Niedersachen klar Logo

Newsletter zum Corona-Geschehen in Niedersachsen 02.04.2020

Banner Coronavirus   Bildrechte: istockwildpixel

Vorgesorgt: Messehallen werden zu Behelfskrankenhaus

Die planerischen Vorbereitungen für ein Corona-Behelfskrankenhaus auf dem Messegelände der Landeshauptstadt sind abgeschlossen. Darüber informierte der Leiter des Corona-Krisenstabs Heiger Scholz am Nachmittag in Hannover. Die provisorische Klinik mit rund 500 Betten soll nun innerhalb von drei Wochen mit Hilfe der Bundeswehr errichtet werden. Zuvor muss die Finanzierung des Krankenhauses allerdings noch mit den gesetzlichen Krankenkassen verhandelt werden. Mit einer Einigung rechnet Scholz Anfang der kommenden Woche. Das medizinische Personal wird von der Medizinischen Hochschule Hannover gestellt. Eine Intensivstation bzw. die Ausstattung des Krankenhauses mit speziellen Beatmungsgeräten ist nicht vorgesehen. Das provisorische Krankenhaus soll erst in Betrieb genommen werden, wenn es der Pandemie-Verlauf notwendig macht.

Kurzarbeitergeld: Gefälschte Mails an Arbeitgeber in Umlauf

Betrüger machen sich die Sorge von Arbeitgebern in Corona-Zeiten zu Nutze. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) warnt vor einer betrügerischen Mail. Die Absender wollen an persönliche Kundendaten gelangen. Aktuell erhalten Arbeitgeber und Unternehmen bundesweit unseriöse Mails, die unter der Mailadresse kurzarbeitergeld@arbeitsagentur-service.de versandt werden. In der Mail wird der Arbeitgeber unter anderem aufgefordert, konkrete Angaben zur Person, zum Unternehmen und zu den Beschäftigten zu machen, um Kurzarbeitergeld zu erhalten.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-nsb/content/1533736654165

Entlastung für Krankenhäuser: Reha-Kliniken bieten Kurzzeitpflege an

Niedersachsens Krankenhäuser schaffen Platz für die Behandlung von COVID-19-Erkrankten, indem andere Patientinnen und Patienten ab sofort in die Reha-Kliniken im Land entlassen werden können. Sie dürfen für nicht an COVID-19 erkrankte Patientinnen und Patienten, deren Gesundheitszustand sich schon verbessert hat, die aber noch pflegebedürftig sind, die sogenannte „Kurzzeitpflege“ anbieten. Damit nutzt Niedersachsen die Möglichkeiten, die das neue COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz bietet. „Wir schaffen alternative Kurzzeitpflegeplätze“, so Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann: „So können sich die Kliniken auf die wirklich schweren Fälle konzentrieren und diesen Menschen besser helfen.“ Durch die Maßnahme können in der aktuellen Situation jetzt rund 80 Reha-Kliniken die Versorgung der Pflegebedürftigen in Niedersachsen unterstützen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Niedersächsischen Gesundheitsministeriums:

https://www.ms.niedersachsen.de/startseite/service_kontakt/presseinformationen/entlastung-fur-die-krankenhauser-reha-kliniken-in-niedersachsen-bieten-kurzzeitpflege-an-187154.html

Corona-Schutzausrüstung: Wie erfolgt die Verteilung durch das Land?

Alle öffentlichen, gemeinnützigen, privaten und sonstigen Aufgaben- und Bedarfsträger im Sozial- und Gesundheitswesen sind unverändert und weiterhin dazu aufgefordert, im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihren Bedarf an medizinischer Schutzausstattung durch eigene Beschaffung zu decken und hierfür alles Nötige zu unternehmen. Darauf hat das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport hingewiesen. Sollten Krankenhäuser, Rettungsdienste, Pflegeeinrichtungen sowie sonstige medizinische und soziale Einrichtungen trotz eigener Beschaffungsbemühungen in eine akute Mangelsituation geraten, kann unter bestimmten Umständen Hilfe aus dem Notfallbestand des Landes bezogen werden.

