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Hinweise zur Testung auf Corona

Ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie ist das Testen. Jede frühzeitig erkannte Infektion trägt dazu bei, das Virus einzudämmen.

Hier beantworten wir Ihnen häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Thema Testungen im Rahmen der 3G-Regelung.
Testpflicht   Bildrechte: StK
Grafik: Testpflicht   Bildrechte: StK

Stimmt es, dass es ab dem 11. Oktober keine kostenfreien Tests (Bürgertest) mehr gibt?
Richtig ist, dass das kostenlose Testangebot am 11. Oktober für die meisten Bürgerinnen und Bürger bundesweit endet. Für die unten aufgeführten Personen sind weiterhin kostenfreie Testungen möglich. Wenn Sie nicht zu diesen Gruppen gehören und weder vollständig geimpft oder genesen sind und einen Test brauchen, müssen Sie diesen selbst bezahlen.

Wichtig ist, wenn Sie Symptome einer Infektion haben, kontaktieren Sie sofort telefonisch eine Arztpraxis und vereinbaren Sie einen Testtermin. Diese (in der Regel PCR-Testungen) sind natürlich weiterhin kostenfrei.

Da mittlerweile allen Bürgerinnen und Bürgern, die Möglichkeit für eine kostenfrei Corona-Schutzimpfung erhalten haben, ist eine Übernahme der Kosten für alle Testungen durch den Staat nicht länger erforderlich.


Welche Personen erhalten auch weiterhin kostenlose Testangebote?
Folgende Personen können sich auch nach dem Ende der kostenfreien Bürgertestung am 11. Oktober 2021 kostenlos mit einem Schnelltest testen lassen:

  • Kinder unter 12 Jahren alt sind oder Kinder, die erst in den letzten drei Monaten vor der Testung zwölf Jahre alt geworden sind.
  • Menschen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden können.
  • Schwangere im ersten Schwangerschaftsdrittel. Die Ständige Impfkommission hat für diesen Zeitraum bislang keine generelle Impfempfehlung ausgesprochen hat. Die kostenlose Testung ist auch dann möglich, wenn wegen einer medizinischen Kontraindikation eine Impfung in den letzten drei Monaten vor der Testung nicht möglich war. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt hierüber
  • Für vormals Schwangere bzw. Stillende hat die STIKO am 17. September 2021 eine generelle Impfempfehlung herausgegeben. Bis zu dieser Empfehlung lag eine medizinische Kontraindikation im Sinne des neuen § 4a Nummer 2 der CoronaTestV vor. Es gilt für diese Personen ab dem 17. September eine Übergangsfrist von 3 Monaten. Demnach haben vormals Schwangere bzw. Stillende noch bis zum 17. Dezember 2021 einen Anspruch auf kostenlose Testung nach § 4a Nummer 2 TestV.
    Der Nachweis einer Schwangerschaft kann durch den Mutterpass belegt werden. Ansonsten ist ein ärztliches Zeugnis erforderlich.
  • Wer sich wegen einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 selbst in Absonderung begeben musste, kann sich kostenlos testen lassen, wenn die Testung zur Beendigung der Absonderung erforderlich ist.
  • Minderjährige können sich bis zum 31. Dezember 2021 kostenlos testen lassen.
  • Schwangere können sich bis zum 31. Dezember kostenlos testen lassen. Zwar hat die STIKO kürzlich eine generelle Impfempfehlung herausgegeben. Schwangere sollen dennoch ausreichend Zeit haben, sich über die Impfung zu informieren und einen vollständigen Impfschutz zu erlangen.
  • Wer aus dem Ausland zum Studium nach Deutschland kommt und mit in Deutschland nicht anerkannten Impfstoffen geimpft wurde, kann sich bis zum 31. Dezember 2021 kostenlos per Schnelltest testen lassen.
  • Außerdem können sich Personen, die an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 teilnehmen oder in den letzten drei Monaten vor der Testung an solchen Studien teilgenommen haben, weiterhin kostenlos mittels Schnelltest testen lassen.

Ich gehöre zu diesem Personenkreis und kann mich weiter kostenfrei testen lassen.
Welchen Nachweis muss ich dann ab dem 11. Oktober 2021 zu erbringen?

Wen Sie ab 11. Oktober eine kostenlose Testung nach § 4a TestV in Anspruch nehmen möchten, müssen sich zunächst bei der testenden Stelle mit einem amtlichen Lichtbildausweis ihre Identität nachweisen. Außerdem müssen Sie belegen können, dass sie aus einem der in § 4a TestV genannten Gründe anspruchsberechtigt sind.

So kann z.B. auch das Alter des Kindes nachgewiesen werden.

Wen Sie aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht geimpft werden können, müssen Sie bei der Testung ein entsprechendes Zeugnis vorlegen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bzw. die ausstellende Stelle muss deutlich machen, dass eine medizinische Kontraindikation gegen die Corona-Impfung besteht. Außerdem muss Ihr Name, die Anschrift und das Geburtsdatum sowie die Identität der Person oder Stelle, die das ärztliche Zeugnis ausgestellt hat, enthalten sein. Eine Diagnose muss nicht angegeben werden. Der Mutterpass kann als ärztliches Zeugnis zum Nachweis einer Schwangerschaft verwendet werden.

Aus dem Ausland kommende Studierende, bei denen eine Schutzimpfung mit anderen als den vom Paul-Ehrlich-Institut im Internet unter der Adresse www.pei.de/impfstoffe/covid-19 genannten Impfstoffen erfolgt ist, weisen ihre Anspruchsberechtigung mit ihrer Studienbescheinigung und ihrem Impfausweis nach.

Teilnehmende an Impfwirksamkeitsstudien können sich von den Verantwortlichen der Studien einen entsprechenden Teilnahme-Nachweis ausstellen lassen.


Wo kann ich mich testen lassen?
Unter Aufsicht kann man sich

a) in einem zugelassenen Testzentrum testen lassen.

b) Mancherorts werden Testungen, die ab dem 11. Oktober kostenpflichtig sind, aber auch direkt vor oder im Eingangsbereich eines Geschäftes, eines Gastronomiebetriebes oder einer Veranstaltung angeboten.

c) Auch unter Aufsicht am Arbeitsplatz durchgeführte und bescheinigte Negativtestungen können verwendet werden.

Jede dieser Bescheinigungen kann innerhalb von 24 (PCR-Test = 48) Stunden beliebig oft eingesetzt werden.


Müssen auch Kinder und Jugendliche bei der 3G-Regel einen Testnachweis vorlegen?
Nein, die generelle Testpflicht bei Anwendung der 3G-Regel gilt nicht für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahren (auch in den Herbstferien).



Testbescheinigung für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber:

Arbeitgebende sind verpflichtet, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht im HomeOffice arbeiten, mindestens zwei Mal pro Woche einen Corona-Antigentest anzubieten. Insofern der Test unter fachkundiger Leitung durchgeführt wird, kann die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber eine Testbescheinigung ausfüllen.

Die Bescheinigung muss dabei immer den Vor- und Nachnamen, das Geburtsdatum, die Adresse der getesteten Person sowie den Namen und Hersteller des Tests, das Testdatum, die Testuhrzeit sowie den Namen und die Firma der beaufsichtigenden Person und schließlich die Testart und das Testergebnis enthalten.
Im Falle eines negativen Testergebnisses kann diese Bescheinigung für 24 Stunden überall dort genutzt werden, wo die Landesverordnung einen aktuellen negativen Test verlangt.

Hier finden Sie ein Muster, das Sie verwenden oder als Vorlage nutzen können:

» Bescheinigung über das Ergebnis eines Antigentests zum Nachweis des Coronavirus SARS-CoV-2L

» Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Testung bei Arbeitgebenden



Rechtliche Grundlagen:

» Hier finden Sie die Corona-Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums (Stand 21.09.2021)


Nachstehend finden Sie die Weisungen zur Testpflicht in landwirtschaftlichen Betrieben sowie in Schlachtbetrieben vom 28. Juni 2021

Testungen in landwirtschaftlichen Betrieben in Niedersachsen, die temporär Erntehelfer*innen beschäftigen, die sie in Sammelunterkünften unterbringen (28.06.2021)

Testungen in niedersächsischen Schlacht- und Zerlegebetrieben (28.06.2021)



Durchführung von Testungen über einen Selbsttest

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat erste Sonderzulassungen nach §11 Absatz 1 Medizinproduktegesetz (MPG) von Antigen-Tests zur Eigenanwendung durch Laien (Selbsttests) zum Nachweis von SARS-CoV-2 erteilt.

» Hier geht es zur Übersicht des BfArM der aktuell zugelassenen Selbsttests



Betreiben einer Teststelle für Bürgerinnen und Bürger


Wenn Sie in Niedersachsen eine Teststelle für Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 betreiben möchten (sog. Bürgertestungen) finden Sie hier die Anforderungen.

» Grundsätzliche Anforderungen an Teststellen zur Anwendung von SARS-CoV-2 PoC-Antigen-Schnelltests gemäß § 6 Absatz 1 Nr. 2 der Coronavirus-Testverordnung

» Mustervorlage für die Bescheinigung über das Ergebnis eines SARS-CoV-2 Schnelltests/ Selbsttests

» Meldeformular gemäß §§ 6, 8, 9 Infektionsschutzgesetz (IfSG) für einen positiven SARS-CoV-2 Antigen-Schnelltest/ Selbsttest

Symbolbild Corona-Test Bildrechte: iStock/TheCrimsonRibbon

Covid-19 Testung - Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wo kann ich mich testen lassen? Welche Testvarianten sind vorhanden? Was mache ich, wenn mein Selbtstest positiv ausfällt? Diese und andere häufig gestellten Fragen beantworten wir in unseren Test-FAQ. mehr
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