Niedersachen klar Logo

Alltag in Zeiten des Coronavirus – Antworten auf häufig gestellte Fragen

zuletzt aktualisiert am 23.11.2020

Tipp: Mit der Tastenkombination STRG + F oder der Funktion „Seite durchsuchen“ im Browser-Menü können Sie den Text nach Schlüsselwörtern durchsuchen, zum Beispiel „feiern“ oder „Kino“ oder "Inzidenz" um die entsprechende Antwort schnell zu finden. Aktuelle Fragen befinden sich zu Beginn des Textes.

Für konkrete Themenstellungen können Sie auch direkt unsere nachstehenden Sprungmarken nutzen:

» Kontaktregelungen und allgemeine Fragen zur Verordnung
» Handel/Dienstleistungen/Veranstaltungen
» Schule/Kita/Kinder
» Corona-Warn-App

Rechts in der Spalte (bzw. mobil am Ende des Artikels) finden Sie dazu weitere Antworten - sortiert nach Themengebieten, wie beispielhaft zu Reisen, Sport oder zur Mund-Nasen-Bedeckung.

Die vielen Informationen zu Corona überfordern mich – wer kann mir weiterhelfen?
Die zentrale Corona-Hotline der Niedersächsischen Landesregierung erreichen Sie unter der Telefonnummer 0511 120-6000 von Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr sowie am Sonnabend und Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

» Übersicht mit weiteren wichtigen Hotlines und Hilfsangeboten


Fragen und Antworten rund um Kontaktbeschränkungen und Private Zusammenkünfte sowie allgemeiner Natur zur Verordnung
(zuletzt aktualisiert am 23.11.2020)


Die Zahlen steigen doch jetzt nicht mehr so stark - wie geht es jetzt weiter?
Noch wissen wir nicht, ob der aktuell zu beobachtende Trend des Abflachens der Infektionskurve anhalten wird. Nach wie vor werden täglich viele Menschen mit einer Corona-Infektion in die Kliniken eingeliefert, auch die Zahl der COVID 19-Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen nimmt zu und die Verweildauer beträgt häufig mehrere Wochen. Unser gemeinsames Ziel muss es weiterhin sein, die Zahl der derzeit noch auf einem sehr hohen Niveau liegenden Neuinfektionen deutlich abzusenken, damit dann auch weniger Menschen schwer an Covid-19 erkranken.

Für die Wintermonate brauchen wir daher eine Gesamtstrategie, damit wir alle - vor allem mit Blick auf das Weihnachtsfest - aber auch darüber hinaus eine klare Orientierung haben. Bund und Länder wollen sich bis Mitte nächster Woche auf einen solchen Plan für den mittelfristigen Horizont über Neujahr hinaus verständigen.
Hier finden Sie den Beschluss vom 16.11.2020 sowie das Statement von Ministerpräsident Stephan Weil.

Gibt es durch den Beschluss vom 16. November eine Änderung in den aktuellen Kontaktbeschränkungen?
Nein, aktuell gibt es noch keine Änderung der Niedersächsischen Corona-Verordnung. Damit ist erst Ende des Monats bzw. Anfang Dezember zu rechnen. Dennoch werden aller Bürgerinnen und Bürger herzlich gebeten, in der zweiten Novemberhälfte noch konsequenter als bislang auf direkte Kontakte zu Menschen, die nicht aus ihrem eigenen Hausstand kommen, zu verzichten. Überall dort, wo sich Menschen begegnen steigt das Infektionsrisiko – vor allem bei privaten Zusammenkünften. Wenn möglichst viele Menschen in den nächsten Wochen gänzlich auf private Feiern verzichten und private Treffen möglichst konsequent auf nur einen festen weiteren Hausstand beschränken, steigt die Chance, das Infektionsgeschehen besser in den Griff zu bekommen.




Wie verhält es sich jetzt genau mit den Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum?
Die Infektionslage erfordert leider eine Kontaktreduzierung auf das absolut nötige Minimum und damit gilt die Reduzierung auf maximal 10 Personen, entweder aus höchstens zwei Haushalten oder enge Familienmitglieder – die Summe bleibt aber: maximal 10 Personen, es sei denn, es sind Kinder unter 12 dabei, die muss man nicht mitzählen und die dürfen auch aus aus mehr als zwei Haushalten kommen.

Dürfen unsere Kinder an Laterne-Umzügen teilnehmen?
Im Grunde spricht nichts gegen Laterne-Umzüge, wenn die geltenden Kontakt- und Abstandsregeln eingehalten werden. Zwar gelten die Kontaktbeschränkungen nicht für Gruppen von Kindern bis zu einem Alter von 12 Jahren. Doch ist es vor dem Hintergrund der aktuellen Infektionslage angeraten, nur in kleinen Gruppen an den Umzügen teilzunehmen.


Bei der Religionsausübung gibt es keine Personenbegrenzungen?
Doch, wenn auch keine fest vorgeschriebene Höchstzahl. Abhängig von der Größe der Räumlichkeiten muss die Zahl der teilnehmenden Personen begrenzt werden. Das hängt vom Hygienekonzept ab, das die Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften für ihre Zusammenkünfte umsetzen. Kann der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden, muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Dies gilt sowohl für die Innenräume als auch für die Zu- und Abfahrten. Zudem muss für eine ausreichende Frischluftzufuhr und für die hygienische Reinigung von Oberflächen, Gegenständen und sanitären Einrichtungen gesorgt werden.


Wie ist das jetzt bei Fahrgemeinschaften mit Blick auf die Kontaktbeschränkungen?
Im Grundsatz gilt auch hier die Zwei-Haushalte-Regel, insofern ist eine Fahrgemeinschaft mit vier Personen (aus drei oder vier Haushalten) nicht mehr zulässig.

Bei Fahrten im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit können auch Personen aus mehr als zwei Haushalten zusammenkommen.