Aus dem Notfallbestand deckt das Land ausschließlich akute Notfallbedarfe. Ein solcher Fall liegt nur dann vor, wenn Krankenhäuser, Rettungsdienste, Pflegeeinrichtungen sowie sonstige medizinische und soziale Einrichtungen ihren Betrieb nur noch für eine Woche oder weniger aufrechterhalten können. Dieses müssen sie ihrer kommunalen Katastrophenschutzbehörde anzeigen, die dann ein Amtshilfeersuchen bei der zuständigen Stelle beim Land stellen kann. In dem Amtshilfeersuchen muss belegt sein, dass zuvor ernsthaft und nachweislich eigene Beschaffungsbemühungen unternommen worden und erfolglos geblieben sind.

Zwei Mal täglich werden die vorliegenden Anträge der Katastrophenschutzbehörden der Landkreise, kreisfreien Städte und der Region Hannover gesichtet und priorisiert. Die Verteilung des Materials erfolgt nach Dringlichkeit. Das Kompetenzzentrum im Innenministerium hat bislang 138 Amtshilfeersuchen ganz oder teilweise bedienen können.

Lieferketten sicherstellen: Handel wird auch nachts mit Waren beliefert

Um die Versorgung der Bevölkerung mit Gütern des täglichen Bedarfs sicherzustellen, erlaubt Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies die Belieferung des Handels mit Waren auch in den Nachtstunden. In der Folge dürfen die normalerweise geltenden Immissionsrichtwerte überschritten werden. Das für den Lärmschutz zuständige Ministerium macht damit von einer Ausnahmeregelung für Notsituationen Gebrauch und ergänzt die bereits vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium ausgesprochenen Ausnahmen für das Fahrverbot zu Sonn- und Feiertagen. „Die Corona-Krise stellt die Logistik der Handelsunternehmen vor enorme Herausforderungen“, so Lies. „Funktionierende Lieferketten sind deshalb unerlässlich – auch zu sonst nicht üblichen Tageszeiten.“

https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/grunes-licht-fur-nachtliche-belieferung-des-handels-mit-waren-187135.html

Absage wegen Corona: Osterfeuer fallen aus

Wegen der aktuellen Kontaktbeschränkungen hat das Land für dieses Jahr alle Osterfeuer abgesagt. Der schöne Brauch, mit einem Osterfeuer den Winter zu vertreiben, kann aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Dafür wurden die gesetzlichen Bestimmungen einmalig gelockert. So kann jede Gemeinde nach der Corona-Krise einen neuen Termin oder ein Wochenende für das Abbrennen des Feuers festlegen. Vorsorglich weist Umweltminister Lies aber darauf hin, dass die Maßnahme nur das traditionelle Abbrennen des Osterfeuers betrifft und nicht das illegale Abbrennen von Abfällen.

Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier:

https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/wegen-corona-krise-traditionelle-osterfeuer-termine-fallen-aus-187106.html

Nicht umsonst gelernt: Ärztliche Prüfungen für Medizinstudierende finden statt

Der zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M2) wird in Niedersachsen trotz der Corona-Pandemie vom 15. bis 17. April stattfinden. Damit die Prüfungen reibungslos ablaufen, unterstützen die Universitäten den Niedersächsischen Zweckverband zur Approbationserteilung mit Räumlichkeiten und Aufsichtspersonal. Das Bundesgesundheitsministerium hatte den Ländern zuvor eingeräumt, selbständig über eine Verschiebung der Prüfungen zu entscheiden. Das Niedersächsische Gesundheitsministerium hat auf Wunsch der Universitätsmedizin in Niedersachsen entschieden, die Prüfungen durchzuführen. „Mit der Entscheidung haben die Studierenden die Sicherheit, dass sie nicht umsonst für diese herausfordernde Prüfung gelernt haben“, erklärt Wissenschaftsminister Björn Thümler.

Näheres erfahren Sie hier:

https://www.mwk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/zweiter-abschnitt-der-arztlichen-prufung-in-niedersachsen-wird-stattfinden-187142.html

Weil bei Maischberger: „Die Politik hat derzeit eine besonders große Verantwortung“

Gestern am späten Abend war Ministerpräsident Stephan Weil zu Gast bei Sandra Maischberger. In der ARD-Talksendung ging es u.a. um die Frage, wie groß die politische Verantwortung derzeit ist. „Ich trage schon lange politische Verantwortung, aber im Moment spüre ich sie ganz besonders. Das ist etwas anderes als eine Wirtschaftskrise oder eine Naturkatastrophe. Es geht um Tausende von Menschenleben, und ich bin mir dessen sehr bewusst“, so der SPD-Politiker. Wir müssen dieser Verantwortung gerecht werden. Ich hoffe, dass die deutsche Politik gerade deutlich zeigt, was sie kann und dass am Ende dieser Krise viele Menschen doch noch einen anderen Blick auf ihren Staat und ihre Politik gewinnen“.

Die ganze Sendung finden Sie in der ARD-Mediathek:

https://www.daserste.de/information/talk/maischberger/videos/maischberger-die-woche-video-272.html

Digital informieren: Landesbibliotheken erleichtern Zugang zu digitalen Beständen

Die niedersächsischen Landesbibliotheken haben den digitalen Zugang zu ihren Beständen vorübergehend erleichtert. Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek Hannover, die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und die Landesbibliothek Oldenburg bieten Nutzerinnen und Nutzern ein vereinfachtes Verfahren für eine zeitlich befristete Online-Registrierung an und verzichten vorübergehend auf eine persönliche Anmeldung. Damit können Interessierte einen Großteil der Online-Angebote und E-Books von zuhause aus aufrufen. „In der derzeitigen Ausnahmesituation möchten sehr viele Bürgerinnen und Bürger unkompliziert auf digitale Informationen zugreifen. Mit dem vereinfachten Registrierungsverfahren erhalten sie kurzfristig Zugang in die virtuelle Welt der Landesbibliotheken“, so Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler.

Weitere Informationen finden sich auf den Homepages der Landesbibliotheken: www.gwlb.de, www.hab.de und www.lb-oldenburg.de

Zur Pressemittteilung geht es hier: https://www.mwk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/landesbibliotheken-erleichtern-virtuelle-registrierung-187139.html

Update: Die aktuelle Infektionslage in Niedersachsen

Am Mittag verzeichnete das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) 5059 laborbestätigte Covid-19-Fälle. Im Vergleich zu gestern sind das 342 Neuinfizierte mehr. 63 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind in Niedersachsen an dem Corona-Virus verstorben.

Infos aus erster Hand: Hier geht’s zum Livestream

Täglich informieren Krisenstab sowie Ministerinnen und Minister der Landesregierung über die aktuelle Lage. Immer wochentags im Livestream um 14.30 Uhr auf folgenden Seiten:

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/index.html

https://www.sat1regional.de/

Telefon-Hotline: Ihr persönlicher Draht für Fragen zur Corona-Pandemie

Ihre Fragen beantworten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesdienstes von montags bis freitags zwischen 08.00 Uhr und 22.00 Uhr unter der Telefonnummer +49 (0) 511 120 6000

Häufig gestellte Fragen: Hier finden Sie Antworten

Hier finden Sie Antworten der Landesregierung auf häufig gestellte Fragen.

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/antworten-auf-haufig-gestellte-fragen-faq-185463.html#Corona_FAQ_Rubriken
Tragen Sie sich in unsere Abonnentenliste ein, wenn Sie diesen Newsletter künftig per E-Mail erhalten möchten.


* Pflichtfeld

Artikel-Informationen

erstellt am:
02.04.2020
zuletzt aktualisiert am:
03.04.2020

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln