrücklich die Ausnahme, dass beim Einkaufen oder im ÖPNV keine Bedeckung getragen werden muss.



Wie ist das mit Selbsthilfegruppen oder Gruppenangeboten in Hilfs- und Beratungseinrichtungen?
Gruppenangebote in einer sozialen Hilfs- und Beratungseinrichtung für suchtkranke Menschen sind wieder zulässig, natürlich unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen. Gleiches gilt auch für die Einzelberatung in solchen Einrichtungen (z.B. Gewaltberatungsstellen, Schwangerschaftsberatungen, Suchtberatungen, Täterberatungen).



Wir wollen unseren älteren Nachbarn helfen und wissen nicht, ob wir das wegen des Risikos machen dürfen?
Unbedingt dürfen Sie das! Es gibt viele Menschen, die sich in dieser Zeit über Unterstützung freuen, wenn nicht sogar darauf angewiesen sind. Sprechen Sie Ihre Nachbarn daher ruhig an – beachten Sie dabei aber bitte zwingend den Mindestabstand von 1,5 Metern. Sie können auch gerne Ihre Telefonnummer in den Briefkasten oder an die Tür stecken. Es gibt viele Wege, um in Kontakt zu treten und zu helfen! Und bei einem Kontakt (zum Beispiel: Einkauf vorbeibringen) schützen Sie Ihre Nachbarn am besten, wenn Sie dabei eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.



Welche öffentliche Versammlungen oder Zusammenkünfte sind noch verboten?
Alle öffentlichen Veranstaltungen, Zusammenkünfte und ähnliche Ansammlungen von Menschen mit über 1000 Teilnehmenden oder Zuschauenden sind bis zum 31. Oktober verboten.
Unabhängig von der Anzahl der Teilnehmenden sind außerdem alle Volksfeste, Kirmesveranstaltungen, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen- und Schützenfeste und ähnliche Veranstaltungen untersagt; auch der Besuch dieser Veranstaltungen bleibt verboten.


Was ist mit politischen Demonstrationen oder Versammlungen?
Versammlungen unter freien Himmel bedürfen keiner Genehmigung durch die Versammlungsbehörde mehr, sondern sind den Regelungen des Versammlungsgesetzes entsprechend von den Veranstalterinnen und Veranstaltern lediglich rechtzeitig anzuzeigen.
Aus Gründen des Infektionsschutzes werden die Veranstalterinnen und Veranstalter aber verpflichtet, geeignete Schutzmaßnahmen zu gewährleisten. Aus demselben Grund sind Beschränkungen der Versammlung durch die Versammlungsbehörde möglich.



Was ist im Autokino oder bei Autokonzerten zu beachten?
Während Sie auf dem Gelände sind, dürfen Sie das das Fahrzeug nicht verlassen. In „begründeten Einzelfällen“ darf das Fahrzeug verlassen werden, wenn Sie einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen außerhalb des Fahrzeugs einhalten. Ein solcher begründeter Einzelfall könnte beispielsweise der nicht aufzuschiebende Besuch einer sanitären Anlage sein. ;-)
Die Betreiber bzw. Veranstalter müssen Maßnahmen zur Steuerung der Zu- und Abfahrt sowie Hygienemaßnahmen treffen, die geeignet sind, die Gefahr einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu vermindern.
Neu ist übrigens, dass Sie ab Montag, 13.7.2020, auch in einem offenen Fahrzeug ein Autokino oder ein Autokonzert besuchen dürfen.



