Niedersachen klar Logo

Hinweise für Reisende

Innerdeutsche Reisen

Übernachtungsangebote sind seit dem 02.11.2020 nur für notwendige und nicht für touristische Zwecke zulässig.

Die nach wie vor hohe landesweite Inzidenz und die sich ausweitende Virusvarianten machen in Niedersachsen ein äußerst vorsichtiges Vorgehen notwendig. Zu weitgehende Lockerungen würden unweigerlich wieder zu einem dramatischen Anstieg der Infektionszahlen und dann in der Folge wohl auch erneut zu drastischen Einschränkungen führen.

Grund ist, dass die epidemiologische Gefahrenlage auch in Niedersachsen immer stärker von den leider deutlich aggressiveren und länger ansteckend bleibenden Virusvarianten bestimmt wird. Der Anteil der Proben, in denen die Variante B1.1.7 gefunden wird, erhöht sich von Woche zu Woche.

Insofern bitten wir eindringlich darum, dass Reisen (auch Tagestourismus) insbesondere aus Hochinzidenzkommunen in weniger belastete Regionen nur aus zwingenden Gründen erfolgen und man sich dann dennoch an die daheim geltenden Regeln hält.





Reisen ins Ausland


Mallorca oder auch Teile von Dänemark gelten nicht mehr als Risikogebiet – was gilt es nun für Reisen zu beachten?
Generell ist festzustellen, dass Reisen in Zeiten einer weltweiten Pandemie nicht frei von Risiko sein können, auch dann nicht, wenn eine Region in Europa aufgrund der aktuellen Inzidenz-Zahlen nicht mehr als Risikogebiet eingestuft wird.
Ähnlich wie in Deutschland beobachtbar, ist ein aktuell ruhiges Infektionsgeschehen kein Garant dafür, dass dieses sich auch so fortsetzt. Gerade in jetzt stark besuchten Urlaubsregionen treffen dort Menschen aus allen Teilen Deutschlands und anderen Teilen Europas zusammen, in denen ein hohes und teilweise sehr hohes Infektionsgeschehen festzustellen ist.

Deutschlandweit liegt die Inzidenz heute (20. März) bei 99.9, der Anteil der Virusmutation B11.1.7 beträgt 72 %. Damit wird Mallorca durch die einreisenden Deutschen unweigerlich zu einer Insel, in der die gefährliche und hoch infektiöse Virusmutation sich stark verbreiten und bald vorherrschen wird. Insofern besteht nicht nur theoretisch, sondern rein praktisch eine erhöhte Gefahr sich in einem solchen Gebiet anzustecken. Die vor Ort ermittelte Inzidenz (als Grundlage der Einstufung zum Risikogebiet) zielt ja nicht auf die Touristen, sondern auf das Infektionsgeschehen der örtlichen Bevölkerung.
Eine einmalige Testung der Touristen bei der Einreise führt angesichts der potentiell längeren Infektionszeit nicht zu der notwendigen Sicherheit. Ein Test bei Einreise bildet stets nur den jeweils aktuellen Status ab. Eine Infektion wird gerade zu Beginn der Erkrankung durch den Test nicht sicher identifiziert. Für eine hinreichend sichere Identifikation von Covid-19-Erkrankungen ist eine Beobachtung über einen längeren Zeitraum in Quarantäne notwendig.
Eine Erkrankung an Covid-19 wird auch bei der Rückkehr ins Heimatland nicht immer sofort festgestellt werden. Bis zu 14 Tage nach einem negativen PCR Test kann es bei den Virusmutationen noch zu einer Ausprägung einer Covid-19-Infektion kommen.

Zu beachten ist dabei auch, dass die Einstufung zum Risikogebiet oder gar zum Virusmutationsgebiet auch während des Urlaubs erfolgen kann. Entscheidend für die daraus beispielsweise folgende Quarantäne ist dabei der Zeitpunkt Ihrer Rückkehr nach Niedersachsen und nicht der Umstand, dass Sie in ein (zum Zeitpunkt des Urlaubsantritts) „Nicht-Risikogebiet“ gereist sind.

Ebenfalls ist zu beachten, dass mögliche Reiseländer auch ihrerseits Regelungen für die Einreise von deutschen Touristen getroffen haben. So ist in Dänemark eine touristische Einreise weiterhin nicht gestattet, dies gilt auch für deutsche Ferienhaus- oder Bootsbesitzer (Stand: 20.03.2021, Quelle: Auswärtiges Amt). Die Tatsache, dass Teile von Jütland (beliebte Reiseregion) kein Risikogebiet mehr sind, ermöglicht also keineswegs automatisch die Einreise nach Dänemark.

Aus diesen Gründen rät die Niedersächsische Landesregierung in der aktuellen Situation dringend von Fernreisen ab, so verständlich die Sehnsucht nach Reisen auch ist.

Weitere Information zu Reisen ins Ausland

Seit dem 1. Oktober 2020 gelten weltweit differenzierte Reise- und Sicherheitshinweise.

Das Auswärtige Amt schreibt hierzu:

Als Grundregel gilt im Hinblick auf COVID-19 für Ihre Reiseplanung:

  • Eine Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen gilt grundsätzlich weiterhin für alle Länder, die von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft sind.

  • Für Länder, für die eine Einreise nur eingeschränkt möglich ist, eine Quarantäne nach Einreise vorgesehen ist oder die in einer Gesamtschau keinen uneingeschränkten Reiseverkehr zulassen, wird in der Regel von nicht notwendigen, touristischen Reisen abgeraten.

  • Für Länder, bei denen sowohl das Infektionsgeschehen gering ist als auch uneingeschränkte Reisemöglichkeiten bestehen und keine sonstigen Gründe dagegensprechen, wird die Reisewarnung aufgehoben und zu besonderer Vorsicht geraten.
Hilfreiche und weiterführende Informationen finden Sie vor allem hier:

Bitte beachten Sie, dass nicht nur in Ihrem Reiseland einschränkende Regelungen gelten können, sondern auch bei Ihrer Rück- bzw. Einreise nach Niedersachsen.


Lesen Sie hierzu die Antworten auf häufig gestellte Fragen in unseren Reise-FAQ:
Ein Wagen mit verschiedenen Gepäckstücken steht an einem Gleis im Bahnhof. Bildrechte: Pexels

Reisen & Quarantäne - Antworten auf häufig gestellte Fragen

Welche Quarantäne-Regelungen gibt es für Einreisen aus dem Ausland? Ist ein Corona-Test obligatorisch und was ist bei innerdeutschen Reisen? Diese und andere häufig gestellten Fragen beantworten wir in unseren Reise-FAQ. mehr
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln