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Niedersachsen und das weiße Pferd

Wappen des Landes Niedersachsen

Die Fläche, die wir heute Deutschland nennen, hieß damals Germanien. Und die dort lebenden Menschen waren Germanen. Später siedelten hier Sachsen. Der Name des heutigen Landes Niedersachsen geht auf diese Menschen zurück. Den Sachsen waren ihre Pferde sehr wichtig. Ob sie allerdings, wie die heutigen Niedersachsen, bereits ein weißes Pferd als Wappen auf ihren Schilden hatten, wissen wir nicht. Das heutige niedersächsische Wappen wurde erst vor rund siebzig Jahren entworfen, aber seine Vorbilder sind Jahrhunderte alt. Die Fürsten, die im Gebiet des heutigen Niedersachsen regierten, trugen es ein halbes Jahrtausend lang in ihren Wappen.

Sachsen und Franken

Am Ende des 8. Jahrhunderts, im Jahr 772 nach Christus, griffen die Franken die Sachsen an. Das Fränkische Reich war viel größer als Deutschland heute. Es erstreckte sich über Frankreich, große Teile Italiens und Teile des heutigen Deutschland.

Die Sachsen wehrten sich gegen die Angreifer. Doch nach zwei verlorenen Kämpfen mussten sie sich geschlagen geben. Nachdem die Sachsen den Krieg gegen Karl den Großen und die Franken verloren hatten, ließ sich der sächsische Anführer Widukind taufen. Die Taufe war nicht nur ein Übertritt zum christlichen Glauben. Sie war auch ein politisches Symbol. Damit zeigte Widukind allen Menschen, dass die Sachsen verloren hatten und sich den fränkischen Werten unterwarfen. Im Laufe der Zeit ließen sich immer mehr heidnische Sachsen taufen. Sie wurden „christianisiert“.

Fränkisches Reich  
Fränkisches Reich 481 - 814

Westfrankenreich, Lotharingien und das Ostfränkische Reich

Als der fränkische König starb, erbten seine drei Enkelsöhne das Frankenreich und somit auch Sachsen. Damit sich die drei neuen Herrscher einig wurden, teilten sie im Jahre 843 das Reich in drei neue Reiche: das Westfrankenreich, Lotharingien und das Ostfränkische Reich.

Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu
Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu
Im ostfränkischen Teilreich, dem Gebiet des späteren Deutschland, lebten viele verschiedene Stämme. Im Jahr 919 wurde der sächsische Herzog Heinrich I. zum König über das Ostfränkische Reich gewählt. Mehr als hundert Jahre herrschten hier die Sachsenkönige.

Ein Nachfolger Heinrichs I. war der Ottonenkaiser Otto II., Sohn Ottos des Großen. Die Urkunde seiner Hochzeit mit der byzantinischen Prinzessin Theophanu aus dem Jahr 972 ist ein über 144 cm langes, kostbares, mit Purpurfarbe und Blattgold verziertes Dokument aus Pergament (Tierhaut). Die prachtvolle Urkunde wird heute im Landesarchiv in Wolfenbüttel aufbewahrt.

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