Was ist beim Besuch von Kirchen, Synagogen und Moscheen zu beachten?
Die Religionsgemeinschaften haben sich selbst zu umfangreichen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen verpflichtet, die dann auch in dem einschlägigen § 23 der Rechtsverordnung Eingang gefunden haben. So muss sichergestellt werden, dass jede Person beim Betreten und Verlassen der Einrichtung sowie beim Aufenthalt in der Einrichtung einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu jeder anderen Person, die nicht dem eigenen Hausstand angehört, einhält. Die Nutzung von Gegenständen durch mehrere Personen, insbesondere die Nutzung von Gesangbüchern, Weihwasserbecken, Sammelkörben und Messkelchen, ist nicht möglich. Wieder zulässig sind Zusammenkünfte in Gemeindezentren und gemeindlichen Einrichtungen zur Unterweisung und Vorbereitung von Personen auf religiöse Feste und Ereignisse wie zum Beispiel Erstkommunion, Firmung, Konfirmation, humanistische Jugendfeier, Bar Mizwa und Bat Mizwa, sofern die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden.



zuletzt aktualisiert 10.07.2020

Niedersächsischer Weg in einen neuen Alltag:

Antworten auf Fragen zu den Bereichen Gastronomie/Freizeit/Tourismus/Kultur

Der Lockdown für Gütersloh ist aufgehoben worden – wann können wir wieder nach Niedersachsen reisen und Urlaub machen?

Vom 11.07.2020 an können Menschen aus dem Kreis Gütersloh wieder in Niedersachsen Urlaub machen, ohne sich vorher auf Corona testen zu lassen. Es wird nicht mehr von einem erhöhten Infektionsrisiko durch dort lebende Personen ausgegangen. Gäste aus Gütersloh sind wieder herzlich in Niedersachsen willkommen!


Wenn wir mit den Pkw einen Auslandsurlaub in den Nachbarländern (z.B. Niederlande, Belgien oder auch Polen) machen wollen – dürfen wir das und auf was müssen wir achten?
Sie können durchaus in unsere Nachbarländer reisen. Wir empfehlen Ihnen aber eindringlich, sich kurz vor der Einreise über das dortige Infektionsgeschehen zu informieren und welche Regelungen in diesem Land gelten. Sofern ein Land als Risikogebiet ausgewiesen wurde, wird von nicht notwendigen, touristischen Reisen gewarnt. Die von Ihnen genannten Ländern gehören aktuell (am 10.7.2020) nicht zu den Risikogebieten. Hier geht es zur tagesaktuellen Übersicht der Risikoländer.

Sofern Ihr Reiseland während des Aufenthalts bzw. bei Ihrer Rückreise aufgrund eines stärkeren Infektionsgeschehen zu einem Risikogebiet eingestuft wird, besteht dann die Pflicht einer anschließenden Quarantäne. Bitte beachten Sie, dass eine bewusste Einreise in ein Risikogebiet auch Konsequenzen Ihres Arbeitgebers nach sich ziehen kann. Es ist daher geboten, sich vorab genau zu erkundigen.

»»» Hier geht es zu weiteren Antworten hinsichtlich Auslandsreisen.


Die Sommerferien stehen vor der Tür – welche Angebote sind für Kinder- und Jugendliche nun möglich?
Dieser Bereich ist deutlich ausgeweitet worden: in Jugendherbergen, Familienferien- und Freizeitstätten, Jugend- und Erwachsenenbildungsstätten und ähnlichen Einrichtungen sowie in Kreissportschulen, Landessportschulen und vergleichbaren verbandseigenen Einrichtungen sind Gruppenveranstaltungen und -angebote für Minderjährige und die Aufnahme von Gruppen Minderjähriger jetzt bis zu einer Gruppengröße von 50 Personen zulässig. Gleiches gilt für Angebote der Kinder- und Jugendhilfe nach § 11 SGB VIII.


Darf unser Chor endlich wieder proben?
Tatsächlich kann ihr Chor wieder kräftig singen und proben. Dies gilt auch für den Unterricht von Bläserensembles und Bläserorchester, soweit sie sich an die allgemeinen Abstands- und Hygieneregelungen halten.



Können wir als Boßelgruppe (rund 20 Personen) wieder einen Wettbewerb veranstalten?
Ja, das können Sie durchaus, in einer Gruppe bis zu 30 Personen. Dabei benötigen Sie weder eine Mund-Nasen-Bedeckung und müssen auch nicht zwingend den Abstand dauerhaft einhalten. Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, sind Sie aber verpflichtet, die Kontaktdaten Ihrer Mitspielerinnen und Mitspieler zu dokumentieren.



