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Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)

zuletzt aktualisiert am 24.10.2020

Nachstehend beantworten wir die wichtigsten Fragen zu ganz aktuellen Neuerungen. Alle weiteren häufig gestellten Fragen beantworten wir in unseren Themen-FAQ.

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Sie finden in unseren FAQ keine Antwort auf Ihre Frage?

Die zentrale Corona-Hotline der Niedersächsischen Landesregierung erreichen Sie unter der Telefonnummer 0511 120-6000 von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr sowie am Sonnabend von 10 bis 15 Uhr.

In meiner Region steigen die Corona-Infektionen an. Hat das Auswirkungen auf die Regelungen bei Zusammenkünften und Feiern?

Bedauerlicherweise ja – gerade jetzt gilt es besonders wachsam und vorsichtig zu sein!

In der letzten Woche haben sich die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder auf verschärfte Anti-Corona-Maßnahmen geeinigt, die in denjenigen Regionen gelten sollen, in denen die Inzidenz von 35 beziehungsweise 50 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten wird.
Diese Maßnahmen hat das Land Niedersachsen in einer geänderten Corona-Verordnung umgesetzt, die am Freitag, den 23. Oktober 2020 in Kraft tritt.

» Klicken Sie hier und finden die entsprechenden Regelungen sowie welche Regionen in Niedersachsen hiervon aktuell betroffen sind.

Vorschaubild: Corona-Verordnung - kompakt (gültig ab 23.10.2020) Bildrechte: StK

Nachstehend finden Sie ergänzend ein Schaubild mit wichtigsten Regelungen der aktuellen Corona-Verordnung, gerne auch als Download und zur weiteren Verbreitung.


Schaubild DIN A4: Corona-Verordnung - kompakt (gültig ab 23.10.2020)

Machen jetzt die Kneipen tatsächlich um 23 Uhr zu?
Grundsätzlich nicht, aber wenn Sie in einem Hotspot mit einem Inzidenz über 50 leben (wie derzeit beispielsweise in der Stadt Delmenhorst), dann gilt nach der ab 23. Oktober gültigen Verordnung eine Sperrzeit zwischen 23:00 und 6:00 Uhr - die Kneipen sind also um 23 Uhr zu schließen, auch ein Außer-Haus-Verkauf von Alkohol ist untersagt.

Bei einer Inzidenz ab 35 gilt die Sperrfrist gleichermaßen, die zuständige örtliche Behörde kann aber in begründeten Ausnahmefällen abweichende Regelungen treffen.


Warum gibt es immer Differenzen bei den Angaben zum Inzidenz?
Das bedauern wir sehr und gerne erklären wir dazu die Hintergründe.
Die Datengrundlagen für die Bildung des täglichen Inzidenzwertes stammen ausschließlich aus Ihrem kommunalen Gesundheitsamt. Insofern sind die Veröffentlichungen Ihrer Kommune in der Regel nicht nur regional, sondern auch zeitlich die aktuellste Angabe der tatsächlich bestehenden Inzidenz. Diese täglich in Ihrer Kommune festgestellten Daten werden jeden Abend über das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet und fließen dort in deren Statistik des darauffolgenden Tages ein.
Insofern basiert die Angabe vom RKI immer auf den Zahlen des Vortages. Wenn Ihre Kommune aber dann am Nachmittag beispielsweise die Unter- oder Überschreitung des Inzidenz 35 bzw. 50 vermeldet, geschieht das i.d.R. auf der dann tagesaktuell vorhandenen Datenlage. Folglich können die Zahlen nicht übereinstimmen, da das RKI zum gleichen Zeitpunkt noch die Daten vom Vortag anzeigt.

Die Erstellung der hier veröffentlichten Inzidenzampel erfolgt auf Datengrundlage des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes. Aufgrund etwas anderer Verarbeitungszeiten kommt es dabei gelegentlich zu geringfügigen Abweichungen zwischen dem Landesgesundheitsamt und dem RKI – beide veröffentlichen aber aus og. Gründen stets die Zahlen vom Vortag. Diese Veröffentlichungen können daher durchaus von der aktuelleren Veröffentlichung in Ihrer Kommune, mitunter auch deutlicher, abweichen.


Was bedeutet dies nun in der Anwendung der neuen Verordnung – konkret bei den Verschärfungen aufgrund eines Inzidenz von 35 bzw. 50? Ab wann genau gelten die Einschränkungen?
Die Landesregierung hat sich mit den kommunalen Spitzenverbänden bei der aktuellen Neufassung der Corona-Verordnung dahingehend vereinbart, dass für die Anwendung der verschärften Regelungen die Veröffentlichung der Inzidenzen auf „niedersachsen.de/coronavirus/akuelle Lage in Niedersachsen“ maßgeblich ist. Dort werden in der Regel zwischen 9:00 und 10:00 Uhr die Daten aktualisiert (täglich, auch am Wochenende) und kurz drauf wird die Inzidenz-Ampel (zur besseren Übersicht) ebenfalls veröffentlicht.

Die in der Corona-Verordnung für bestimmte Inzidenzen vorgesehenen Regelungen aufgrund von Veränderungen beim Inzidenz von 35 bzw. 50 gelten grundsätzlich ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung auf „niedersachsen.de/coronavirus und gelten auch solange fort, bis ein Unterschreiten der Inzidenz von 35 bzw. 50 ebenfalls dort veröffentlicht ist.

Ein Beispiel:
Sie planen eine kleine Feier am Freitagabend, Ihre Region hat eine Inzidenz von 42,3 mit der Konsequenz, dass Sie nicht mehr als 15 Personen bei der Feier sein können. Ihre Kommune schreibt dann am Freitag: „Wir sind kein Hotspot mehr, die Inzidenz von 35 ist wieder unterschritten“ aber hier auf dieser Webseite der Landesregierung ist Ihre Region weiterhin gelb markiert (also über 35) – nach der Corona-Verordnung würde dies bedeuten, dass Sie leider tatsächlich nur mit 15 Personen beisammen sein können, trotz der anderslautenden Veröffentlichung der Kommune.
Die Kontrollen und eine mögliche Bußgelderhebung aber erfolgen durch die kommunalen Ordnungsbehörden. Deren mögliche Reaktionen richten sich naturgemäß nach den örtlichen (und hier vor allem zeitlichen) Gegebenheiten.


Muss ich jetzt tatsächlich JEDEN Tag nachschauen, was ich darf und was nicht?
Wenn Sie jeden Tag größere Zusammenkünfte mit Menschen haben und gerne viele Leute um oder bei sich haben, dann ist das durchaus wichtig. Wenn ich am Nachmittag mit 30 Personen und einem Bollerwagen durch die Gemeinde ziehen will, dann sollten Sie in der Tat mittags schauen, wo Ihre Region aktuell steht. Haben Sie ein starkes Infektionsgeschehen und einer Inzidenz über 50, dann dürfen Sie nämlich nur zu zehnt losziehen und auch das nur dann, wenn es enge Angehörige sind oder die 10 Personen aus maximal zwei Haushalten stammen. Bestenfalls verschieben Sie die Tour einfach auf bessere Zeiten! Und die werden ganz gewiss kommen, wenn wir in den kommenden Wochen gemeinsam mit Umsicht und Vorsicht handeln werden.


Unsere Region ist laut Inzidenz-Ampel ein Hotspot mit einem Inzidenz über 50 – was bedeutet dies für unsere schulpflichtigen Kinder? Ist die Schule geöffnet?
Grundsätzlich sind in Niedersachsen die Schulen auch in den sogenannten Hotspots geöffnet. Das gilt für Schulen in öffentlicher Trägerschaft und für Schulen in freier Trägerschaft. Schülerinnen und Schüler nehmen dabei im sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb („Szenario A“) am Präsenzunterricht teil. Nur wenn im Einzelfall das örtliche Gesundheitsamt den Unterrichtsbetrieb an einer Schule durch eine Allgemeinverfügung untersagt hat, ist die Schule geschlossen.
Hier geht es zu mehr Informationen rund um den Schulstart nach den Herbstferien!



Bei uns in der Region ist das Infektionsgeschehen relativ ruhig (deutlich unter 35) - in welchem Rahmen dürfen wir denn zuhause feiern?
Bei der allgemeinen Lage sollten Sie sich generell überlegen, ob diese Feier zu diesem Zeitpunkt tatsächlich sein muss oder nicht besser zu verschieben wäre – ganz unabhängig davon, was erlaubt ist.
Bei einem Inzidenz unter 35 dürfen Sie sich in Ihrem Haus, Ihrer Wohnung beziehungsweise jeder anderen eigenen oder Ihnen von Freunden oder Bekannten zur Verfügung gestellten geschlossenen Räumlichkeit, zum Beispiel eine Garage oder ein Stallgebäude, mit höchstens 25 Personen treffen und oder feiern. Das gilt sowohl für den Geburtstag als auch für alle anderen Feiern oder beispielsweise Treffen an Feiertagen.

Darüber hinaus müssen Sie bei solchen Zusammenkünften den Abstand von 1,5 Metern einhalten, wenn Sie sich mit mehr als zehn Personen oder den Mitgliedern Ihrer beziehungsweise einer weiteren Familie beziehungsweise eines weiteren Hausstandes treffen.
Ist also Ihre Wohnung eher klein, dürfen Sie sich gegebenenfalls auch nur mit einer kleineren Anzahl an Personen treffen. 25 Personen in einer beispielsweise 40 Quadratmeter großen Wohnung gehen damit gar nicht.


Kampagne „Wir sind stärker! Niedersachsen gegen Corona“ Bildrechte: StK

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Eine Frau arbeitet in einem Labor. Bildrechte: istockphoto, savas keskiner

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Rechnung mit Taschenrechner Bildrechte: grafolux & eye-server

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Wo sind zuverlässige Informationen und Hinweise zu finden?

Für aktuelle und verlässliche Informationen zum Coronavirus gibt es einige weitere Anlaufstellen.

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