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Niedersachsen und Corona: Warnstufen und Leitindikatoren

Corona-Lage - Welche Warnstufe gilt aktuell in Niedersachsen


Zur Beurteilung der Corona-Lage gibt es drei Warnstufen. Eine Warnstufe wird festgestellt, wenn der Leitindikator „Hospitalisierung“ und mindestens ein weiterer Indikator den Wertebereich der entsprechenden Warnstufe erreicht. (§ 3 der Corona-Verordnung, gültig ab 15. Januar 2022)

Leitindikator:

  • Hospitalisierung (landesweite Kennzahl)

Indikatoren:

  • Neuinfizierte (je Landkreis und kreisfreie Stadt)
  • Intensivbetten (landesweite Kennzahl)

+++ Aktuell gilt unabhängig von den vorstehenden Indikatoren
bis einschließlich 2. Februar 2022 landesweit die Warnstufe 3. +++

Welche Regel gelten in Niedersachen und Antworten auf häufig gestellte Fragen
» Grafiken zur verständlichen Darstellung der Corona-Regeln
» FAQ - sortiert nach Themengebieten

Vorschriften der Landesregierung
» Niedersächsische Corona-Verordnung (gültig ab 15. Januar 2022)
» Warnstufenkonzept (gültig ab 15. Januar 2022)

Corona-Dashboard mit Ausweisung der Fallzahlen und Inzidenzen je Landkreis

» www.niedersachsen.de/corona-fallzahlen

Corona: die Lage in Niedersachsen

Welche Warnstufe gilt aktuell für Niedersachsen ?
Für den Zeitraum vom 24. Dezember 2021 bis zum Ablauf des 2. Februar 2022 wird die Warnstufe 3 landesweit für das Land Niedersachsen festgestellt.

Wichtig: Die regionale Inzidenz "Neuinfizierte" sowie die Indikatoren "Hospitalisierung und Intensivbetten" spielen insofern zunächst bis zum 2. Februar keine Rolle bei der Feststellung bzw. Aufhebung einer Warnstufe.

In der Warnstufe 3 wird dabei vorrangig die 2GPlus-Regel (geimpft, genesen plus zusätzlich negativen Test- oder Booster-Nachweis) unseren Alltag bestimmen.
Außerdem werden die Kontaktbeschränkungen für private Feiern und Zusammenkünfte ab dem 27. Dezember 2021 (ebenfalls bis zum 2. Februar 2022) deutlich verschärft: Es dürfen in Niedersachsen nur noch zehn Personen bei privaten Feiern oder Zusammenkünften zusammenkommen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mit eingerechnet, ebenso wenig Betreuungspersonen.

Corona-Lagegrafik mit Übersicht zu Leitindikatoren und Warnstufen   Bildrechte: StK

Hinweis zu den Werten der Hospitalisierungsrate Niedersachsen und dem Indikator "Intensivbetten":


Hospitalisierungsinzidenz – Leitindikator

Sie bildet alle Neuaufnahmen von COVID-Patientinnen und –Patienten in den niedersächsischen Krankenhäusern pro 100.000 Einwohnerinnen und -Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage ab.

Alle niedersächsischen Krankenhäuser melden über das IVENA-System täglich die Anzahl der mit COVID neu aufgenommenen Patientinnen und Patienten. Dabei spielt es keine Rolle, wann sich diese Patientinnen und Patienten mit dem Virus infiziert haben. Um den Wert der Hospitalisierungsinzidenz zu berechnen, wird die Zahl aller Neuaufnahmen der vergangenen sieben Tage addiert und auf die Quote pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner umgerechnet. Dadurch ergibt sich ein guter Überblick über die Belastung der Krankenhäuser insgesamt.

Vor diesem Hintergrund werden auch weiterhin die Maßnahmen der Landesregierung im Kampf gegen die Pandemie auf diesen Wert begründet.

Das RKI legt bei seiner Berechnung hingegen ausschließlich die Zahl der Personen zugrunde, die sich in den vergangenen sieben Tage neu mit COVID-19 infiziert haben und die nach den Daten der Gesundheitsämter in einem Krankenhaus behandelt werden müssen.


