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Ausbreitung verhindern – Alle können was tun!

Hygiene-Tipps: So verhalten Sie sich richtig


zuletzt aktualisiert am 07.05.2020

Seit dem 27. April 2020 gilt eine landesweite Pflicht zum Tragen einer einfachen Mund-Nasen-Bedeckung für Fahrgäste im Personenverkehr und Kundinnen und Kunden im Einzelhandel. Geregelt ist dies in der Niedersächsischen Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus.

Hier finden Sie Antworten zu alle häufig gestellten Fragen rund um die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung in Niedersachsen.

Das Tragen eines Tuchs oder Schals über Mund und Nase genügt allerdings als Mund-Nasen-Bedeckung bereits aus. Bitte tragen Sie keine Maske mit Ventil, denn Masken mit Ventil schützen nur den Träger – solche FFP2-/FFP3-Masken mit Ventil werden im Krankenhausalltag benötigt.

Die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung hat uns eine Nähanleitung für Behelfsmasken in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Russisch, Polnisch, Griechisch, Spanisch, Arabisch und Farsi zur Verfügung gestellt.

Hinweis: Bei Community-Masken und Alltagsmasken handelt es sich um Behelfsmasken und nicht um Atemschutzmasken.

Schon mit dem Beachten von ein paar einfachen Hygiene-Regeln kann jeder etwas gegen eine schnellere Verbreitung des Coronavirus beitragen. Wer sich selbst schützt, schützt andere –und kann damit Menschenleben retten.

Während insbesondere junge Menschen bei einer Infektion oftmals einen verhältnismäßig milden Krankheitsverlauf durchlaufen, stellt Covid-19 für andere Personengruppen ein erhebliches bis schwerwiegendes, mitunter tödliches Gesundheitsrisiko dar.

Hierzu beschreibt das Robert-Koch-Institut:

Obwohl schwere Verläufe häufig auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten, haben die folgenden Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahren)
  • Raucherinnen und Raucher
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
    • des Herzens (z.B. koronare Herzerkrankung),
    • der Lunge (z.B. Asthma, chronische Bronchitis),
    • Patientinnen und Patienten mit chronischen Lebererkrankungen)
    • Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
    • Patientinnen und Patienten mit einer Krebserkrankung.
    • Patientinnen und Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z.B. Cortison)

Schützen Sie sich konsequent – und helfen Sie damit, diejenigen zu schützen, für die Covid-19 eine nachhaltige Bedrohung darstellt: ältere Menschen, vorerkrankte Menschen, das heißt mehr als jede dritte Person in Niedersachsen!

Über die Berücksichtigung einfacher Hygiene-Regeln können Sie dazu beitragen:

  • Hände waschen: Waschen Sie regelmäßig und gründlich Ihre Hände. Vor allem, wenn Sie im öffentlichen Raum unterwegs waren.
  • Abstand halten: Halten Sie mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen Personen.
  • Hust- und Niesetikette einhalten: Drehen Sie sich, wenn Sie husten oder niesen müssen, von anderen Menschen weg und nutzen Sie ein Taschentuch, das Sie danach sofort entsorgen können. Falls Sie kein Taschentuch griffbereit haben, halten Sie Ihre Armbeuge vor Mund und Nase, um andere zu schützen. Waschen Sie sich nach dem Husten, Niesen oder Naseputzen möglichst Ihre Hände.

Der beste Schutz ist aber zur Zeit: Bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie unnötige Sozialkontakte!

Weitere Hygiene-Tipps finden Sie hier: https://www.infektionsschutz.de/hygienetipps.html


Atemschutzmasken als Teil der persönlichen Schutzausrüstung

Beim Coronavirus handelt es sich um einen biologischen Arbeitsstoff, dessen Umgang der Biostoffverordnung (BioStoffV) mit dem technischen Regelwerk für biologische Arbeitsstoffe (TRBA) unterliegt. Das Coronavirus wurde in die Risikogruppe 3 nach BioStoffV eingestuft. Dementsprechend sind die arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften für diese Risikogruppe anzuwenden.

Hinweise zum Atemschutz (persönliche Schutzausrüstung - PSA) enthalten dabei die TRBA 250 („Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege“) und speziell für den vorliegenden Fall der Beschluss 609 des ABAS (Ausschuss für biologische Arbeitsstoffe) mit dem Titel „Arbeitsschutz beim Auftreten einer nicht ausreichend impfpräventablen Influenza“, der hier sinngemäß anwendbar ist.

Als Atemschutzmasken sind je nach Tätigkeit partikelfiltrierende Halbmasken der Kategorie FFP2 oder FFP3 zu verwenden. Bei wiederverwendbaren Masken (Halb- oder Vollmasken mit Partikelfilter), also Masken mit desinfizierbarem Grundkörper, müssen die Partikelfilter mit P2 oder P3 gekennzeichnet sein (entspricht FFP2 oder FFP3).

Atemschutzmasken sind persönliche Schutzausrüstungen und unterliegen hinsichtlich ihrer Herstellung und Bereitstellung auf dem Markt den Anforderungen der Verordnung (EU) 2016/425 über persönliche Schutzausrüstungen. Sie müssen einem Konformitätsbewertungsverfahren, bei dem eine notifizierte Stelle einzubeziehen ist, unterzogen werden, wobei am Ende das CE-Kennzeichen mit der Kennnummer der notifizierten Stelle als Nachweis für die Konformität anzubringen ist. Im Kontext der COVID-19-Bedrohung und auftretenden Lieferengpässe ist durch Empfehlung (EU) 2020/403 der Europäischen Kommission vom 13. März 2020 den zuständigen Behörden unter anderem die Möglichkeit gegeben, die Bereitstellung von Atemschutzmasken auf dem Unionsmarkt für einen begrenzten Zeitraum zu genehmigen, obwohl die obligatorischen EU-Konformitätsbewertungsverfahren nicht erfüllt sind. Voraussetzung hierfür ist, dass die Atemschutzmasken ein angemessenes Gesundheits- und Sicherheitsniveau gewährleisten.

Sofern bei Atemschutzmasken ein angemessenes Schutzniveau nicht auf anderem Weg nachgewiesen werden kann (Konformitätserklärung/CE-Kennzeichnung, Übereinstimmung mit den US-amerikanischen, kanadischen, australischen oder japanischen Vorschriften), kann über eine notifizierte Stelle ein verkürztes Prüfverfahren als Nachweis herangezogen werden. Der Prüfgrundsatz ist auch auf der Homepage der Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS) zusammen mit ergänzenden Hinweisen veröffentlicht worden.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) aktualisiert laufend ihre Informationen unter www.baua.de. Unter https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Biostoffe/FAQ/FAQ_node.html können Sie sich rund um das Thema Arbeitsschutz im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 informieren.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt unter www.rki.de ausführliche Empfehlungen zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung und Pflege von Patienten mit einer Infektion durch SARS-CoV-2.

Die Empfehlungen des RKI für den stationären Bereich und die ambulante Versorgung / Arztpraxis sind unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Hygiene.html

aufgeführt, zu Erkrankungen in Alten- und Altenpflegeheimen unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Altenpflegeheime.html.

Hinweise zum Schnelltest für Pandemie-Atemschutz vom Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA): Häufig gestellte Fragen zum Schnelltest für Pandemie-Atemschutz (Atemschutzmasken) beantwortet durch das IFA (PDF-Dokument vom 27.03.2020)

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