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Covid-19 Impfung - Antworten auf häufig gestellte Fragen

+++ Impfung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren +++
Nach Ansicht der Ständigen Impfkommission des Bundes (STIKO) überwiegt auch bei Kindern und Jugendlichen ohne Vorerkrankung der Nutzen die Risiken der Impfung. Deshalb wird die Impfung von der STIKO ausdrücklich empfohlen. Hier finden Sie die Empfehlungen für eine Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren vom 16. August 2021.

Für eine Impfung wenden sich Eltern hierzu an die entsprechende Kinder- und Jugendarztpraxis.


+++ Impfung für Genesene +++
Personen können sich bereits vier Wochen nach einer überstandenen Corona-Infektion gegen das Corona-Virus impfen lassen. Sie gelten dabei bereits mit nur einer Impfung als vollständig immunisiert und geschützt.

Wer eine Infektion mit dem Corona-Virus durchgemacht hat, gilt zunächst als offiziell genesen, wenn die Infektion durch PCR-Test nachgewiesen, mindestens 28 Tage und längstens sechs Monate zurückliegt. Nach aktuellen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass eine ausreichende Immunität bis zu sechs Monate nach der Erkrankung besteht. Gleichwohl hat die Ständige Impfkommission (StiKo) ihre bisherige Empfehlung für einen Abstand (zur nachfolgenden Impfung) von sechs Monaten auf vier Wochen verkürzt.

Wichtig: generell ist festzustellen, dass eine überstandene Coronaerkrankung nur vorübergehend vor einer Neuerkrankung schützt. Angesichts des Anstiegs von Neuinfektionen mit der hochansteckenden Delta-Variante, empfehlen wir daher auch genesenen Menschen, sich für eine Schutzimpfung zu entscheiden.
Die sogenannte „Booster-Impfung“ trägt dazu bei, das Risiko einer erneuten Ansteckung oder eines schweren Erkrankungsverlaufs deutlich zu reduzieren. So schützen Sie sich und andere.





1. Allgemeine Fragen zur Impfung und zu den Booster-Impfungen (Auffrischung)


Brauche ich wirklich eine Impfung?
Ja, auf jeden Fall. Die Impfung ist der wirksamste Schutz vor einer schweren Covid-Erkrankung. Es müssen sich noch mehr Menschen impfen lassen, damit wir gegen das Virus bestehen können. Schützen Sie sich und andere und lassen Sie sich bitte vollständig gegen Covid-19 impfen.

Wo kann ich eine Erstimpfung vornehmen lassen?
Sie können sich in den allermeisten Arztpraxen, bei Ihren Betriebsärzten und bei mobilen Impfteams impfen lassen. Wenn Sie keine Hausarztpraxis haben, finden Sie im Internet unter www.arztsuche-niedersachsen.de impfende Ärztinnen und Ärzte in Ihrer Nähe.

Weitere Informationen zu Impfmöglichkeiten erhalten Sie unter https://impfen-schuetzen-testen.de/impfen/


Für wen kommen die Auffrischungsimpfungen (Booster-Impfung) in Frage?
Die Ständige Impfkommission informiert in Ihrer Presseinformation der STIKO vom 18.11.2021 auszugsweise hierzu wie folgt:

"Die STIKO aktualisiert ihre COVID-19-Impfempfehlung und empfiehlt allen Personen ab 18 Jahren eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff – der Beschlussentwurf ist soeben in das vorgeschriebene Stellungnahmeverfahren gegangen.

Die STIKO ruft alle bisher Nicht-Geimpften dringend auf, das COVID-19-Impfangebot wahrzunehmen.

Ab sofort empfiehlt die STIKO allen Personen ab 18 Jahren die COVID-19-Auffrischimpfung.

Die STIKO bekräftigt jedoch ihre Empfehlung folgenden Personengruppen prioritär eine Auffrischimpfung anzubieten: Personen mit Immundefizienz, Personen im Alter von ≥ 70 Jahren, BewohnerInnen und Betreute in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen sowie Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen. Auch bisher Nicht-Geimpfte sollen vordringlich geimpft werden.

Die Auffrischimpfungen soll in der Regel im Abstand von 6 Monaten zur letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung erfolgen. Eine Verkürzung des Impfabstandes auf 5 Monate kann im Einzelfall oder wenn genügend Kapazitäten vorhanden sind erwogen werden. Unabhängig davon, welcher Impfstoff zuvor verwendet wurde, soll für die Auffrischimpfung ein mRNA-Impfstoff verwendet werden."


Die niedersächsische Landesregierung empfiehlt dies auch ausdrücklich!

