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Hilfeprogramme des Landes nach dem Juli-Hochwasser 2017

Schnell und unbürokratisch: Die Landesregierung hat die Soforthilfe für Hochwassergeschädigte und kommunale Infrastruktur auf den Weg gebracht.  

Nach den durch anhaltenden Dauerregen verursachten Überschwemmungen im südlichen und südöstlichen Niedersachsen im Juli 2017 hatte die Landesregierung in 2017 mit einem Nachtragshaushalt 50 Millionen Euro bereitgestellt, um Betroffene finanziell zu unterstützen.

Soforthilfe für hochwassergeschädigte Haushalte:

Das Soforthilfeprogramm für Privathaushalte ist seit Ende 2017 abgeschlossen. Von 923 Anträgen wurden 481 bewilligt. Die übrigen Anträge wurden zumeist entweder an die NBank für eine Prüfung nach der Richtlinie zur Gewährung weitergehender Hilfen für geschädigte Privathaushalte (s.u.) weitergeleitet oder zurückgezogen bzw. abgelehnt. Es wurden 1,03 Millionen Euro bewilligt und ausgezahlt.

Hilfen für hochwassergeschädigte Privathaushalte:
Mit der Hochwasserhilfe für Privathaushalte wurden Mieterinnen und Mieter sowie Eigentümerinnen und Eigentümer bei der Instandsetzung von Wohngebäuden und der Erneuerung von Hausrat unterstützt. Auch für die Wiederherstellung von zerstörten Brücken, die als Zuwegung zu Wohngebäuden benötigt werden, konnten Betroffene finanzielle Hilfen beantragen, sofern der Schaden mehr als 500 Euro betrug.

Die Antragsfrist ist abgelaufen. Es wurden 745 Anträge gestellt. Davon wurden bisher 437 Anträge bewilligt. Das Bewilligungsvolumen liegt derzeit bei 5,54 Millionen Euro (Stand: 18.07.2018).


Hilfen für hochwassergeschädigte Unternehmen
Das Hilfeprogramm des Landes für hochwassergeschädigte Unternehmen ist seit dem 22.09.2017 in Kraft. Grundlage ist eine entsprechende Richtlinie des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (PDF-Datei ). Zuständig für die Bewilligung finanzieller Hilfen für vom Hochwasser geschädigte Unternehmen ist die NBank. Nähere Informationen finden Sie hier.


Hilfeprogramm für Schäden an der öffentlichen Infrastruktur
Das Hilfeprogramm des Landes für Schäden an der öffentlichen Infrastruktur ist seit dem 15.10.2017 in Kraft. Grundlage ist eine gemeinsame Richtlinie des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (PDF-Datei ). Zuständig für die Bewilligung der finanzieller Hilfen ist die NBank. Nähere Informationen finden Sie hier.


Hilfeprogramm für die Land- und Forstwirtschaft
Empfänger der Hilfeleistung sind landwirtschaftliche Unternehmen - also Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit die Primärproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse umfasst. In der Landwirtschaft handelt es sich weit überwiegend um Schäden an gewässernahen Acker- und Grünlandflächen. Für die häufigsten Kulturarten wird der Schaden auf Basis von Durchschnittswerten ermittelt und diese für die Hilfeleistung einheitlich angewendet. Schäden an Spezialkulturen, für die der Schaden nicht einheitlich festgelegt ist, werden betriebsindividuell berechnet.
Bewilligungsbehörde ist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Die Landwirtschaftskammer hat die Schadensmeldungen aus der Landwirtschaft bereits entgegengenommen und führt daraufhin derzeit eine Erfassung vor Ort durch. Vorgesehen ist, das Antragsverfahren - nach Abschluss der derzeitigen Abstimmung der Richtlinie - im November/Dezember zu eröffnen.



Eine Übersicht mit den Eckpunkten des Hilfsprogramms für Privathaushalte und der weiteren Programme im PDF-Format können Sie hier herunterladen.

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