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Hinweise für Schulen und Kindertagesstätten

zuletzt aktualisiert am 13.03.2020

Alle allgemein und berufsbildenden Schulen bleiben ab dem 16.03.2020 bis vorerst 18.04.2020 geschlossen. Dies gilt ebenso für Kindertageseinrichtungen, Horte und Einrichtungen der erlaubnispflichtigen Kindertagespflege.

Sämtliche Schulfahrten ins In- und Ausland, die für den Zeitraum ab sofort bis zum Ende des laufenden Schuljahres geplant sind, müssen von der Schulleitung abgesagt werden.

Ab dem 16.03.2020 bis – nach bisherigem Stand- zum 18.04.2020 findet an öffentlichen allgemein und berufsbildenden Schulen kein Unterricht statt. Ausnahme: Für Abiturientinnen und Abiturienten findet ab dem 15.04.2020 Unterricht statt. Dies gilt ebenso für Schulen in freier Trägerschaft. Der Unterrichtbetrieb in Lerngruppen oder im Klassenverband in den Räumlichkeiten der Schulen bzw. in anderen alternativen Örtlichkeiten einschließlich des Ganztagsbetriebes entfällt ersatzlos.

Die Notenvergabe wird sichergestellt, ebenso wie die Abschlussprüfungen des Sekundarbereiches I und das Abitur. Die Schulen werden über die Details in Sondererlassen informiert. „Keiner Schülerin und keinem Schüler wird ein Nachteil entstehen“, betont Kultusminister Tonne.

Das Niedersächsische Kultusministerium hat außerdem angewiesen, dass sämtliche Schulfahrten ins In- und Ausland, Studienfahrten, Tagestouren, Schüleraustausche und der Besuch durch ausländische Besuchergruppen, die für den Zeitraum ab sofort bis zum Ende des laufenden Schuljahres geplant sind, von der Schulleitung abgesagt werden müssen. Zur Vermeidung oder Reduzierung von Stornierungskosten sollen Schulen zunächst versuchen, die Reise in einen Zeitraum nach den Sommerferien zu verschieben.

Kindertageseinrichtungen, Horte und Einrichtungen der erlaubnispflichtigen Kindertagespflege bleiben ebenfalls bis zum 18.04.2020 geschlossen. Für Beschäftige aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz, sowie zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge soll eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler bis maximal Schuljahrgang 8 in Schulen angeboten werden. Auch in Kindertagesstätten können Notgruppen gebildet werden.

„Die Maßnahmen sind weitreichend und einschneidend. Aber sie sind notwendig. Wir stellen um auf Notbetrieb. Alleroberste Priorität hat der Gesundheitsschutz der Bevölkerung“, sagt Kultusminister Tonne.

Diese Pressemitteilungen mit weiteren Informationen finden Sie hier:

https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/eindammung-des-coronavirus-sars-cov-2-landesweiter-unterrichtsausfall-und-kitaschliessungen-angeordnet-notbetreuung-fur-beschaftigte-der-offentlichen-daseinsvorsorge-186113.html

Informationen für berufstätige Eltern, bei denen die Kinderbetreuung dadurch ein Problem wird, finden Sie auf unserer Seite unter: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/hinweise-fur-berufstatige-185673.html

Das Kultusministerium hat den niedersächsischen Schulen, den örtlichen Jugendhilfeträgern, den Kommunalen Spitzenverbänden, den Mitgliedsverbänden der LAG FW, dem Katholischen Büro Niedersachsen, der Konföderation ev. Kirchen sowie der LAG Elterninitiativen Basisinformationen zum Coronavirus zur Verfügung gestellt.

In dem Informationspaket werden die wichtigsten Hinweise für den Schulbereich und die Kindertageseinrichtungen im Umgang mit der neuartigen Infektionskrankheit zusammengefasst. So werden elementare Hygienemaßnahmen dargestellt, Informationen zu Schulfahrten gegeben und die zu beachtenden Meldewege bei Verdachtsfällen auf den Punkt gebracht. Die Informationen dienten dazu, „Sie konkret in Ihren Schulen, in den Kindertageseinrichtungen, den Kindertagespflegestellen zu informieren und Ihnen Handlungssicherheit zu geben“, so Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne in einem Begleitschreiben.

Das Kultusministerium verweist darauf, dass die Informationsblätter des Bundesgesundheitsministeriums und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über die wichtigsten Hygienemaßnahmen in der jeweiligen Einrichtung aufgehängt werden sollen. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife, Abstandhalten im Krankheitsfall sowie Husten und Niesen in Einwegtaschentücher oder die Armbeuge sind wichtiger denn je!

In den Basisinformationen des Kultusministeriums sind zudem die Meldeketten bei möglichen Corona-Verdachtsfällen dargelegt: Hat die Schule die Kenntnis von Verdachtsfällen, nimmt die jeweilige Schulleitung unverzüglich Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt auf und informiert die zuständige schulfachliche Dezernentin, den schulfachlichen Dezernent in der Niedersächsischen Landesschulbehörde. Die Betroffenen und gegebenenfalls deren Erziehungsberechtigten sind darüber zu informieren. Das Gesundheitsamt bewertet das gegebene Gesundheitsrisiko und veranlasst die notwendigen Maßnahmen. Wenn ein Verdachtsfall dem Gesundheitsamt gemeldet worden ist, liegt die weitere Steuerungsverantwortung beim Gesundheitsamt. Analog ist auch bei Verdachtsfällen in Kindertagesstätten zu verfahren: Die pädagogische Fachkraft meldet gegenüber der Einrichtungsleitung, welche unverzüglich das zuständige Gesundheitsamt einschaltet. Von dort aus wird das gesundheitliche Fallmanagement geführt. Einrichtungsleitung benachrichtigt die Erziehungsberechtigten, den Träger der Einrichtung, den örtlichen Träger sowie die zuständige Mitarbeiterin/den zuständigen Mitarbeiter des Landesjugendamtes, Fachbereich II.


Info-Paket für Schulen und Kitas

Hier können Sie sich die vom Kultusministerium herausgegebenen Basisinformationen für Kindertageseinrichtungen und Schulen zu Covid-19 als PDF-Dateien herunterladen.

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