Trotz vollständiger Impfung ist das Risiko einer Ansteckung im hohen Alter größer, da die Immunantwort nach der Impfung insgesamt schwächer ausfällt, als bei jüngeren Menschen.

Alle, die für eine Auffrischungsimpfung in Frage kommen, sollten im Laufe der nächsten Wochen einen Termin bei einer Ärztin oder einem Arzt vereinbaren. Eine abgeschlossene Impfserie aus zwei Impfungen schützt nach den Erkenntnissen der Expertinnen und Experten noch sehr zuverlässig vor schweren Krankheitsverläufen.

Abe mit Blick auf den Winter und das aktuelle Infektionsgeschehen ist eine Auffrischungsimpfung jedoch dringend zu empfehlen, um das eigene Ansteckungsrisiko noch weiter zu senken.


Wann sollte die Auffrischungsimpfung erfolgen?
Die STIKO rät dazu, eine dritte Impfung frühestens ein halbes Jahr nach den ersten beiden erhaltenen Impfdosen zu verabreichen. Eine Verkürzung des Impfabstandes auf 5 Monate kann im Einzelfall erwogen werden.
Wenn möglich, sollte der gleiche mRNA-Impfstoff verwendet werden wie bei den ersten beiden Impfungen.

Eine Ausnahme gilt für das Vakzin des Herstellers Johnson&Johnson. Hier wird für einen vollständigen Impfschutz nur eine Dosis verabreicht. Laut der STIKO verzeichnen Gesundheitsämter bei Menschen, die diesen Impfstoff erhalten haben, häufiger Impfdurchbrüche. Darum soll eine Booster-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff bereits vier Wochen nach der ersten Impfdosis verabreicht werden.

Nach Angaben des Robert Koch-Institutes wurden in Niedersachsen bislang rund 400.000 Menschen mit diesem Impfstoff geimpft.



Wo erhalte ich die Auffrischungsimpfung?
Seit dem 1.Oktober 2021 liegen die Impfungen gegen COVID-19 in der Verantwortung des sogenannten Regelsystems, also bei den niedergelassenen Praxen und den Betriebsärztinnen und –ärzten. Darüber hinaus unterstützen die mobilen Impfteams der Landkreise und kreisfreien Städte das Regelsystem bei der Verabreichung der Auffrischungsimpfungen für Menschen in Alten-und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe.
Nähere Informationen erhalten Sie unter https://impfen-schuetzen-testen.de/impfen/



Kann man sich gleichzeitig gegen Covid-19 und Grippe impfen lassen?

Ja, das ist möglich. Die STIKO hat mit Beginn der Grippesaison dazu eine Empfehlung ausgesprochen. Die Covid-19-Impfung und die Grippeimpfung können in einem Termin erfolgen. Es muss kein Impfabstand eingehalten werden. Allerdings sollten die beiden Impfungen nicht in denselben Oberarm verabreicht werden.

Die STIKO weist zusätzlich darauf hin, dass bei gleichzeitigen Impfungen Nebenwirkungen häufiger auftreten können, als bei der getrennten Gabe.


In welchen Fällen wird von einer Impfung abgeraten?

  • Kinder unter 12 Jahren, für die aktuell kein Impfstoff zugelassen ist, dürfen nicht geimpft werden.
  • Wer an einer akuten Krankheit mit Fieber (38,5°C oder höher) leidet, soll erst nach Genesung geimpft werden. Eine Erkältung oder gering erhöhte Temperatur (unter 38,5°C) ist jedoch kein Grund, die Impfung zu verschieben.
  • Bei einer Überempfindlichkeit gegenüber einem Impfstoffbestandteil sollte nicht geimpft werden: Bitte teilen Sie der Impfärztin/dem Impfarzt vor der Impfung mit, wenn Sie Allergien haben. Wer nach der 1. Impfung eine allergische Sofortreaktion (Anaphylaxie) hatte, sollte die 2. Impfung nicht erhalten.


Sollte ich mich auch impfen lassen, wenn ich bereits mit dem Virus infiziert war?
Ja, und ab sofort können sich Personen bereits vier Wochen nach einer überstandenen Corona-Infektion gegen das Corona-Virus impfen lassen. Sie gelten dabei bereits mit nur einer Impfung als vollständig immunisiert und geschützt. Wer eine Infektion mit dem Corona-Virus durchgemacht hat, gilt zunächst als offiziell genesen, wenn die Infektion durch PCR-Test nachgewiesen, mindestens 28 Tage und längstens sechs Monate zurückliegt. Nach aktuellen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass eine ausreichende Immunität bis zu sechs Monate nach der Erkrankung besteht. Gleichwohl hat die Ständige Impfkommission (StiKo) ihre bisherige Empfehlung für einen Abstand (zur nachfolgenden Impfung) von sechs Monaten auf vier Wochen verkürzt.