Unser Heimatverein möchte eine organisierte Radtour durch die Landschaft anbieten – ist das zulässig?
Auf jeden Fall, aber bitte nur mit bis zu 30 Personen, wenn Sie nicht streng auf die Abstandsregel achten wollen. Gleiches gilt auch für Touren von Wandervereinen oder Wandergruppen. In einer Gruppe bis zu 30 Personen ist auch dies ohne zwingende Abstandsregelung möglich. Gleichwohl müssen Sie zum Nachvollziehen möglicher Infektionsketten die Kontaktdaten Ihrer Gruppe dokumentieren.

Müssen wir bei einer Wattwanderung eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen?
Nein. Die Mund-Nasen-Bedeckung ist insbesondere dann wichtig, wenn aufgrund der örtlichen Bedingungen nicht der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann (z.B. an Haltestelle im ÖPNV).
Im Watt, wie auch bei allen anderen Führungen unter freien Himmel (durch Natur und Landschaft, Freilichtmuseen etc.) ist dies durchaus möglich. Von daher braucht es hier keine Bedeckung.

Sind Fahrten mit einem Heißluftballon wieder möglich?
Im Bereich der touristischen Aktivitäten ist auch dieses luftige Vergnügen wieder zulässig. Da hier naturgemäß die Einhaltung des Mindestabstandes schwierig ist, verweisen wir - analog zu den Bedingungen bei Seilbahnen - auf die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, um sich und andere vor einer möglichen Infektion zu schützen.

Hat sich in Restaurants etwas geändert – sind Buffets jetzt wieder zulässig?
Ja, ab Montag, den 13.07.2020 sind auch Buffets mit Selbstbedienung in Restaurants, Hotels etc. wieder zulässig und können entsprechend des Hygienekonzepts angeboten werden.
Ansonsten gilt wie bisher die Regelung, dass man mit einer Gruppe von bis zu 10 Personen an einem Tisch sitzen kann, unabhängig von dem jeweiligen Hausstand. Wichtig bleibt dabei der persönliche Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen, die nicht zu Ihrem Hausstand bzw. einem weiteren oder zu Ihrer gemeinsamen 10er-Gruppe gehören.



Was soll das eigentlich immer noch mit den Kontaktdaten im Restaurant oder Kneipe? Ich will das nicht und finde das überflüssig!
Dann sollten Sie vielleicht besser auf Besuche in solchen Einrichtungen verzichten?! Denn die Dokumentation der Kontaktdaten ist eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass wir alle diese schönen Dingen des Alltags TROTZ der weiterhin bestehenden Infektionsgefahr wieder nutzen können. Die vorgenommenen Lockerungen stehen vor allem unter dem Vorbehalt, dass ein mögliches Infektionsgeschehen schnell und gezielt wieder eingefangen werden kann. Nur dazu dienen die Kontaktdaten und insofern können (und sind) sie auch spätestens nach einem Monat wieder zu vernichten.
Sie helfen den Gastronomen, dass diese wieder Ihrer Arbeit nachgehen können. Wir selber können so wieder mehr und mehr Normalität genießen. Und Sie schützen dennoch sich und andere, wenn bei einem Ausbruch mögliche Kontaktpersonen schnell identifiziert werden können.
Im Ergebnis profitieren alle davon und dies bei recht geringem Aufwand.

Was ist dabei mit meinen Daten? Eine Liste, wo ich die Informationen von anderen Gästen lesen kann?
Datenschutz ist auch hier wichtig! Eine offen zugängliche Liste, in die sich nacheinander die Kundinnen und Kunden selbst eintragen, ist aus Datenschutzgründen definitiv nicht zulässig. Sie können dies durchaus im Restaurant oder Café ansprechen und auf diesen Missstand hinweisen.
Ansonsten gilt, dass diese Dokumentation spätestens nach einem Monat zu löschen bzw. zu vernichten ist. Genutzt werden darf sie nur im Falle eines Infektionsgeschehens durch das Gesundheitsamt. Die Daten sind technisch und organisatorisch vor unberechtigten Einblicken und vor Zugriff zu schützen.