Wir müssen im November umziehen – wie viele Freunde dürfen helfen?
Da würde ich vor allem die eigene Familie oder einen weiteren Haushalt fragen, in dem möglichst viele potentielle Helferinnen und Helfer leben. Leider gilt nämlich auch hier die „Zwei-Haushalte-bzw.-Familien-Regel“.


Ich habe neulich was von einem Kontakt-Tagebuch gelesen – gibt es sowas in Niedersachsen auch?
Nach der Niedersächsischen Corona-Verordnung ist es nicht vorgeschrieben, ein Kontakttagebuch zu führen, es stellt aber aus unserer Sicht eine gute Möglichkeit dar, um die eigenen Kontakte zunächst einmal für sich persönlich zu dokumentieren.
Insbesondere wenn Sie immer wieder mit unterschiedlichen Menschen für einen längeren Zeitraum zusammen sind und/oder vielleicht nicht durchgängig den Abstand einhalten können, hilft es im Fall einer Infektion sehr, wenn Sie Ihre Kontakte irgendwo notieren.
Wer weiß schon genau, wen er vor einer Woche an welchem Ort getroffen hat. Eine kurze Notiz hilft da sehr. Es ist egal, ob sie die Kalenderfunktion Ihres Handys nutzen oder die Kontakte in ein Heft oder eine Buch schreiben. Ein paar Notizen jeden Tag würden die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung der Kontakte enorm unterstützen.
Es ist freiwillig, aber wir stellen Ihnen hier gerne einen Muster für ein Kontakt-Tagebuch zur Verfügung.


Gibt es einen Unterschied zwischen der privaten Wohnung und beispielsweise draußen im Park oder Wald (öffentlicher Raum)?
Jein, das Grundprinzip, seine Kontakte auf das absolut nötige Minimum zu reduzieren, gilt sowohl in den eigenen vier Wänden als auch im Öffentlichen Raum. Und dies umfasst maximal 10 Personen aus höchstens zwei Hausständen oder enge Familienangehörige.

Draußen, also im öffentlichen Raum, sind Kinder unter 12 Jahren allerdings nicht in die Höchstzahl einzurechnen.

Also kann eine Familie durchaus mit 14 Personen im öffentlichen Raum unterwegs sein, wenn denn von den 14 Personen vier Kinder unter 12 Jahren dabei sind. Und diese Kinder dürfen auch aus mehr als zwei Haushalten kommen.

Bildergalerie: Übersichten zu Kontaktbeschränkungen und Zusammenkünften sowie Schaubild zu den Angehörigen

Schaubild2 Kontaktregelungen im Privaten Raum  
Schaubild2 Kontaktregelungen im Privaten Raum
Schaubild2 Kontaktregelungen im Öffentlichen Raum  
Schaubild2 Kontaktregelungen im Öffentlichen Raum
Schaubild: Übersicht zu Kontakbeschränkungen und private Zusammenkünfte  
Übersicht zu Kontakbeschränkungen und private Zusammenkünfte
Schaubild. Angehörige im Sinne der Corona-Verordung  
Schaubild. Angehörige im Sinne der Corona-Verordung
Und wie ist das dann mit den Kindern zuhause? Dürfen die Kinder noch zusammen spielen?
Wenn bei Ihnen beispielsweise drei oder vier Kinder aus mehr als zwei Haushalten zusammen spielen, ist dies zulässig. Das ist ja insbesondere dann folgerichtig, wenn die Kinder vielleicht sogar vormittags gemeinsam in der Schule oder in der Kita gewesen sind. Dies gilt allerdings nur für Kinder unter 12 Jahren und die Höchstgrenze von insgesamt 10 Personen ist zuhause bitte einzuhalten. Gerade in den eigenen vier Wänden, auch nach dem Spielen im Garten, sollte von zu vielen verschiedenen Haushalts-Kontakten möglichst wenig Gebrauch gemacht werden.
Und wenn wir draußen sind, auf meiner Terrasse und im Garten - gilt die Zwei-Haushalte-Regel auch dort?
Ja, das tut sie! Hier ist es egal, ob draußen oder in den eigenen Räumlichkeiten. Die Grundregel bei Kontakten lautet Reduzierung auf das absolut nötige Minimum.

Unsere Tochter hat am Wochenende Ihren 10. Geburtstag – können wir ein paar ihrer Freunde einladen oder gilt die 2-Haushalte-Regel?
Gerade gegenüber jungen Kindern ist die 2-Haushalte-Regel schwierig zu erklären und zu vermitteln, deshalb gilt sie für Kinder bis zwölf Jahren nicht. Ein kleiner Kindergeburtstag mit insgesamt (inklusive der anwesenden Erwachsenen) bis zu 10 Personen ist möglich. Das macht auch insofern Sinn, als die Kinder ja ohnehin vielleicht noch vormittags gemeinsam in der Schule waren.

Was ist, wenn wir mit 8 Erwachsenen einen Spiele-Abend machen wollen – geht das?
Vermutlich nicht, es sei denn die 8 Personen stammen aus insgesamt zwei Haushalten oder es sind enge Familienmitglieder.

Wir heiraten nächste Woche standesamtlich und sind total verunsichert – wer und wie viele Personen dürfen ins Standesamt?
Eine Beschränkung auf einen bestimmten Personenkreis gibt es hier nicht. Allerdings - auch hier sind zwingend die Maßnahmen eines Hygienekonzepts vorgeschrieben. Folglich richtet sich die Zahl der zugelassenen Personen nach dem verfügbaren Raum. Jeder muss zu jedem anderen (außer zu den eigenen Mitbewohnern und engen Familienangehörigen) 1,5 Meter Abstand halten. Ihr Standesamt wird daher ganz sicher eine zulässige Höchstzahl an Personen mitteilen können.


Wenn ich zuhause mit 10 Personen beisammen bin (Angehörige aus drei Haushalten), muss ich dann tatsächlich 1,5 Meter Abstand einhalten?
Nein - unter Familienangehörigen ist kein Abstand einzuhalten.


Schaubild: Angehörige im Sinne der Corona-Verordnung (nach § 11 Abs. 1, Nr.1 StGB) Bildrechte: StK
Schaubild: Angehörige im Sinne der Corona-Verordnung (nach § 11 Abs. 1, Nr.1 StGB)

Wer zählt denn zu den „engen Familienmitgliedern“?
Hierzu zählen nach § 11 Abs. 1, Nr. 1 StGB folgende Personen:

Verwandte und Verschwägerte gerader Linie, Ehegatten, Lebenspartner, Verlobte, Geschwister, Ehegatten oder Lebenspartner der Geschwister, Geschwister der Ehegatten oder Lebenspartner, und zwar auch dann, wenn die Ehe oder die Lebenspartnerschaft, welche die Beziehung begründet hat, nicht mehr besteht oder wenn die Verwandtschaft oder Schwägerschaft erloschen ist, sowie Pflegeeltern und Pflegekinder.

Hier finden Sie eine vereinfachte Übersicht zu den Angehörigen im Sinne der Corona-Verordnung .

Muss ich dann zu Familienangehörigen oder bei meinen Freunden den Abstand von 1,5 Metern einhalten?
Hier gilt ein Jein bzw. „es kommt drauf an“:
die Niedersächsische Corona-Verordnung sieht zunächst vor, dass Angehörige und Personen, die zusammen in einem Haushalt leben, keinen Abstand halten müssen. Gleiches gilt, wenn man sich mit den Mitgliedern eines weiteren Hausstandes trifft. Treffen Sie sich also mit einer anderen Familie, müssen Sie keinen Abstand halten. Das gilt auch, wenn sich die Bewohnerinnen und Bewohner zweier Wohngemeinschaften treffen. Es wäre aber gut, wenn die Menschen, mit denen Sie einen engeren Kontakt pflegen, möglichst konstant bleiben, also nicht oft wechseln.

Wenn Sie sich privat mit höchstens zehn Personen treffen, müssen Sie auch keinen Abstand halten, es wäre aber gut, wenn Sie das freiwillig dennoch tun.

Bedenken Sie bitte immer, dass man niemandem eine Infektion mit dem Virus auf Anhieb ansehen kann. Seien Sie bitte deshalb auch im Freundes- und Familienkreis immer vorsichtig und schützen Sie so sich selbst und diejenigen, die Ihnen nahestehen.

Die Ausnahmen vom Abstandsgebot umfassen insbesondere:

  • gegenüber Angehörigen im Sinne des § 11 Abs. 1 Nr. 1 des Strafgesetzbuchs
  • gegenüber in einem oder einem weiteren Haushalt lebenden Personen sowie in einer Gruppe von nicht mehr als 10 Personen
  • Gruppe von Kindern unter 12 Jahren
  • im Zusammenhang mit der Ausübung einer beruflichen Tätigkeit oder einer Tätigkeit zur Gefahrenabwehr
  • im Rahmen von Forschung, Lehre, Studium und Weiterbildung an einer Hochschule, soweit von der Hochschule nichts Abweichendes geregelt ist
  • im Rahmen der beruflichen Aus-, Fort- oder Weiterbildung
  • im Rahmen der Aus- und Fortbildung im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes sowie des Rettungsdienstes
  • im Rahmen von Einrichtungen und Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe bei der Sozialen Gruppenarbeit sowie bei der Erziehung in einer Tagesgruppe
  • im Rahmen von Angeboten der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes

Den vollständigen Katalog zu den Ausnahmen finden Sie in § 2 Abs. 2 der aktuellen Verordnung.



Warum gibt es immer Differenzen bei den Angaben zum Inzidenz?

Das bedauern wir sehr und gerne erklären wir dazu die Hintergründe.
Die Datengrundlagen für die Bildung des täglichen Inzidenzwertes stammen ausschließlich aus Ihrem kommunalen Gesundheitsamt. Insofern sind die Veröffentlichungen Ihrer Kommune in der Regel nicht nur regional, sondern auch zeitlich die aktuellste Angabe der tatsächlich bestehenden Inzidenz. Diese täglich in Ihrer Kommune festgestellten Daten werden jeden Abend über das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet und fließen dort in deren Statistik des darauffolgenden Tages ein.
Insofern basiert die Angabe vom RKI immer auf den Zahlen des Vortages. Wenn Ihre Kommune aber dann am Nachmittag beispielsweise die Unter- oder Überschreitung des Inzidenz 35 bzw. 50 vermeldet, geschieht das i.d.R. auf der dann tagesaktuell vorhandenen Datenlage. Folglich können die Zahlen nicht übereinstimmen, da das RKI zum gleichen Zeitpunkt noch die Daten vom Vortag anzeigt.

Die Erstellung der veröffentlichten Inzidenzampel erfolgt auf Datengrundlage des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes. Aufgrund etwas anderer Verarbeitungszeiten kommt es dabei gelegentlich zu geringfügigen Abweichungen zwischen dem Landesgesundheitsamt und dem RKI – beide veröffentlichen aber aus og. Gründen stets die Zahlen vom Vortag. Diese Veröffentlichungen können daher durchaus von der aktuelleren Veröffentlichung in Ihrer Kommune, mitunter auch deutlicher, abweichen.

Muss ich jetzt auch weiter jeden Tag nachschauen, was ich darf und was nicht?

Nein, ab 2. November 2020 gelten die Kontaktbeschränkungen nach der neuen Verordnung , unabhängig von dem Inzidenzwert in Ihrer Region.


Mein Landkreis wird nunmehr rot (über 50) gekennzeichnet, aber bei uns im Ort haben wir nahezu kein Infektionsgeschehen – wieso werden wir in Sippenhaft genommen?
In solchen Konstellationen ist es oftmals nur eine Frage von wenigen Tagen, dass auch in unauffälligen Orten die Zahlen ansteigen. Leider breitet sich das Virus derzeit landesweit sehr dynamisch aus.

Wir leben in einem Hotspot und am Freitag ist die Trauerfeier für meine verstorbene Mutter – dürfen jetzt nur 10 Personen Abschied nehmen?
Nein, abweichend von den Regelungen für private Zusammenkünfte gibt es bei religiösen Feiern nur insofern Beschränkungen bei der Personenzahl, als dass jeder zu jedem anderen Teilnehmenden einen Abstand von 1,5 Metern einhalten muss.

Gibt es einen Unterschied zwischen der Trauerfeier in der Friedhofskapelle oder der Hochzeit in der Kirche und dem anschließenden Beisammensein?
In der Tat gibt es einen sehr wichtigen Unterschied! Bei religiösen Feiern, wie Trauerzeremonien in Friedhofskapellen oder eine kirchliche Trauung gibt es nur insofern Beschränkungen bei der Personenzahl, als dass jeder zu jedem anderen Teilnehmenden einen Abstand von 1,5 Metern einhalten muss.

Das anschließende Beisammensein fällt hingegen unter private Zusammenkünfte und Feiern, mit den derzeit notwendigen Grenzen. Dies bedeute maximal zehn Personen aus zwei Haushalten oder nur aus der Familie.

Immer wieder sind auch religiöse Ansammlungen der Auslöser für ein stärkeres Infektionsgeschehen – was gilt denn jetzt generell für die Religionsausübung?
Auch hier sind zwingend die Maßnahmen eines Hygienekonzepts vorgeschrieben. Folglich richtet sich die Zahl der zugelassenen Personen nach dem verfügbaren Raum. Jeder muss zu jedem anderen (außer zu den eigenen Mitbewohnern und engen Familienangehörigen) 1,5 Meter Abstand halten.

Je nach regionalen Besonderheiten können die Landkreise oder kreisfreien Städte hierzu gleichwohl weitergehende Regelungen treffen.

» Hier geht es zu weiteren Antworten auf Fragen zur Religionsübung in Corona-Zeiten


Wie verhält es sich mit dem Besuchsrecht in Alten- und Pflegeheimen?
Besuche sind möglich, sofern es in der Einrichtung kein aktuelles Infektionsgeschehen mit dem Coronavirus gibt. Die Anzahl und die Dauer der Besuche sowie die Anzahl der besuchenden Personen richtet sich nach dem Hygienekonzept der jeweiligen Einrichtung. Die Verordnung selbst macht keine Vorgaben zur Anzahl und zur Dauer der Besuche. Es wird allerdings erwartet, dass in den Hygienekonzepten das Besuchsrecht ausreichend gewahrt wird. Dies gilt für Krankenhäuser, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen und ebenso in Heimen für ältere Menschen, pflegebedürftige Menschen oder Menschen mit Behinderungen.

Die Einrichtungen sind verpflichtet, den Familiennamen, den Vornamen, die vollständige Anschrift und eine Telefonnummer sowie das Erhebungsdatum und die Erhebungsuhrzeit zu dokumentieren und diese Daten für die Dauer von drei Wochen aufzubewahren, um ein eventuelles Infektionsgeschehen durch die Gesundheitsbehörde nachzuvollziehen. Ohne Bekanntgabe der Kontaktdaten darf ein Betreten der Einrichtung nicht ermöglicht werden. Spätestens einen Monat nach dem Ende des jeweiligen Ereignisses sind die Kontaktdaten zu löschen.

Dürfen unsere Angehörige im Alten- und Pflegeheim die Einrichtung auch mal verlassen?
In Heimen für ältere und pflegebedürftige Menschen sowie in Heimen für Menschen mit Behinderungen sind Hygienekonzepte erstellt worden. Sie sind notwendig, damit Bewohnerinnen und Bewohner zeitweise die Einrichtung verlassen dürfen. Bewohnerinnen und Bewohner von Heimen werden weder durch die Niedersächsische Corona-Verordnung noch durch das jeweilige Hygienekonzept des Heims in der Wahl ihres Aufenthaltsortes beschränkt. Auch Wochenendaufenthalte z. B. bei Angehörigen sind möglich. Die Regelungen im Hygienekonzept dienen vor allem dazu, das Einzelfallrisiko einer Infektion mit Covid-19 während der Dauer des Aufenthaltes außerhalb des Heims und bei der Rückkehr in das Heim zu reduzieren. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind selbst dafür verantwortlich, dass die Hygieneregeln zum Infektionsschutz außerhalb der Einrichtung eingehalten werden.

Gibt es zeitliche Beschränkungen (z.B. nur 15 Minuten) und dürfen wir auch mit der ganzen Familie besuchen?
Eine zeitliche Vorgabe bzw. Einschränkung macht die Verordnung hierzu nicht.

Die Anzahl der besuchenden Personen ergibt sich aus dem Hygienekonzept der jeweiligen Einrichtung, sofern es dort kein aktuelles Infektionsgeschehen mit dem Coronavirus gibt.

Kann uns dennoch der Zugang verwehrt werden? Zum Beispiel, weil kein Hygienekonzept im Pflegeheim vorliegt?
Es gehört zu den Grundrechten auch von Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern, sich frei zu bewegen und ihre Familie und Freunde zu treffen. Diese Grundrechte kann und will die Landesregierung nicht über ein unbedingt erforderliches Maß hinaus einschränken. Alle Einrichtungen sind daher aufgefordert, unverzüglich ein Hygienekonzept zu erstellen (soweit nicht ohnehin bereits geschehen) und Besuche zu ermöglichen.