Wichtig: Generell ist festzustellen, dass eine überstandene Coronaerkrankung nur vorübergehend vor einer Neuerkrankung schützt. Angesichts des Anstiegs von Neuinfektionen mit der hochansteckenden Delta-Variante, empfehlen wir daher auch genesenen Menschen, sich für eine Schutzimpfung zu entscheiden. Die sogenannte „Booster-Impfung“ trägt dazu bei, das Risiko einer erneuten Ansteckung oder eines schweren Erkrankungsverlaufs deutlich zu reduzieren. So schützen Sie sich und andere.


Kann oder sollte ich mein Kind impfen lassen?
Ja, unbedingt, so zumindest die Empfehlung der Ständigen Impfkommission und des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes! Impfen ist und bleibt der bestmögliche Schutz gegen das Coronavirus, vor allem in Hinblick auf die mittlerweile dominierende hochansteckende Delta-Variante. Der Nutzen der Impfung überwiegt die Risiken!
Interessierte Eltern können sich hinsichtlich der Impfung an die niedergelassenen Kinder- und Jugendärztinnen/-ärzten wenden.


Wie sicher ist die Impfung bei Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren?

Bei der Beantwortung dieser Frage beziehen wir uns auf die Mitteilung der STIKO vom 16. August:

"Auf der Grundlage neuer Überwachungsdaten, insbesondere aus dem amerikanischen Impfprogramm mit nahezu 10 Millionen geimpften Kindern und Jugendlichen, können mögliche Risiken der Impfung für diese Altersgruppe jetzt zuverlässiger quantifiziert und beurteilt werden. Die sehr seltenen, bevorzugt bei jungen männlichen Geimpften im Zusammenhang mit der Impfung beobachteten Herzmuskelentzündungen müssen als Impfnebenwirkungen gewertet werden. In der Mehrzahl der Fälle wurden die Patienten mit diesen Herzmuskelentzündungen hospitalisiert, hatten jedoch unter der entsprechenden medizinischen Versorgung einen unkomplizierten Verlauf. Umgekehrt weisen neuere Untersuchungen aus dem Ausland darauf hin, dass Herzbeteiligungen durchaus auch bei COVID-19-Erkrankungen auftreten. Zudem sind bisher keine Signale für weitere schwere Nebenwirkungen nach mRNA-Impfung aufgetreten, insbesondere auch nicht bei Kindern und Jugendlichen. Schließlich ergaben aktuelle mathematische Modellierungen, die die nun dominierende Delta-Variante berücksichtigen, dass für Kinder und Jugendliche ein deutlich höheres Risiko für eine SARS-CoV-2-Infektion in einer möglichen 4. Infektionswelle besteht. Unsicher bleibt, ob und wie häufig Long-COVID bei Kindern und Jugendlichen auftritt.

Nach sorgfältiger Bewertung dieser neuen wissenschaftlichen Beobachtungen und Daten kommt die STIKO zu der Einschätzung, dass nach gegenwärtigem Wissenstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen. Daher hat die STIKO entschieden, ihre bisherige Einschätzung zu aktualisieren und eine allgemeine COVID-19-Impfempfehlung für 12- bis 17-Jährige auszusprechen. Diese Empfehlung zielt in erster Linie auf den direkten Schutz der geimpften Kinder und Jugendlichen vor COVID-19 und den damit assoziierten psychosozialen Folgeerscheinungen ab."


Welche Impfreaktionen können bei Kindern auftauchen?
Kinder können ebenso unterschiedliche Impfreaktionen bekommen, wie Erwachsene. Schmerzen um die Einstichstelle, Schwellungen und Rötungen des Arms, Fieber, Schüttelfrost, allgemeine Abgeschlagenheit und Müdigkeit.


In welchen Fällen wird von einer Impfung bei Kindern abgeraten?
Kinder unter 12 Jahren, für die aktuell leider noch kein Impfstoff zugelassen ist, dürfen noch nicht geimpft werden.