Intensivbetten-Kapazität

Der Berechnungswert für die Intensivbetten-Kapazität liegt bei 2.350.

Beispiel zur Berechnung der prozentualen Belegung der Intensivbetten:
am 23.11.2021 waren um 09 Uhr 188 Covid-Patientinnen und -Patienten auf Intensivstation

188/2.350 = 8,0 %

Die Zahl bezieht sich auf die Gesamtzahl der maximal betreibbaren Intensivbetten in niedersächsischen Krankenhäusern, die im Realbetrieb grundsätzlich mit einem gewissen zeitlichen Vorlauf zu erreichen wären. Grundlage sind die Rückmeldungen der Krankenhäuser. Für den Betrieb der Intensivbetten muss in den Kliniken neben der technischen Ausstattung auch das entsprechende Personal einsatzbereit sein.

Das Divi-Intensivregister gibt die Zahl der Intensivbetten an, die tagesaktuell maximal betreibbar sind.


Verlauf Leitindikator Krankenhausbelegung   Bildrechte: StK
Verlauf Indikator Intensivbetteninzidenz   Bildrechte: StK

System der Warnstufen


Indikatoren

Warnstufe 1
Warnstufe 2
Warnstufe 3

Leitindikator Hospitalisierung
7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz (Fälle je 100.000 Einwohner)
Ebene: landesweit

mehr als 3
bis max. 6
mehr als 6
bis max. 9
mehr als 9

Neuinfizierte
7-Tagesinzidenz (Fälle je 100.000 Einwohner)
Ebene: Landkreis/Kreisfreie Stadt


mehr als 35
bis max. 100
mehr als 100
bis max. 200
mehr als 200

Intensivbetten

Anteil COVID-19-Erkrankter an Intensivbettenkapazität
Ebene: Belegung landesweit

mehr als 5 %
bis max. 10%
mehr als 10%
bis max. 15%
mehr als
15 Prozent

Indikatoren

Der Leitindikator „Hospitalisierung“ bestimmt sich nach den landesweiten Hospitalisierungsfällen mit Covid-19-Erkrankungen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den letzten sieben Tagen (7-Tages-Hospitalisierungs-Inzidenz). Ein Hospitalisierungsfall ist jede in Bezug auf eine Covid-19-Erkrankung in einem Krankenhaus aufgenommene Person. Die Fallzahl wird mittels des Interdisziplinären Versorgungsnachweises IVENA eHealth landesweit bestimmt.

Der Indikator „Neuinfizierte“ richtet sich nach der Zahl der Neuinfizierten mit Covid 19 im Verhältnis zur Bevölkerung je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner kumulativ in den letzten sieben Tagen. Die 7-Tage-Inzidenz wird je Landkreis und kreisfreie Stadt nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) ermittelt.

Der Indikator „Intensivbetten“ bestimmt sich nach dem landesweiten prozentualen Anteil der mit COVID-19-Erkrankten belegten Intensivbetten an der Intensivbettenkapazität. Die Anzahl der belegten Intensivbetten wird auf Basis des Interdisziplinären Versorgungsnachweises IVENA eHealth landesweit ermittelt.

Feststellen der Warnstufen

Leitindikator für die Feststellung der Warnstufen ist die landesweite 7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz mit neu aufgenommenen Covid-19-Erkrankten. Damit eine Warnstufe greift, muss zusätzlich einer der weiteren Indikatoren den Wertebereich erreichen.

Hospitalisierung und Intensivbetten

Erreichen der Leitindikator „Hospitalisierung“ und der Indikator „Intensivbetten“ an fünf aufeinander folgenden Werktagen den Wertebereich einer Warnstufe, stellt das Niedersächsische Gesundheitsministerium per Allgemeinverfügung den Tag fest, an dem die entsprechende Warnstufe landesweit für Niedersachsen gilt. Die jeweilige Warnstufe tritt ab dem übernächsten Tag nach Ablauf des Fünftagesabschnitts in Kraft.

