Ein erfolgreiches Krisenmanagement beinhaltet nicht nur die Bewältigung einer Lage, sondern auch die Kommunikation in dieser bzw. über diese. Wichtig ist außerdem die Risikokommunikation, also die Information der Bevölkerung über mögliche Selbstschutz- und Selbsthilfemaßnahmen vor einer potenziellen Krise. Im Kontext der weltweiten Informations- und Mediengesellschaft ist eine gelingende Risiko- und Krisenkommunikation eines der wichtigsten Instrumente des strategischen Krisenmanagements. Risiko- und Krisenkommunikation kann Ausprägung und Verlauf von Krisen entscheidend beeinflussen.
Dem Grunde nach gilt: Nur wenn die Bevölkerung über zielgruppengenaue Medien und Kanäle valide, schnell, überzeugend und kompetent informiert wird, kann Vertrauen in das staatliche Krisenmanagement entstehen.
Deshalb wird bei der Übung LÜKEX 26 – wie schon bei den vorangegangenen Übungen – von den übenden Stäben als Übungsziel eine aktive (fiktive) Medien- und Öffentlichkeitsarbeit während der Krise, d. h. eine abgestimmte Krisenkommunikation erwartet.
Ein wichtiges Übungsziel und damit ein Schwerpunkt der LÜKEX 26 liegt in der Erprobung, Weiterentwicklung und Verbesserung der bereichsübergreifenden internen und externen (Risiko- und) Krisenkommunikation. Dazu wurde ein von der echten Medienwelt abgeschlossen Übungsumfeld geschaffen.
Zentral wird vom BBK in der Übungssteuerung eine fiktive Medienwelt bereitgestellt, die durch die Übenden vergleichbar der echten Medienumgebung betrachtet werden kann. Eigens dafür wird z.B. eine Nachrichtensendung produziert, welche den Übungsverlauf abbildet). Ferner gibt es klassische Zeitungsartikel die als Online-Ausgaben zur Verfügung gestellt werden. Ebenso wird eine Social-Media-Umgebung simuliert, in der vorbereitete Postings eingespielt werden können, auf die die Übenden reagieren können.
Die Übenden erhalten somit eine realistische Übungsumgebung und können die eigenen Abläufe der Presse- bzw. Social-Media-Arbeit in einer Krise trainieren sowie zuvor definierte Abläufe testen.
In der LÜKEX als strategische Krisenmanagementübung geht es aber hauptsächlich darum, die Einbindung der kommunikative Potentiale in die Krisenstäbe zu üben, also wie diese organisiert sind, wo sie aufgehängt sind in der Organisationsstruktur und wie sie dazu beitragen können, strategische Entscheidungen zu erleichtern, die dem Schutz der Bevölkerung und der Bewältigung der Krise dienen.
Die LÜKEX zeigt, wie wichtig eine abgestimmte Risiko- und Krisenkommunikation ist. Mit dem Notfall-Monitor Niedersachsen stellt die Landesregierung der Bevölkerung dafür eine zentrale Informationsplattform mit Warnungen, Handlungsempfehlungen und weiterführenden Informationen zur Verfügung.
Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK),
FAQ zur LÜKEX 2026, Stand: 17. Juli 2026.