Wie verhält es sich mit der Impfung für Schwangere und Stillende?
Bisher war eine Impfung gegen COVID-19 für schwangere und stillende Frauen nach ausführlicher Beratung und umfassender Abwägung von Risiko und Nutzen bereits möglich, eine generelle Empfehlung der STIKO stand allerdings bislang aufgrund der noch nicht ausreichender Datenlage aus. In den letzten Wochen wurden durch die STIKO verfügbar gewordene Daten zum Risiko schwerer COVID-19 Verläufe in der Schwangerschaft sowie zur Effektivität und Sicherheit einer COVID-19-Impfung bei Schwangeren und Stillenden systematisch aufgearbeitet. Nach eingehender Beratung und Bewertung der vorhandenen Datenlage spricht sich die STIKO in einem neuen Beschlussentwurf jetzt für die COVID-19-Impfung von bisher nicht oder unvollständig geimpften Schwangeren aus.
Eine Impfung mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs kann ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel erfolgen.

Auch für nicht oder unvollständig geimpfte Stillende wird eine solche Impfung gegen COVID-19 mit mRNA-Impfstoffen nunmehr empfohlen.

Und wie ist das bei Impfungen für Frauen, die gerne Kinder bekommen möchten?
Ebenso empfiehlt die STIKO ausdrücklich allen noch nicht oder nicht vollständig geimpften Frauen, die Kinder bekommen möchten, die Impfung: Damit kann bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft ein sehr guter Schutz vor dieser Erkrankung hergestellt werden.

Direkt nach einer Covid-19-Impfung kann es zu Impfreaktionen, wie Schüttelfrost und Schmerzen an der Einstichstelle kommen. In sehr seltenen Fällen kommt es zu Nebenwirkungen, die innerhalb von wenigen Wochen nach der Impfung auftreten. Besteht darüber hinaus das Risiko von Langzeitfolgen oder -schäden?
Das RKI betont, die Erfahrungen mit vielen Impfstoffen über viele Jahre haben gezeigt, dass die meisten Nebenwirkungen kurze Zeit nach der Impfung auftreten. Langzeitfolgen, also ein Auftreten von Nebenwirkungen viele Monate oder Jahre nach der Impfung, sind nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht zu befürchten. Kommt es zu Impfreaktionen, wie z.B. Schüttelfrost oder Schmerzen an der Einstichstelle, treten sie kurz nach der Impfung auf. Sehr seltene Nebenwirkungen machen sich innerhalb weniger Wochen nach der Impfung bemerkbar. Dann ist die Immunreaktion abgeschlossen.

Zu diesen seltenen und innerhalb weniger Wochen nach der Impfung auftretenden Nebenwirkungen schreibt das RKI:
"Die Zulassungsstudien von Comirnaty (BioNTech/Pfizer), Spikevax (Moderna) und Vaxzevria (AstraZeneca) erfassen umfangreiche Daten von mehreren Tausend Proband:innen. Die Bewertung ergab ein gutes Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil über einen Zeitraum von mindestens zwei Monaten nach der zweiten Impfung. Jedoch traten nach der Zulassung des Impfstoffs Vaxzevria (AstraZeneca) und der COVID-19 Vaccine Janssen (Janssen-Cilag International) spezielle Thrombosen bei Geimpften auf. Bisher wurden diese Nebenwirkungen überwiegend bei Frauen im Alter ≤55 Jahren beobachtet, aber auch Männer und Ältere waren betroffen."
(siehe RKI: "Welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen wurden nach einer COVID-19-Impfung mit Vaxzevria von AstraZeneca beobachtet?" und "Welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen wurden nach einer COVID-19-Impfung mit der COVID-19 Vaccine Janssen von Janssen-Cilag International beobachtet?")

Dennoch werden die Impfstoffe nach der Zulassung durch das Paul-Ehrlich-Institut weiter aktiv überwacht, sodass hier immer mehr Erkenntnisse zur Langzeitsicherheit in den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen gewonnen werden.
Dies geschieht u.a. auch, um die Dauer der Wirksamkeit der Impfung beurteilen zu können. Die Langzeitdaten zur Impfstoffsicherheit werden in weitergehenden klinischen Studien erhoben. Das Paul-Ehrlich-Institut bewertet regelmäßig Verdachtsfälle zu Nebenwirkungen bei COVID-19-Impstoffen in seinen Sicherheitsberichten:

Verdachtsfälle von Nebenwirkungen können auch gemeldet werden über www.nebenwirkungen.bund.de

Wer sich aus Sorge vor Impfkomplikationen nicht impfen lässt, muss berücksichtigen, dass die Gefahr von Langzeitwirkungen einer Infektion mit SARS-CoV-2 um ein vielfaches höher ist. Tatsache ist: Es gibt keine wirksame Impfung gegen eine Infektionskrankheit, die frei von unerwünschten Wirkungen ist. Es ist wie bei jeder anderen Behandlung auch: Der Nutzen muss das Risiko deutlich übersteigen. Genau das ist bei der Covid-Impfung der Fall. Dies für Impfungen zu prüfen ist Aufgabe der STIKO, die ihre Aufgabe sehr ernst nimmt.