Gefährden wir damit nicht vor allem ältere Menschen in den Einrichtungen?
Oberste Priorität ist und bleibt der Schutz der Menschen, insbesondere derjenigen, die zur Risikogruppe für schwere Verläufe bei einer Covid-19-Infektion gehören. Aus diesem Grund sind die Vorgaben eines Hygienekonzeptes durch die Einrichtung zwingend einzuhalten.
Doch neben dem Schutz vor der Krankheit gibt es noch einen weiteren Aspekt, der mit diesem Schutzauftrag nur schwer in Einklang zu bringen ist: Das Problem der sozialen Isolation!
Deswegen ist das Besuchsrecht ein wichtiges Signal, sowohl für die Angehörigen als auch für die Bewohnerinnen und Bewohner und Patientinnen und Patienten selbst.
Sie können jedoch die Infektionsgefahr reduzieren, wenn die Besuche mit Augenmaß erfolgen und die Besucherinnen und Besucher besonders darauf achten, sich selbst nicht anzustecken.

Wir steuern eine Vielzahl von Selbsthilfegruppen, die für die Betroffenen sehr wichtig sind – fallen diese unter die Kontaktbeschränkungen?
Nein, unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln können Selbsthilfegruppen weiter arbeiten und sich treffen. Trotz einer theoretisch bei großen Sälen zulässigen Höchstzahl von maximal 50 Personen bitten wir aber dringend darum, die Gruppengrößen möglichst klein zu halten. Es ist nicht zwingend vorgeschrieben aber dringend zu empfehlen, dass jede/r Beteiligte zu jedem/jeder anderen Beteiligten zu jeder Zeit einen Mindestabstand von 1,5 m einhält. Es besteht eine Pflicht zur Dokumentation der Kontaktdaten, das ist gerade bei der Teilnahme von verschiedenen Haushalten besonders wichtig.


Bleibt das Angeln grundsätzlich erlaubt, sofern die Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte beachtet werden?
Es handelt sich nicht um eine pauschale Ausgangssperre, Bewegung im Freien und an der frischen Luft soll weiterhin möglich sein, solange die jeweiligen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden

Für gewerbliche Angelseen und –teiche gilt nach derzeitigem Sachstand, dass „Angebote des Freizeit- und Amateursportbetriebs auf und in öffentlichen und privaten Sportanlagen“ untersagt sind. „Die sportliche Betätigung im Rahmen des Individualsports allein, mit einer weiteren Person oder den Personen des eigenen Hausstands auf und in diesen Sportanlagen“ bleibt aber weiterhin zulässig.

Der Betrieb von gewerblichen Angelteichen kann somit unter zwingender Einhaltung aller Regeln der Verordnung beibehalten werden, solange einzeln und nicht in Gruppen geangelt wird und ein Hygienekonzept vorliegt.

Hier finden Sie weitere Antworten auf Fragen im Bereich Angeln oder Jagd und rund um die Landwirtschaft.



Fragen und Antworten rund um Handel/Gastronomie/Dienstleistungen/Veranstaltungen
(zuletzt aktualisiert am 14.11.2020)


Frisöre sind ja geöffnet, aber kann ich mir dort auch meinen Bart schneiden lassen?
Ja, das ist möglich – alle dem Frisörbetrieb zuzuordnenden Dienstleistungen sind zulässig, d.h. Sie können sich dort den Bart schneiden oder auch die Augenbrauen zupfen lassen.


Ich bin regelmäßig beim Heilpraktiker in Behandlung – die dürfen doch noch öffnen?
Ja absolut – die Ausübung medizinisch notwendiger heilberuflicher Tätigkeiten ist wie beispielsweise ambulante oder stationäre medizinische, zahnmedizinische oder psychotherapeutische Leistungen weiterhin zulässig.

Vieles soll ab 02.11.2020 geschlossen bleiben – was genau wird offen bleiben?
Der Groß- und Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Dabei muss sichergestellt werden, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält. Bitte achten Sie darauf und unterstützen dabei mit Ihrem Verhalten.

Restaurants müssen schließen, richtig? Auch meine Döner-Bude?
Restaurants leider ja, aber der Verkauf von Speisen zur Selbstabholung für den Verzehr für Zuhause ist weiter möglich und auch Essenslieferdienste können wie bisher Speisen liefern.
Wenn Ihr Lieblings-Restaurant dies anbietet, dann unterstützen Sie die Gastronomen bitte über diese Möglichkeit.
Geschlossen werden zudem ebenso Kneipen, Cafés, Bars, Shisha-Bars etc. und auch weiterhin Clubs und Diskotheken.

Was ist mit Kiosken oder Tankstellen – kann ich mir dort ein Bier besorgen, auch nach 23.00 Uhr?
Wenn Sie sich dort noch ein Bier oder eine Flasche Wein für zuhause holen möchten, vielleicht weil die Kneipen geschlossen sind, dann steht dem nichts entgegen. Das sogenannte „Cornern“ (oder in Hannover „limmern“), also das Bierchen in geselliger Runde vor dem Kiosk oder auf nahegelegen Plätzen, sollten Sie aber in den aktuellen Zeiten dringend vermeiden.

Bitte beachten Sie, dass die Landkreise und Städte hierzu gesonderte Regelungen treffen können, die den Alkoholverkauf auch in Kiosken, Tankstellen etc. ab einer bestimmten Uhrzeit untersagen. In der Region Hannover ist eine solche Regelung beispielsweise seit dem 27.10.2020 in Kraft.

Muss das denn alles sein – wir passen doch auf!?
Niemand hat ein Interesse daran, dass wir wieder in eine Zeit gehen, wo insbesondere die Geselligkeit mit Regelungen überzogen werden. Gleichwohl entwickeln sich die Fallzahlen aktuell so dynamisch, dass der Wunsch nach Gesellschaft und sozialen Kontakten nun wieder mit einer deutlich erhöhten Infektionsgefahr einhergeht. Und Alkohol wirkt bekanntermaßen lockernd und lässt Regeln wie "Abstand halten" schnell in den Hintergrund treten.

Welche Dienstleistungsbetriebe müssen schließen?
Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege, wie zum Beispiel Kosmetikstudios, Tattoostudios, Solarien und Massagepraxen, müssen ab 2. November 2020 schließen.

Die Friseursalons bleiben diesmal bitte geöffnet, oder?
Ja, Friseursalons bleiben unter den bestehenden Hygieneauflagen geöffnet.

Wie ist das bei medizinischen Dienstleistungen?
Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege bleiben weiter möglich.

Und sexuelle Dienstleistungen?
Auch Prostitutionsstätten jeder Art müssen im November geschlossen bleiben.

Ich bin im der Bereich der Fußpflege tätig – können wir arbeiten und was ist zulässig?
Ja, das können Sie! Weiterhin zulässig sind medizinisch notwendige Behandlungen in der Fußpflege und Podologie. Dies umfasst nicht nur die medizinisch verordnete Fußpflege sondern auch Fußpflege für Menschen, die sich nicht mehr allein in diesem Bereich pflegen können. Diese Dienstleistungen können von Podologinnen/Podologen wie auch Fußpflegerinnen/Fußpfleger unter Beachtung der Hygienestandards durchgeführt werden.

Rein kosmetische Fußpflege zur Verschönerung der Nägel zählt allerdings hier nicht zu und ist somit nicht zulässig.

Unsere Rehasport-Gruppe möchte wieder sein Training im Verein aufnehmen – das geht doch, oder?
Nein, leider nicht. Rehasport ist im Rahmen medizinisch notwendiger Behandlungen als Individualsport möglich, wie beispielsweise bei einem Physiotherapeuten mit zwei Personen (Physiotherapeut*in und Patient*in) .
Hingegen der Rehasport in Vereinen bzw. in einer Gruppe ist aufgrund des Gebots der Kontaktreduzierung derzeit nicht möglich. Für diesen begrenzten Zeitraum appellieren wir daher bereits Erlerntes in Eigenregie oder mit digitale Unterstützung fortzusetzen.

Hier geht es zu weiteren Antworten auf Fragen rund um das Sporttreiben.



Überblick Betriebsverbote sowie Betriebs- und Dienstleistungsbeschränkungen   Bildrechte: StK
Überblick Betriebsverbote sowie Betriebs- und Dienstleistungsbeschränkungen
Hier finden Sie eine komprimierte Übersicht zu den aktuellen Betriebsverboten sowie Betriebs- und Dienstleistungsbeschränkungen.

Mehr Informationen finden Sie auch hier auf den Seiten des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums.

Wie ist das mit Museen oder anderen Freizeiteinrichtungen?
Geschlossen werden müssen leider alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen, wie etwa Theater, Opernhäuser, Kulturzentren, Museen, Bibliotheken und ähnliche Einrichtungen, Kinos, Freizeitparks Zoos, Indoor-Spielplätze sowie Freizeit- und Amateursportanlagen, auch Schwimm- und Spaßbäder und Fitnessstudios. Verboten sind leider den ganzen November über auch touristische Bus-, Schiffs- oder Kutschfahrten.

Hier geht es zu mehr Antworten auf Fragen im Bereich Wissenschaft, Kultur und Weiterbildung.


Wir müssen unsere Eigentümerversammlung machen und haben dazu extra einen großen Saal gemietet – dies ist nicht öffentlich. Gilt dann jetzt etwa die 10-Personenregel?
Nein, diese Regelungen zielen nur auf private Zusammenkünfte und Feiern. Öffentlich-rechtliche Körperschaften sowie Vereine, Initiativen und andere ehrenamtliche Zusammenschlüsse dürfen Sitzungen und Zusammenkünfte in geschlossenen Räumen durchführen, wenn diese durch eine Rechtsvorschrift ausdrücklich vorgesehen ist.
ABER – die Einhaltung und Sicherstellung des Abstandsgebots ist zwingend vorgeschrieben.

Wo muss ich jetzt noch überall meine Kontaktdaten angeben?
Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, ist in folgenden Bereichen die Dokumentation von Kontaktdaten nach § 5 der Verordnung erforderlich:

  • im Rahmen aktuell zulässiger körpernaher Dienstleistungen
  • bei Besuchen in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern, Rehabilitationseinrichtungen etc.
  • in Kantinen und Mensen
  • im Rahmen von Bildungsangeboten im außerschulischen Bereich
  • im Rahmen von Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe sowie im Bereich der sozialen, pädagogischen oder psychologischen Beratungsstellen
  • in Fahrschulen

+++ Wichtig für Besucherinnen und Besucher, Kundinnen und Kunden:+++
Ohne Ihr Mitwirken bei der Dokumentation dürfen Dienstleistungen, Aktivitäten oder Besuche in den genannten Einrichtungen nicht erbracht werden!
Benötigt werden zu einer möglichen Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt (nur bei einem Infektionsfall!) Ihr Familienname, Ihr Vorname, Ihre vollständige Anschrift, eine telefonische Erreichbarkeit sowie das Erhebungsdatum und die Erhebungsuhrzeit.

+++ Wichtig für Betreiberinnen und Betreiber:+++
Diese Dokumentation ist spätesten nach einem Monat zu löschen bzw. zu vernichten und darf nur zum Zwecke des Infektionsschutzes durch das Gesundheitsamt genutzt werden. Die Daten sind technisch und organisatorisch vor unberechtigtem Einblick und Zugriff zu schützen. Insbesondere dürfen Kundinnen und Kunden nicht die Daten anderer Personen einsehen können. Eine offen zugängliche Liste, in die sich nacheinander die Kundinnen und Kunden selbst eintragen, ist nicht zulässig.