Und wenn ich dann einen falschen Namen angebe?
Dann berauben Sie sich und vor allem die anderen Menschen in Ihrem Umfeld der Möglichkeit, schnell und zielgerichtet auf ein etwaiges Infektionsgeschehen reagieren zu können. Die Angabe von falschen Daten ist daher schlicht verantwortungslos – auch für Ihren eigenen Schutz im Infektionsfall!
Im Übrigen sind die Betreiberinnen und Betreiber von entsprechenden Einrichtungen mit Dokumentationspflicht gehalten, bei offensichtlichen Unstimmigkeiten nachzufragen. Sie können ggf. auch den Zutritt bzw. eine Dienstleistung oder den Service verwehren.

Der Kramermarkt ist die fünfte Jahreszeit in Oldenburg – kann er Ende September stattfinden?
Leider nicht. Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern bleiben bis mindestens Ende Oktober untersagt. Damit setzt Niedersachsen einen Beschluss der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin vom 17.06.2020 um. Dies betrifft leider die Durchführung aller Volksfeste, Kirmesveranstaltungen, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen- und Schützenfeste und ähnliche Veranstaltungen; auch der Besuch dieser Veranstaltungen bleibt verboten.

Ich bin zwar in einem Fitnessstudio, gehe dort aber am liebsten in die Sauna – sind diese wieder geöffnet?
Ja - ab Montag, den 22.06. können Sie an den Sportgeräten vorbei auch direkt in die Sauna gehen.
Alle Saunen, auch in Schwimmbädern oder Hotelanlagen, können ab diesen Zeitpunkt wieder anheizen und Aufgüsse für ihre Gäste anbieten.


Mit wie vielen Personen darf ich gemeinsam Urlaub in einer Ferienwohnung, einem Ferienhaus oder auf einem Campingplatz machen?
Im Rahmen der grundsätzlichen Kontaktregelungen können bis zu zehn Personen gemeinsam ihren Urlaub in einer Parzelle auf einem Campingplatz oder in einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus verbringen, unabhängig davon, ob sie aus einem Hausstand kommen oder nicht.


Was ist bei touristischen Busreisen für mich wichtig?
Wie in nahezu allen Bereichen gelten auch bei Busreisen spezielle Hygiene-, Schutz- und Abstandsregelungen, die vor allem durch die Unternehmerinnen und Unternehmer zu gewährleisten sind. Zu Ihrem eigenen Schutz sollte Sie diese bei einer Reise zwingend beachten, genauso wie die Dokumentation Ihrer Kontaktdaten erforderlich ist.

So muss während des Aufenthalts im Bus, soweit es die Anzahl der Fahrgäste ermöglicht, dass Abstandsgebot von 1,5 Metern eingehalten werden.
Der Mund-Nase-Schutz muss während des gesamten Aufenthalts im Bus sowie beim Betreten und Verlassen des Fahrzeugs getragen werden. Diese Regelungen gelten nicht für Busreisen, die in einem anderen Bundesland begonnen haben und durch Niedersachsen führen. Hier gelten die Regelungen des jeweiligen Bundeslandes.



Gibt es noch gastronomischen Betriebe, die nicht öffnen dürfen?
Lediglich der Betrieb von Clubs und Diskotheken sowie von Einrichtungen, in denen Shisha-Pfeifen zum Konsum angeboten werden ist derzeit noch nicht zulässig.


Welche Auflagen müssen beachtet werden?
Um eine Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden, müssen im Rahmen eines Hygienekonzepts Maßnahmen zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen sowie Hygienemaßnahmen getroffen werden. Außerdem müssen sowohl Personal als auch Gäste darauf achten, den Mindestabstand von 1,5 Metern zu Personen einzuhalten, soweit diese nicht zum selben bzw. einem weiteren Hausstand gehören oder zur gemeinsamen 10er-Gruppe gehören. Das Service-Personal ist verpflichtet, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen.

Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, muss die Betreiberin oder der Betreiber der Gaststätte den Familiennamen, Vornamen, die vollständige Anschrift und eine Telefonnummer des Gastes sowie den Zeitpunkt des Betretens und des Verlassens der Gaststätte dokumentieren. Gehören mehrere Gäste demselben Hausstand an, genügt es, die Daten eines Gastes zu dokumentieren. Die Gaststätte muss die Daten drei Wochen aufbewahren; spätestens nach einem Monat sind sie zu löschen. Gäste dürfen nur bedient werden, wenn sie bereit sind, bei der Dokumentation mitzuwirken.


Warum dürfen Restaurants und Kneipen aber keine Clubs und Diskotheken öffnen?
Da es nach wie vor darum geht, die Kurve von Neuinfektionen flach zu halten, können zwangsläufig nicht alle Bereiche in der Gastronomie hochgefahren werden. Gerade in Clubs und Diskotheken kommen Menschen sich oft näher, als es z.B. in Restaurants oder Kneipen der Fall ist.


Muss ich als Gast beim Tourismus in Niedersachsen noch etwas beachten?
Neben der Beachtung der allgemeinen Regeln zu Hygiene- und Schutzmaßnahmen, die vor Ort durch die Betreiber und Betreiberinnen im Hotel- und Gastronomiebereich umzusetzen sind, steht Ihrem Urlaub in Niedersachsen fast nichts mehr im Weg.
Die Überfahrtsmöglichkeiten zu den ostfriesischen Inseln werden in der Landesverordnung ebenfalls nicht mehr eingeschränkt. Beachten Sie aber bitte, dass es in den jeweiligen Landkreisen durchaus regionale Regelungen zum Aufenthalt auf den Inseln geben kann und informieren Sie sich daher direkt bei der Kommune.

Was ist mit Schwimmbädern?
Freibäder konnten unter den üblichen Abstands- und Hygieneregelungen bereits seit dem 25. Juni wieder besucht werden. Seit dem 08.06.2020 können nunmehr alle Formen von Schwimmbädern (Spaß- und Hallenbäder) wieder öffnen.


Welche kulturellen Einrichtungen sind wieder geöffnet?
Geöffnet sind derweil alle Museen und Ausstellungen, egal ob in geschlossenen Räumen oder draußen. Dazu gehören dann auch Freilichtmuseen und Gedenkstätten aller Art. Wichtig bleibt, dass bei dem Besuch von Ausstellungen, Indoor-Museen und Gedenkstätten zu jedem Zeitpunkt der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird.
Die Betreiberinnen und Betreiber der Einrichtung sind verpflichtet, ein entsprechendes Hygienekonzept nach § 3 der Verordnung zu erstellen.


Welche Regelungen gelten denn für den Besuch zoologischer Gärten, Tierparks, Freilichtmuseen, botanischer Gärten und ähnlicher Einrichtungen mit weitläufigen Anlagen im Freien?
Der Besuch solcher Einrichtungen ist zulässig, wenn sichergestellt ist, dass jede Person beim Betreten und Verlassen der Einrichtung sowie beim Aufenthalt in der Einrichtung zu jeder Zeit einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu jeder anderen Person, die nicht zum eigenen noch zu einem weiteren Hausstand gehört oder zu einer anderen 10er Gruppe, einhält. Die Betreiberinnen und Betreiber der Einrichtung sind verpflichtet, ein entsprechendes Hygienekonzept nach § 3 der Verordnung zu erstellen.

zuletzt aktualisiert 10.07.2020


Niedersächsischer Weg in einen neuen Alltag:

Antworten auf Fragen zu den Bereichen Einzelhandel und Dienstleistungen

Sind Tantra-Massagen als körpernahe Dienstleistung zulässig?
Im gewerblichen Sinne sind Tantra-Massagen tatsächlich nicht möglich, da diese dem Bereich der sexuellen Dienstleistungen zuzuordnen und diese derzeit unzulässig sind. Die Einstufung als sexuelle Dienstleistungen ist kürzlich auch durch das Verwaltungsgericht Düsseldorf (Az: 7 L 1186/20) bestätigt worden.


Gibt es noch Bereiche im Einzelhandel oder bei Dienstleistungen die geschlossen sind?
Nein, seit dem 11. Mai 2020 können wieder alle Geschäfte und Läden, egal wie groß ihre Verkaufsfläche ist, öffnen. Allerdings gelten auch hier Abstands- und Hygienevorschriften. So sind alle Kundinnen und Kunden verpflichtet, in einem Laden eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Außerdem muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern gehalten werden. Auch im Bereich der Dienstleistungen (von Friseursalons über Pediküre bis hin zu Solarien und Tattoostudios) kann wieder alles geöffnet werden.

Für alle diese Bereiche gelten teils sehr detaillierte Hygienekonzepte und die gewohnten Abstandsregelungen sowie teilweise auch die Pflicht zur Dokumentation Ihrer Kontaktdaten.
Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen dürfen noch nicht geöffnet werden, auch Straßenprostitution ist weiterhin nicht zulässig.

»»» Hier geht es zu weiteren Antworten auf Fragen zum Thema Einzelhandel.


Welche Regeln gelten noch für den Einzelhandel?
Die Menschen haben sich bislang im Einzelhandel zu einem großen Teil sehr umsichtig und vorsichtig verhalten. Das sollte bitte auch weiterhin geschehen.
Dazu gehört auch weiterhin die Pflicht für Kundinnen und Kunden, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. In Einkaufscentern und Passagen ist sicherzustellen, dass Ansammlungen auf den Verkehrsflächen, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten wird, verhindert werden.



Welche Regeln gelten auf dem Wochenmarkt und auf den (nur unter Einschränkungen zulässigen) Spezialmärkten?
Auch auf dem Wochenmarkt und auf Spezialmärkten gilt eine Pflicht, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Außerdem müssen auch hier die Abstandsregelungen eingehalten werden.



Wie ist das mit Selbst-Erntefeldern in dieser Zeit?
Das Betreten der Felder, zum Beispiel Erdbeerfelder zum Selbstpflücken, ist unter Beachtung der allgemeinen Abstands- und Hygieneregelungen erlaubt.



zuletzt aktualisiert am 10.07.2020

Niedersächsischer Weg in einen neuen Alltag:

Antworten auf Fragen zu den Bereichen Schule/Kita/Bildung

»»» Hier geht es zu Fragen und Antworten zum Unterricht und Notbetreuung in Schulen


»»» Hier geht es zu Fragen und Antworten zum Betrieb und Notbetreuung in Kindertageseinrichtungen


»»» Hier geht es zur Übersichtsseite des Kultusministeriums


Können unser Abiball und unsere Abschlussfahrt stattfinden?
Leider nein. Abiball und Schulfahrten sind bis auf weiteres verboten. Untersagt sind leider auch Sportveranstaltungen, Theateraufführungen, Vortragsveranstaltungen, Projektwochen, Konzerte und vergleichbare Veranstaltungen.


Finden Volkshochschul- und Musikschulkurse und andere Weiterbildungsangebote wieder statt?
Ab dem 11.05.2020 dürfen außerschulische Bildungsangebote – dazu zählen u.a. Volkshochschulkurse – wieder wahrgenommen werden. Auch Prüfungen dürfen stattfinden.
Dies gilt auch für die Musikschulen, incl. der Bläserensembles und Bläserorchester sowie Chöre.

Für alle Einrichtungen gilt: Eine Wiederaufnahme der Angebote ist nur dann zulässig, wenn sichergestellt ist, dass beim Betreten und Verlassen der Einrichtung sowie beim Aufenthalt ein Mindestabstand von 1,50m zwischen Personen eingehalten werden kann.
Außerdem müssen die Kontaktdaten (Familienname, Vorname, vollständige Anschrift und eine Telefonnummer) der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgenommen und drei Wochen lang von der Einrichtung aufbewahrt werden, damit das Gesundheitsamt im Falle einer Infektion mögliche Infektionsketten nachvollziehen kann. Spätestens nach einem Monat sind diese Daten zu löschen.

Weiterführende Informationen für die Erwachsenen- und Weiterbildung finden Sie auf der Website der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB).


Wir bekommen ein Baby – wie ist das mit Geburtsvorbereitungskursen?
Auch für diesen erfreulichen Anlass gibt es keine Einschränkungen mehr.



Wie verhält es sich, wenn ich in meinem Haushalt Kinder aus anderen Familien betreuen will? Geht das?
Die private Betreuung von Kindern ist zulässig. Mit der Änderung zum 06.07.2020 ist die Beschränkung auf drei Haushalte weggefallen, ab dem 13.7.2020 wird die mögliche Zahl der Kinder erweitert auf 5 Kinder aus anderen Familien zuzüglich zu den eigenen. Wichtig ist aber, dass Sie geeignete Maßnahmen zum Infektionsschutz ergreifen. Und wie bisher sind Sie verpflichtet, die Kontaktdaten der betreuten Kinder zu dokumentieren.



Gibt es irgendwelche Zeitvorgaben für die private Betreuung von Kindern?
Nein, auch diese Vorgaben sind mit Änderung der Verordnung seit dem 06. 07.2020 weggefallen.



Muss ich irgendwelche Vorschriften für die Betreuung der Kinder beachten?
Die betreuende Person muss geeignete Maßnahmen ergreifen, um die Gefahr einer Corona-Infektion möglichst klein zu halten. Dabei muss insbesondere auf eine gute Hygiene und - wenn irgend möglich - auch auf Abstände geachtet werden. Es ist jedoch klar, dass im privaten Bereich Kinder nicht ununterbrochen 1,5 Meter Abstand einhalten werden. Umso wichtiger ist, dass sich die kleine Kindergruppe so viel wie möglich draußen aufhält oder die Räume, in denen sie spielt, zumindest gut belüftet sind. Man sollte die Kinder auch immer wieder daran erinnern, dass sie in die Armbeuge husten oder niesen und sich möglichst oft und gut die Hände waschen. Eine Mund-Nase-Bedeckung muss nicht getragen werden. Mit der Atmung unter einer Maske haben kleine Kinder oft Schwierigkeiten.



Sollten die privat betreuten Kinder und die Betreuungspersonen Alltagsmasken tragen?
Auf Mund-Nase-Bedeckungen sollte man insbesondere bei kleinen Kindern verzichten. Kleine Kinder können die Atmung unter der Maske meist noch nicht korrekt durchführen. Es ist auch nicht sehr wahrscheinlich, dass diese ununterbrochen richtig getragen werden und sie bergen durchaus auch Erstickungs- und Verletzungsgefahren beim Spielen.



Ich habe gehört, dass es auch Dokumentationspflichten gibt?
Ja, während des gesamten Betreuungszeitraums muss die betreuende Person die Namen, Vornamen und die Anschrift aller bei ihr betreuten Kinder in geeigneter Weise dokumentieren. Gut wäre es, wenn sie sich auch die Telefonnummern aufschreiben. Nur so können etwaige Infektionsketten nachverfolgt werden, falls bei einem Kind oder einem Elternteil das Coronavirus nachgewiesen wird. Dem Gesundheitsamt muss in solch einem Fall die Dokumentation vorgelegt werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort benötigen sie für die Nachverfolgung von Infektionsketten. Ansonsten sind all diese Informationen nach einer angemessenen Zeit von etwas über drei Wochen nach Beendigung der Betreuungssituation zu löschen. Ein Kind darf nur betreut werden, wenn eine Erziehungsberechtigte oder ein Erziehungsberechtigter mit der Dokumentation einverstanden ist.



Was passiert, wenn sich ein Kind oder sogar mehrere Kinder infizieren? Muss die betreuende Person dann haften?
Nein, eine besondere Haftung besteht nicht. Allen Eltern, die ihr Kind in eine solche private Betreuungsgruppe geben, muss aber bewusst sein, dass damit auch ein gewisses Infektionsrisiko verbunden ist.

Wo sind zuverlässige Informationen und Hinweise zu finden?

Für aktuelle und verlässliche Informationen zum Coronavirus gibt es einige weitere Anlaufstellen.

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