Schaubild: Impfungen in Niedersachsen   Bildrechte: StK
Schaubild: Impfungen in Niedersachsen (Auffrischung, Booster)   Bildrechte: StK




2. Fragen zum Impfstoff

Wann besteht Impfschutz?
Impfschutz besteht nur dann, wenn zwei Impfungen in dem dafür vorgesehenen Zeitraum stattgefunden haben. Nach aktuellen Erkenntnissen besteht der bestmögliche Impfschutz ab sieben Tage nach der zweiten Impfung.

Eine Ausnahme ist der Impfstoff von Johnson & Johnson. Bei diesem Impfstoff gilt die Impfserie bereits nach einer Impfung als abgeschlossen. Nach der Empfehlung der STIKO soll aber eine Booster-Impfung etwa vier Wochen nach der ersten Impfdosis verabreicht werden. Hintergrund dieser Empfehlung ist, dass eine Impfung mit diesem Impfstoff zwar sehr zuverlässig vor schweren Krankheitsverläufen schützt, aber dennoch im Vergleich zu den mRNA-Impfstoffen häufiger Impfdurchbrüche – also Covid-Ansteckungen trotz Impfung - gemeldet wurden.


Was bedeutet die die STIKO-Empfehlung vom 10.11.2021 zum Impfstoff von Moderna?
Die STIKO empfiehlt, Spikevax, den Corona-Impfstoff der Firma Moderna künftig nur noch für Menschen über 30 zu verwenden, da sich gezeigt hat, dass es bei Jüngeren häufiger zu Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen kam als mit der BioNTech-Impfung. Niedersachsen wird diese Empfehlung ab sofort umsetzen.
https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/PM_2021-11-10.html

Grundlegende Auswirkungen auf den Fortschritt der Grundimmunisierung in Niedersachsen werden sich aus dieser geänderten Empfehlung nicht ergeben. Die meisten Impfungen werden zurzeit von den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte durchgeführt, die den überwiegenden Teil ihrer Patientinnen und Patienten mit BioNTech impfen. Es steht genügend Impfstoff von BioNTech zur Verfügung, sodass auch weiterhin impfwillige junge Menschen versorgt werden können. Auffrischimpfungen werden zurzeit überwiegend bei älteren Menschen durchgeführt, da bei jungen Menschen in aller Regel noch keine 6 Monate nach dem Ende der Grundimmunisierung vergangen sind.


Ich wurde zweimal mit einem mRNA-Impfstoff oder einmal mit Johnson&Johnson geimpft – gelte ich nun nach der der STIKO-Empfehlung nicht mehr als vollständig geimpft?

Es bleibt grundsätzlich dabei, dass eine vollständige Impfserie aus zwei Impfungen mit mRNA-Impfstoffen oder einer Impfung mit Johnson&Johnson besteht. Ihr Impfzertifikat behält seine Gültigkeit und Sie gelten weiterhin als vollständig geimpft. Eine abgeschlossene Impfserie schützt nach den Erkenntnissen der Expertinnen und Experten unabhängig vom verwendeten Impfstoff sehr zuverlässig vor schweren Krankheitsverläufen.
Mit Blick auf den Herbst und Winter ist eine Auffrischungsimpfung jedoch für alle von der STIKO-Empfehlung betroffenen Personen sinnvoll, um das eigene Ansteckungsrisiko noch weiter zu senken.


Wie lange hält die Wirkung der Impfstoffe an?
Impfschutz besteht nur dann, wenn zwei Impfungen in dem dafür vorgesehenen Zeitraum stattgefunden haben. Nach aktuellen Erkenntnissen besteht der bestmögliche Impfschutz ab sieben Tage nach der zweiten Impfung. Bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson ist lediglich eine Impfung für den vollen Schutz ausreichend. Über die Dauer der Wirksamkeit fehlen derzeit noch detaillierte Daten.


Wer haftet für mögliche Schäden durch die Impfstoffe?
Von der Impfung ausgehende Risiken sind über die Staatshaftung abgedeckt. Das bedeutet, dass der Staat für eventuelle Impfschäden finanziell einsteht. In den Zulassungsstudien sind keine schwerwiegenden Nebenwirkungen bekannt geworden.


Schützen die eingesetzten Impfstoffe auch vor Mutationen des Virus?