Mehr Informationen hier: Die Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen unterstützt dabei die Betriebe bei der datenschutzkonformen Umsetzung mit umfänglichen Informationen und Mustern.

Was ist dabei mit meinen Daten? Eine Liste, wo ich die Informationen von anderen Gästen lesen kann?
Datenschutz ist auch hier wichtig! Eine offen zugängliche Liste, in die sich nacheinander die Kundinnen und Kunden selbst eintragen, ist aus Datenschutzgründen definitiv nicht zulässig. Sie können dies durchaus im Restaurant oder Café ansprechen und auf diesen Missstand hinweisen.
Ansonsten gilt, dass diese Dokumentation spätestens nach einem Monat zu löschen bzw. zu vernichten ist. Genutzt werden darf sie nur im Falle eines Infektionsgeschehens durch das Gesundheitsamt. Die Daten sind technisch und organisatorisch vor unberechtigten Einblicken und vor Zugriff zu schützen.

Und wenn ich dann einen falschen Namen angebe?
Dann berauben Sie sich und vor allem die anderen Menschen in Ihrem Umfeld der Möglichkeit, schnell und zielgerichtet auf ein etwaiges Infektionsgeschehen reagieren zu können. Die Angabe von falschen Daten ist daher schlicht verantwortungslos – auch für Ihren eigenen Schutz im Infektionsfall. Und Sie verstoßen gegen die Pflicht zur vollständigen und wahrheitsgemäßen Angabe Ihrer Daten!
Im Übrigen sind die Betreiberinnen und Betreiber von entsprechenden Einrichtungen mit Dokumentationspflicht gehalten, bei offensichtlichen Unstimmigkeiten nachzufragen - zum Beispiel durch Vorlage eines Personalausweises. Verweigern Sie sich oder machen falsche Angaben, dann darf Ihnen der Zutritt oder die gewünschte Dienstleistung nicht gewährt werden.


Fragen und Antworten rund um Schulbetrieb und Kinder
(zuletzt aktualisiert 23.11.2020)


Warum müssen z. B. Kinder in Quarantäne, Eltern jedoch nicht?
Wird bei einem Schüler*in eine COVID-19-Infektion festgestellt, ermittelt das Gesundheitsamt die engen Kontaktpersonen. Ob ein Mitschüler*in in der Klasse als enge Kontaktperson der Kategorie 1 eingestuft wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab, u.a. ob von der Klasse während des Unterrichts eine MNB getragen wurde, ob das Lüftungskonzept beachtet wurde etc. Auch der Sitzabstand zu dem infizierten Schüler wird berücksichtigt. Für enge Kontaktpersonen der Kategorie 1 wird eine Quarantäne angeordnet. Schüler*innen, für die nur ein geringes Ansteckungsrisiko ermittelt wurde, werden als Kontaktpersonen der Kategorie 2 klassifiziert und müssen nicht in Quarantäne, sollen sich aber selbst auf Krankheitszeichen hin beobachten und freiwillig Kontakte reduzieren.

Wenn die Eltern eines als enge Kontaktperson eingestuften Schülers keinen Kontakt zu dem infizierten Schüler selbst hatten, werden sie nicht als Kontaktperson eingestuft und müssen daher auch nicht in Quarantäne. Um Kontaktpersonen zu werden, muss immer ein direkter Kontakt zu einer SARS-CoV-2 positiv getesteten Person bestanden haben.

Hier geht es zu umfangreichen Informationen und Grafiken zum Thema Quarantäne sowie Maßnahmen für Kontaktpersonen.


Unsere Tochter (15 Jahre) wurde von der Schule nachhause geschickt, weil es einen bestätigten Corona-Fall in ihrer Klasse gab – müssen wir als Eltern jetzt in Quarantäne?
Nein, die Quarantänepflicht gilt zunächst nur für Ihre Tochter, weil auch nur diese als Kontaktperson 1. Grades im direkten Kontakt mit einer positiv getesteten Person stand.

Kann eine Schule die Kinder überhaupt in Quarantäne schicken?
Das Vorgehen der Schule ist in diesen Situationen mit dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt abgestimmt. Die konkrete Anordnung der Quarantäne für Ihr Kind erfolgt gleichwohl ausschließlich durch das Gesundheitsamt. Von dort erhalten Sie in diesem Fall auch konkrete Hinweise, welche weiteren Schritte und Maßnahmen zu veranlassen sind.

Auf was müssen wir dann in dieser Situation jetzt zuhause achten?
Die Situation ist für alle im Haushalt etwas schwieriger, denn die Grundregeln wie Abstand und Hygiene sind nunmehr auch im häuslichen Rahmen von besonderer Bedeutung. Mit der angeordneten Quarantäne erhalten Sie seitens des Gesundheitsamtes aber auch weitere hilfreiche Tipps und Hilfestellungen für den Alltag in solchen Situationen.

Hier finden Sie weitere Tipps für Häusliche Quarantäne sowie Tipps für Eltern vom Bundesamt für Bevölkerungschutz und Katastrophenhilfe.

Wie lange dauert die Quarantänezeit in solchen Fällen?
Eine angeordnete Quarantäne beträgt aktuell 14 Tage. Die Dauer kann auch frühzeitig aufgehoben werden, wenn sich im Rahmen der Kontaktermittlungen herausstellt, dass der Kontakt doch nicht so eng war und folglich kein Ansteckungsrisiko bestand. Die Verkürzung oder Aufhebung der Quarantäne erfolgt dabei aber ausschließlich durch das Gesundheitsamt.

Und was ist jetzt mit unserer Tochter – wer kümmert sich um die Testung und wo können wir dies machen lassen?
Sofern es hier nicht ohnehin schon weiterführende Hinweise durch das Gesundheitsamt gegeben hat, wenden Sie sich dazu bitte an Ihren behandelnden Kinder- und Jugendarzt.