Hospitalisierung und Neuinfizierte

Erreichen der Leitindikator „Hospitalisierung“ und der Indikator „Neuinfizierte“ in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an fünf aufeinander folgenden Werktagen den Wertebereich einer Warnstufe, stellt der Landkreis oder die kreisfreie Stadt per Allgemeinverfügung den Tag fest, an dem die entsprechende Warnstufe für den jeweiligen Landkreis oder die kreisfreie Stadt gilt. Die jeweilige Warnstufe tritt ab dem übernächsten Tag nach Ablauf des Fünftagesabschnitts in Kraft.

Inzidenz über 350 (Hotspot)

Überschreitet der Indikator "Neuinfizierte" in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an fünf aufeinander folgenden Werktagen den Wert 350, stellt der Landkreis oder die kreisfreie Stadt per Allgemeinverfügung den Tag fest, an dem die Regelungen der Warnstufe 3 (unabhängig von anderen Indikatoren) für den jeweiligen Landkreis oder die kreisfreie Stadt gilt. Die Anwendung dieser Regelungen tritt ab dem übernächsten Tag nach Ablauf des Fünftagesabschnitts in Kraft.

Ausnahmen Neuinfizierte

Beruht die Überschreitung des Schwellenwerts beim Indikator „Neuinfektionen“ auf ein mit hinreichender Sicherheit bestimmtes räumlich abgrenzbares Infektionsgeschehen, kann der Landkreis oder die kreisfreie Stadt von der Feststellung des Erreichens der Warnstufe absehen.

Inzidenz über 35

Erreicht die 7-Tagesinzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt den Wert von mehr als 35 Neuinfektionen, gilt in dem Landkreis oder der kreisfreien Stadt die 3G-Regel auch ohne dass der Indikator „Hospitalisierung“ den Wertebereich der Warnstufe 1 erreicht.

Aufheben der Warnstufen

Hospitalisierung und Intensivbetten

Erreichen die beiden Indikatoren „Hospitalisierung“ und „Intensivbetten“ an fünf aufeinander folgenden Werktagen den Wertebereich einer Warnstufe nicht mehr, gibt das Niedersächsische Gesundheitsministerium per Allgemeinverfügung den Tag bekannt, an dem die landesweite Warnstufe aufgehoben wird. Dies ist in der Regel ab dem übernächsten Tag nach Ablauf des Fünftagesabschnitts der Fall.

Hospitalisierung und Neuinfizierte

Erreichen die beiden Indikatoren „Hospitalisierung“ und „Neuinfizierte“ an fünf aufeinander folgenden Werktagen den Wertebereich einer Warnstufe nicht mehr, stellt der Landkreis oder die kreisfreie Stadt per Allgemeinverfügung den Tag fest, an dem die entsprechende Warnstufe aufgehoben wird. Dies ist in der Regel ab dem übernächsten Tag nach Ablauf des Fünftagesabschnitts der Fall.

Hinweise

Fünftagesabschnitt: Bei der Ermittlung des Fünftagesabschnitts zählen Sonn- und Feiertage nicht mit, unterbrechen aber auch nicht die Zählung der Werktage.


Anzahl der Neuinfektionen: 7-Tagesinzidenz auf Basis der RKI-Zahlen

Stand: tagesaktuell, 00:00 Uhr (Quelle: Robert Koch-Institut, RKI)
Wir beantworten Ihre Fragen!

Die zentrale Corona-Hotline der Niedersächsischen Landesregierung erreichen Sie unter 0511 120 6000 - Montag bis Samstag von 8:00 bis 20:00 Uhr (außer an Feiertagen).

Das sollten Sie tun bei Verdacht auf eine Corona-Infektion: Wenden Sie sich telefonisch an Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt oder rufen sie unter 116 117 den ärztlichen Bereitschaftsdienst an, wenn Sie die Sorge haben, sich mit Sars-CoV-2 infiziert zu haben.

Artikel-Informationen

erstellt am:
22.08.2021
zuletzt aktualisiert am:
18.01.2022

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