In den bisherigen Untersuchungen mit vollständig geimpften Personen hat sich gezeigt, dass der aufgebaute Impfschutz auch bei Mutationsvarianten wirkt. Aktuelle Studien zeigen, dass die Impfstoffe auch bei der derzeit aufkommenden Deltavariante eine hohe Schutzwirkung gegen schwere Verläufe haben.
Damit der Schutz vollständig wirksam ist, muss auch die Zweitimpfung unbedingt erfolgen.


Was ist über Nebenwirkungen der Impfstoffe bekannt?
Wie bei jeder Impfung, können auch nach der COVID-19-Impfung Impfreaktionen und Nebenwirkungen auftreten. Nach der Impfung mit den mRNA-Impfstoffen (Biontech/Pfizer und Moderna) kann es als Ausdruck der Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff zu Lokal- und Allgemeinreaktionen kommen. Diese Reaktionen treten meist innerhalb von Tagen nach der Impfung auf und halten selten länger als 3 Tage an. Die häufigste lokale Reaktion waren Schmerzen an der Einstichstelle. Unter den weiteren Reaktionen waren Abgeschlagenheit sowie Kopfschmerzen die häufigsten Ereignisse. Fieber trat nach der ersten Impfdosis seltener als nach der zweiten Impfdosis auf.

Seit Einführung der Impfung wurden nach einer Impfung mit AstraZeneca sehr selten Blutgerinnsel (Thrombosen), verbunden mit einer Verringerung der Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie), in einigen Fällen auch zusammen mit Blutungen, beobachtet. Darunter waren einige wenige schwere Fälle mit Blutgerinnseln an unterschiedlichen oder ungewöhnlichen Stellen (z.B. im Gehirn als Sinusvenenthrombosen), zusammen mit erhöhter Gerinnungsaktivität oder auch Blutungen im ganzen Körper. Die Mehrzahl dieser Fälle trat zwischen sieben bis 14 Tagen nach der Impfung und überwiegend bei Frauen unter 55 Jahren auf. Allerdings haben insgesamt auch mehr Frauen unter 55 Jahren den Impfstoff erhalten als andere Personen. Einzelne der beschriebenen Fällen endeten tödlich.

Detailliertere Informationen zu Impfreaktionen werden regelmäßig hier aktuallisiert:

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen

Wenn Sie bereits geimpft wurden, können Sie in folgender App Ihre Verträglichkeit erfassen:

https://www.pei.de/




3. Fragen zum Impfen in Arztpraxen

Nehmen alle Arztpraxen oder nur Hausarztpraxen teil?
Grundsätzlich können alle Arztpraxen an den Impfungen teilnehmen. Ob die von Ihnen gewünschte Praxis schon Teil der Impfkampagne ist, sollten Sie vor Ort erfragen.
Alternativ finden Sie teilnehmende Arztpraxen mit Impfangeboten auch über die Online-Suche unter www.arztauskunft-niedersachsen.de.

Wichtig - bei der Suchfunktion in der Online-Arztauskunft tragen sie Ihre Postleitzahl ein und wählen unter "Besonderheiten" den Begriff "Corona-Impfung" aus.


Kann ich mir den Impfstoff aussuchen?
Eine Auswahl des Impfstoffs ist in der Regel nicht möglich. Wenn Sie nicht mit dem angebotenen Impfstoff geimpft werden möchten, können Sie die Impfung ablehnen. Allerdings müssen Sie dann solange warten, bis von allen Impfstoffen ausreichende Mengen zur Verfügung stehen, dass eine freie Impfstoffwahl möglich ist.



4. Fragen zum digitalen Impfpass bzw. Impfnachweis


Beschreibung Digitaler Impfnachweis   Bildrechte: StK

Ich habe meinen Impfausweis bzw. meine Impfbescheinigung verloren. Was kann ich tun?

Falls Sie im Impfzentrum geimpft wurden:
Bitte nehmen Sie Kontakt mit dem Service-Center unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 99 88 66 5 auf. Hier werden einige Daten abgefragt, um zu verifizieren, dass Sie als Person auch tatsächlich im Impfzentrum geimpft wurden. Im Anschluss können Ihnen Impfzertifikate (für die Erst- und Zweitimpfung) in Papierform postalisch oder per E-Mail zugesandt werden. Diese Zertifikate in Papierform beinhalten nebst des QR-Codes ebenso die Daten Ihrer Erst- bzw. Zweitimpfung. Mit diesen Zertifikaten können Sie Ihren Corona-Impfschutz nachweisen.

Falls Sie in einer Arztpraxis geimpft wurden:
Bitte nehmen Sie Kontakt mit der Praxis auf, in der Sie geimpft wurden. Die Impfungen sind dort dokumentiert und können in einen neuen Impfausweis nachgetragen werden.

Ein neuer gelber Impfausweis kann Ihnen in einer Arztpraxis oder beim Gesundheitsamt kostenlos ausgehändigt werden. Nachtragungen in einen (neuen) Impfausweis können gemäß § 22 Absatz 2 Satz 2 Infektionsschutzgesetz (IfSG) jede/r Ärztin/Arzt, Apotheker/in oder das zuständige Gesundheitsamt vornehmen, wenn der/dem Ärztin/Arzt, der/dem Apotheker/in oder dem Gesundheitsamt eine frühere Impfdokumentation über die nachzutragende Schutzimpfung vorgelegt wird. Die Impfdokumentation Ihrer früheren Impfungen erfragen Sie bitte in Ihrer Arztpraxis.

Vielerorts wird der digitalen Impfpass verlangt – bekomme ich diesen Impfpass auch in Niedersachsen?

Natürlich. Sie können sich mit Ihrem Impfpass jederzeit an die Arztpraxis wenden, die Ihre Impfung durchgeführt hat. Dort erhalten Sie ein entsprechendes Impfzertifikat, dass Sie benötigen, um Ihren digitalen Nachweis zu erstellen. Laden Sie dazu die CovPass-App oder die Corona-Warn-App herunter.

Wenn Sie in einem Impfzentrum geimpft worden sind, erhalten Sie das digitale Zertifikat online unter www.impfportal-niedersachsen.de

Ergänzend bieten dazu teilnehmende Apotheken die Erstellung eines Zertifikats an. Geimpfte Personen können unter www.mein-apothekenmanager.de eine entsprechende Apotheke in ihrer Nähe finden.

Zu Ihrer Information aus den FAQS des RKI:

Aktuell können Ärzte, die nicht Mitglied in der Kassenärztlichen Vereinigung sind und daher keinen Zugang zur Telematikinfrastruktur haben, den Impfzertifikatsservice noch nicht benutzen. Es wird aktuell an einer Lösung für Privatärzte, Betriebsärzte, etc. gearbeitet. Es wird auf der Webseite https://www.digitaler-impfnachweis-app.de/ darüber informiert.


Was genau ist der digitale Impfpass?
Der digitale Impfnachweis ist eine zusätzliche Möglichkeit, um Corona-Impfungen zu dokumentieren. Geimpfte können damit Informationen wie Impfzeitpunkt und Impfstoff bequem auf ihren Smartphones – entweder in der CovPass-App oder in der Corona-Warn-App – digital speichern.
Dieser Nachweis wird künftig in der Arztpraxis oder in einem Impfzentrum im Rahmen Ihrer Impfung generiert. Nach Eingabe oder Übernahme der Daten wird ein 2D-Barcode erstellt, den die Nutzer auf einem Papierausdruck mitbekommen und später mit der CovPass-App oder der Corona-Warn-App einscannen und nutzen können. Die App speichert insofern Ihre Impfbescheinigung lokal auf Ihrem Smartphone.
Alternativ bleibt Ihr Impfpass in Papierform auch weiter als Nachweis gültig. Auch der Papierausdruck des EU Digitalen COVID Impfzertifikat kann als Impfnachweis genutzt werden.

Das Bundesministerium für Gesundheit beantwortet hier weitere Fragen zum digitalen Impfnachweis.


Was brauche ich dafür?
Neben der bereits vielfach genutzten Corona-Warn-App können Sie auch die die neue CovPass-App für Ihr Smartphone nutzen. Beide Apps erhalten Sie in Ihrem jeweiligen App-Store.
Hier informiert das RKI über die CovPass-App und antwortet auf allgemeine Fragen zum digitalen Impfnachweis.


Ich bin bereits geimpft – wie komme ich jetzt an meinen Code für den digitalen Impfpass?
Für alle, die bereits in einem niedersächsischen Impfzentrum geimpft sind, besteht im Impfportal unter www.impfportal-niedersachsen.de und über die Hotline des Landes unter 0800 9988665 die Möglichkeit, den benötigten QR-Code digital oder postalisch zu erhalten.
Wenn Sie den digitalen Impfpass ganz dringend benötigen, wenden Sie sich bitte zunächst an eine teilnehmende Apotheke in Ihrer Nähe. Der Impfpass in Papierform behält zudem nach wie vor seine Gültigkeit und kann weiter genutzt werden.


Reicht der Beleg von der zweiten Impfung in den Apps?
Nein, tatsächlich müssen beide Impftermine (mit entsprechenden QR-Code) in die App eingetragen werden. Bei einer Impfung mit Johnson & Johnson (nur eine Impfung) reicht entsprechend der eine QR-Code.
Der volle Corona-Impfschutz ist erst 14 Tage nach der letzten erforderlichen Impfung erreicht. Der in der App generiete QR-Code als Nachweis für den kompletten Impfschutz wird daher erst ab Tag 15 nach der vollständigen Corona-Impfung gültig.


Kann ich diesen digitalen Impfpass auch für Reisen in Europa nutzen?
Mit dem CovPass setzt Deutschland das europäische Zertifikat in Deutschland um, damit können die Zertifikate grenzüberschreitend in Europa genutzt werden.


Und wenn ich kein Smartphone habe? Muss ich mir überhaupt einen solchen digitalen Nachweis besorgen?
Der digitale Impfnachweis ist lediglich ein freiwilliges und ergänzendes Angebot.

Den Corona-Impfschutz können Sie auch mit dem ausgedruckten EU Digitalen COVID Impfzertifikat nachweisen.

Wenn Geimpfte keinen digitalen Impfnachweis besitzen oder diesen verloren haben, ist der Impfnachweis über den gelbem Impfausweis weiterhin möglich und gültig.

Hinweis: Die CovPass-App kann bei Bedarf auch die Zertifikate von Angehörigen gemeinsam auf einem Smartphone speichern und verwalten.


Ich möchte die Datenschutzinformation zur Ausstellung des digitalen Impfzertifikates lesen ...
Die Datenschutzinformation zur Ausstellung des digitalen „COVID-19-Impfzertifikats“ in einem Impfzentrum bzw. über das Impfportal können Sie hier downloaden.


Wie lange ist das digitale Impfzertifikat gültig?
Zum jetzigen Zeitpunkt beträgt die Gültigkeit ein Jahr ab dem Zeitpunkt der zweiten Impfung (+14 Tage).


Ich habe Probleme beim Download des Zertifikats (Pop-Up wird blockiert) ...
Bei dem digitalen Impfzertifikat handelt es sich um eine besonders schützenswerte Datei. Daher erfolgt aus systemtechnischen und auch datenschutzrechtlichen Gründen ein automatischer Download des Impfzertifikates.

Das automatische Herunterladen des Impfzertifikates im Browserfenster wird von einigen Betriebssystemen (z.B. iOS und Android) als sog. Pop-Up erkannt.

Bei einem Pop-Up handelt es sich in der Regel um das Öffnen eines neuen Browser-Fenster ohne vorheriger Interaktion oder z.B. durch Klicken eines Buttons (hier: Impfzertifikat downloaden). Dieses Prinzip wird in der Platzierung von Werbeanzeigen genutzt.

Durch persönliche oder auch standardmäßige Einstellungen im Endgerät (Tablet, PC, Smartphone, etc.) ist es möglich, dass Pop-Ups blockiert werden.

Wir bitten Sie daher vor dem (erneuten) Herunterladen des Zertifikates Ihre Einstellungen zu Pop-Ups zu kontrollieren und ggfs. so zu ändern, dass diese nicht blockiert werden.

Nach dem Herunterladen können und sollten Sie Ihre standardmäßigen Einstellungen wiederherstellen.

Benötigen Sie Hilfe bei der Deaktivierung des Pop-Up-Blockers?

Wir haben einige Links mit Anleitungen für Sie zusammengestellt:

Sofern Sie weiterhin Probleme haben aufgrund der Pop-Up- Einstellungen bitten wir Sie sich an den Verwalter Ihres Betriebssystems zu wenden oder durch eine Internetsuche eine passende Anleitung für Ihr Endgerät zu finden.




5. Weitere Informationen


Welche Information erhalte ich vor der Impfung?
Informationen zur Impfung können vorab z.B. unter www.zusammengegencorona.de abgerufen werden.

Aufklärungsdokumente zum Impfstoff von BioNTech und Pfizer in verschiedenen Sprachen finden sie hier: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/COVID-19-Aufklaerungsbogen-Tab.html


Wo kann ich mich sonst noch zum Thema informieren?
Das Bundesministerium für Gesundheit hat bereits eine FAQ-Liste im Internet hinterlegt:
https://www.zusammengegencorona.de/informieren/informationen-zum-impfen/

Eine weitere FAQ-Liste finden Sie beim RKI:
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html

Die Nationale Lenkungsgruppe Impfen von Bund und Ländern stellt ebenfalls zahlreiche Informationen zur Verfügung:
https://www.nali-impfen.de


Wie ist die Entwicklungen der Impfungen in Deutschland und Niedersachsen?

Einen umfänglichen und gleichzeitig anschaulichen Überblick finden Sie hier im:

Covid-19 Impfdashboard


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