Die Schulklasse von unserem Sohn (8 Jahre) ist wegen eines Corona-Falls in Quarantäne gesetzt worden – müssen wir als Eltern jetzt für 14 Tage Urlaub nehmen bzw. wie ist das mit dem Verdienstausfall?
Wenn Sie aufgrund einer behördlich angeordneten Quarantänemaßnahme Ihren Sohn zuhause betreuen müssen, dann besteht ein Anspruch auf Entschädigung von Verdienstausfall. Dieses Verfahren gilt analog zu den behördlich angeordneten Kita- oder Schulschließungen.Hier geht es zu weiterführenden Informationen dazu.

Unsere Region ist laut Inzidenz-Ampel ein Hotspot mit einem Inzidenz über 50 – was bedeutet dies für unsere schulpflichtigen Kinder? Ist die Schule geöffnet?
Grundsätzlich sind in Niedersachsen die Schulen auch in den sogenannten Hotspots geöffnet. Das gilt für Schulen in öffentlicher Trägerschaft und für Schulen in freier Trägerschaft. Schülerinnen und Schüler nehmen dabei im sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb („Szenario A“) am Präsenzunterricht teil. Nur wenn im Einzelfall das örtliche Gesundheitsamt den Unterrichtsbetrieb an einer Schule durch eine Allgemeinverfügung untersagt hat, ist die Schule geschlossen.

Bei uns ist der Inzidenz über 100 und ich möchte mein Kind nicht zur Schule schicken, weil wir Angst vor einer Ansteckung haben – geht das?
Schülerinnen und Schüler nehmen, auch wenn sich ihre Schule in einem sogenannten Hotspot befindet, im sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb („Szenario A“) am Präsenzunterricht teil. Für Schülerinnen und Schüler mit schwer erkrankten Angehörigen gibt es Befreiungsmöglichkeiten vom Präsenzunterricht.



Logo der Corona-Warn-App Bildrechte: Bundesregierung
Gilt die Corona-Warn-App auch in Niedersachsen?
Die Corona-Warn-App ist seit dem 16.06.2020 bundesweit einsetzbar. Die Nutzung der App ist natürlich freiwillig. Die Landesregierung bittet Sie aber herzlich, die Warn-App herunterzuladen.


» Hier geht es zur Informationsseite der Bundesregierung.

» Hier geht es zu Informationen über die Funktionen der App durch das Robert-Koch-Institut (RKI)

» Direktlinks bei den jeweiligen App-Anbietern: Download iOS bzw. Download Android

Nach unserem Eindruck gewährleistet die App einen größtmöglichen Schutz Ihrer Daten. Wir hoffen, dass die Warn-App auch in Niedersachsen helfen wird, potentielle Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und ein Weiterverbreiten des Corona-Virus zu verhindern.
Die App ermöglicht es, im Nachhinein festzustellen, ob wir uns in direkter Nähe zu einem Menschen aufgehalten haben, bei dem später eine Corona-Infektion diagnostiziert worden ist.
So können die Reaktionsmöglichkeiten auf ein mögliches Infektionsgeschehen verbessert werden. Je mehr Menschen auch in Niedersachsen die App nutzen, desto wirkungsvoller kann sie sein. Die Tracing-App ersetzt aber natürlich nicht die auch weiterhin dringend notwendigen Abstands- und Hygieneregeln sowie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Ich habe die Corona-Warn-App erfolgreich installiert – muss ich jetzt trotzdem meine Kontaktdaten angeben?
Ja, das müssen Sie weiterhin. Die Corona-Warn-App zielt, wie die Dokumentation Ihrer Kontaktdaten, auf eine nachhaltige Verbesserung bei der Nachverfolgung von Infektionsketten. Da die Nutzung der App aber auf freiwilliger Basis erfolgt, kann diese keinen Ersatz zur Dokumentation der Kontaktdaten darstellen. Diese Kontaktdaten werden möglichst umfassend benötigt, um bei einem Infektionsgeschehen tatsächlich zeitnah und umfänglich mögliche Infektionswege nachvollziehen zu können. Aus diesem Grund sind Betreiberinnen und Betreiber von gastronomischen Betrieben, Dienstleistungseinrichtungen wie auch von anderen Stellen in bestimmten Konstellationen rechtlich verpflichtet, diese Daten zu dokumentieren.

Und umgekehrt? Die App als Voraussetzung um ein Geschäft zu betreten bzw. eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen?
Dies ist ausdrücklich nicht vorgesehen und steht dazu im deutlichen Widerspruch zur freiwilligen Nutzung.

Entstehen mir aufgrund Niedersächsischer Regelungen irgendwelche Nachteile, wenn ich die App nicht installiere?
Definitiv nicht! Das Prinzip der Nutzung basiert auf Freiwilligkeit und es gibt keine niedersächsischen (wie auch bundesweiten) Regelungen, die eine Verwendung vorschreiben.
Sie beschränken sich aber u.U. selbst in den Möglichkeiten, bei einem möglichen Infektionsgeschehen in Ihren Kontakten frühzeitig informiert und gewarnt zu werden.

Ich bin viel im Außendienst unterwegs und treffe viele Menschen - kann mein Arbeitgeber die Installation der App von mir verlangen?
Nein! Kein Arbeitgeber kann die Installation einer App auf Ihrem privaten Handy verlangen. Es gilt auch hier das Prinzip der Freiwilligkeit. Sie sollten allerdings davon unabhängig abwägen, ob in Anbetracht von vielen persönlichen Kontakten die Nutzung der App nicht doch eine Option zum Schutz darstellen könnte.


Wo sind zuverlässige Informationen und Hinweise zu finden?

Für aktuelle und verlässliche Informationen zum Coronavirus gibt es einige weitere Anlaufstellen.

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln