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Newsletter zum Corona-Geschehen in Niedersachsen 08.04.2020

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Regel-Verstoß: Niedersachsen führt Bußgeldkatalog ein

Der Bußgeldkatalog dient den örtlichen Ordnungsbehörden als Orientierung und regelt die Höhe der Geldstrafe bei Verstößen gegen geltende Auflagen. Darüber informierte am Nachmittag in Hannover der Leiter des Corona-Krisenstabs, Heiger Scholz. Grundsätzlich gilt weiterhin, dass alle Bürgerinnen und Bürger dringend aufgefordert sind, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Die Bußgelder bewegen sich im Rahmen dessen, was auch andere Länder, wie Hamburg, Schleswig-Holstein oder NRW, vorsehen. Wer sich beispielsweise nicht an den Mindestabstand von 1,5 Metern im Freien hält, soll 150 Euro zahlen. Bei unzulässigen Treffen von mehr als zwei Menschen sind 200 bis 400 Euro pro Person fällig und Restaurantbetreiber, die entgegen des Verbots öffnen, sollen 4000 bis 10 000 Euro zahlen. Bei mehrmaligen Verstößen droht eine Strafe bis zu 25 000 Euro. Wer gegen Quarantäne-Auflagen des Gesundheitsamtes verstoße, so Scholz, begehe eine Straftat und müsse mit einer Haftstrafe rechnen. Die Einhaltung der Regeln kontrollieren auch weiterhin Polizei und Ordnungsämter. Die Sanktionen sollen dazu beitragen, dass die Schutzmaßnahmen noch besser von den Menschen eingehalten werden und so die Ausbreitung des Corona-Virus weiter verlangsamt wird. Häufig gestellte Fragen und Antworten zur Verordnung können Sie hier einsehen:

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/antworten-auf-haufig-gestellte-fragen-faq-185463.html

Foto: Heiger Scholz, Leiter des Niedersächsischen Corona-Krisenstabs

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Corona-Quarantäne: Niedersachsen nimmt minderjährige Flüchtlinge auf

Nach Hamburg und Bremen nimmt auch Niedersachsen 50 Kinder aus Flüchtlingscamps von den griechischen Ägäis-Inseln auf. Die minderjährigen Geflüchteten landen in der kommenden Woche in Niedersachsen und gehen zunächst in eine 14-tägige Quarantäne. Anschließend werden die Kinder auf soziale Jugendhilfeeinrichtungen in Niedersachsen verteilt. Die Initiative hatte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius bereits im vergangenen Herbst gestartet. „Jetzt sind wir auf der Zielgeraden und es gelingt uns hoffentlich endlich, diesen besonders schutzbedürftigen Kindern zunächst ein festes Dach über dem Kopf, fließend Wasser und ausreichend Lebensmittel zur Verfügung zu stellen“, kommentiert Pistorius die Hilfsaktion.

Allein im Flüchtlingscamp Moria halten sich aktuell über 1000 Kinder auf. Angesichts der katastrophalen hygienischen Verhältnisse, rechnen Gesundheitsexperten bei einem Ausbruch von Covid-19-Erkrankungen mit verheerenden Folgen. Außer Deutschland ist aufgrund der Corona-Virus-Pandemie derzeit nur Luxemburg bereit, junge Migranten aus den überfüllten informellen Lagern zu holen. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Homepage des Niedersächsischen Innenministeriums:

https://www.mi.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/unbegleitete-minderjahrige-fluchtlinge-auf-den-griechischen-inseln-niedersachsen-will-die-ersten-50-fluchtlingskinder-aufnehmen-187322.html

Foto: Benjamin Goltsche, Referatsleiter Ausländer- und Asylrecht im Niedersächsischen Innenministerium

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Corona-Soforthilfe: NBank sorgt für schnellen Geldfluss

Die landeseigene NBank hat im Rahmen der Corona-Soforthilfe für Unternehmen und Solo-Selbstständige nach eigenen Angaben bisher mehr als 250 Millionen Euro bewilligt.

37 000 Antragsteller haben das Geld bereits erhalten und können damit arbeiten. Insgesamt wurden mehr als 145 000 Anträge gestellt. Rund ein Drittel der Anträge sind unvollständig und müssen von der NBank individuell nachbearbeitet werden.

Aktuelle Informationen auch unter Twitter @NBank_de

Rückgang: Weniger Straftaten wegen Corona-Pandemie

Dafür hat das Landeskriminalamt die Straftaten der 14. Kalenderwoche des Vorjahres mit den Straftaten der vergangenen Woche verglichen. Demnach sank die Zahl der Einbrüche um die Hälfte. Bei Diebstählen sind es über 70 Prozent und bei Taschendiebstählen rund 90 Prozent. Trotz der aktuellen Ausnahmesituation gibt es auch keinen Anstieg im Bereich der Häuslichen Gewalt.

Dafür nutzen mehr Betrüger die Corona-Krise und die Unsicherheit in der Bevölkerung für ihre perfiden Maschen. Das LKA verzeichnet einen erkennbaren Anstieg von Enkeltricks, Phishing & Co. Weitere Informationen hat die Polizei auf der Homepage www.polizei-praevention.de bereitgestellt.

Update: Die aktuelle Infektionslage in Niedersachsen

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) registrierte heute Mittag (Stand 13:00 Uhr) 6845 laborbestätigte Covid-19-Fälle in Niedersachsen. Im Vergleich zu gestern sind das 401 Neuinfizierte mehr. Bisher sind in Niedersachsen 139 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, gestorben.

Weil bei Lanz: Corona-Talk im Zweiten

Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil war gestern Abend zu Gast bei „Markus Lanz“ im ZDF. Wenn Sie die Sendung verpasst haben, geht’s hier zur Mediathek:

https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz

Infos aus erster Hand: Hier geht’s zum Livestream

Von Montag bis Freitag informiert um 14:30 Uhr der Corona-Krisenstab im Livestream über die aktuelle Lage in Niedersachsen. Die Pressekonferenz können Sie auf folgenden Seiten verfolgen:

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/index.html

https://www.sat1regional.de/

Telefon-Hotline: Ihr persönlicher Draht für Fragen zur Corona-Pandemie

Für Ihre Fragen haben wir werktags zwischen 08:00 und 22:00 Uhr eine Hotline geschaltet. Telefon 49 (0) 511 120 6000

Corona-News: Hätten Sie´s gewusst?

Häufig wird jetzt gefragt, ob in Schneidereien Mundschutzmasken hergestellt werden dürfen.

Das Schneidern ist eine Dienstleistung und Nähen ist als Tätigkeit erlaubt. Wegen des fehlenden Mindestabstands zwischen Kunden und Personal, dürfen die Masken aber nur online verkauft und versendet werden. Allerdings dürfen sie nicht als Medizinprodukt angeboten werden. Dafür fehlen den Mundschutzmasken die vorgeschriebenen Zulassungen. Das muss beim Verkauf klar erkennbar sein.

Unter dem nachfolgendem Link haben wir für Sie weitere interessante Antworten auf häufig gestellte Fragen zusammengestellt.

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/antworten-auf-haufig-gestellte-fragen-faq-185463.html
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Artikel-Informationen

erstellt am:
08.04.2020

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