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Gesundheit, Hygiene und Verhalten im Verdachtsfall – Antworten auf häufig gestellte Fragen

zuletzt aktualisiert am 21.10.2020

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Mund-Nasen-Bedeckung und sogenannten Alltagsmasken finden Sie hier: „Maskenpflicht“ in Niedersachsen

Im Video: Drei Fragen, drei Antworten zum Coronavirus – von Dr. Masyar Monazahian, Virologe im Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA) (Gebärdensprache)

Was ist das Coronavirus?
Coronaviren wurden erstmals Mitte der 1960er Jahre identifiziert. Sie können sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere infizieren, darunter Vögel und Säugetiere. Coronaviren verursachen in Menschen verschiedene Krankheiten, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlichen oder sogar potenziell tödlich verlaufenden Krankheiten wie dem Middle East Respiratory Syndrome (Mers) oder dem Severe Acute Respiratory Syndrome (Sars).

Wofür stehen Sars-CoV-2 und Covid-19?
Seit dem 11. Februar 2020 hat das neuartige Coronavirus, das bislang vorläufig mit 2019-nCoV bezeichnet wurde, einen neuen Namen: Sars-CoV-2. Das Akronym Sars steht dabei für Schweres Akutes Atemwegssyndrom. Der Name weist auf die enge Verwandtschaft zum Sars-Virus hin, das 2002/2003 eine Epidemie ausgelöst hatte. Auch die Lungenkrankheit, die durch Sars-CoV-2 ausgelöst werden kann, hat einen neuen Namen erhalten. Sie wird nun Covid-19 (Corona Virus Disease 2019) genannt.

Wie wird es übertragen?
Coronaviren können von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die Inkubationszeit kann bis zu zwei Wochen betragen. Da das neue Virus ein Erkältungsvirus ist, kann man sich auf den üblichen Übertragungswegen anstecken. Vermutet wird eine Verbreitung über die Atemwege (sogenannte Tröpfcheninfektion), aber auch eine Schmierinfektion ist möglich. Dazu kommt es, wenn mit den Händen kontaminierte Oberflächen (wie Türklingen, Wasserhähne, Lichtschalter) oder Menschen berührt werden und man sich anschließend an Mund, Nase oder Augen fasst. (Quelle: Deutsche Familienversicherung)

Was sind die Symptome?
Wie andere Erreger von Atemwegserkrankungen kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu Krankheitszeichen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei einem Teil der Patienten scheint das Virus mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung zu führen. Todesfälle traten allerdings bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder bereits zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten. Derzeit liegt der Anteil der Todesfälle, bei denen die Erkrankung mittels Labortest bestätigt wurde, bei etwa 2 Prozent. Es ist aber wahrscheinlich, dass dieser Anteil tatsächlich geringer ist, weil sich die Daten auf Patienten beziehen, die im Krankenhaus behandelt wurden.
Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?
Wir wären keine Niedersächsinnen und Niedersachsen, wenn wir nicht versuchen würden, aus jeder Situation das Beste zu machen. Gerade jetzt, wo die Infektionszahlen wieder deutlich steigen und der Winter vor der Tür steht, tun wir das Richtige:

Abstand halten.
Hände waschen.
Maske tragen.
ergänzt um regelmäßiges
Lüften


Und: Wir helfen uns gegenseitig.

Denn schon mit dem Beachten von ein paar einfachen Verhaltensregeln können wir das Coronavirus gemeinsam einzudämmen. Wer sich selbst schützt, schützt auch andere – und kann damit Menschenleben retten.
Hier geht es zu weiteren Tipps um sich zu schützen.


Es wird immer wieder über Risikogruppen gesprochen – wer genau gehört dazu?
Es handelt sich hierbei um Menschen, bei denen im Falle einer Infizierung ein schwieriger bis hin zu einem lebensbedrohlichen Krankheitsverlauf eintreten kann. Hierzu gehören:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für einen schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahren),
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
    des Herzens (z.B. koronare Herzerkrankung),
    der Lunge (z.B. Asthma, chronische Bronchitis),
  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen,
  • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),
  • Patienten mit einer Krebserkrankung,
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z.B. Cortison
Kann man sich auch durch importierte Lebensmittel oder andere Gebrauchsgegenstände mit Covid-19 infizieren?

Eine Übertragung durch aus Risikogebieten importierte Lebensmittel oder andere Waren ist laut Bundesministerin Julia Klöckner und dem Bundesinstitut für Risikobewertung nach bisherigem Wissensstand sehr unwahrscheinlich. Dies ist unter anderem auf eine relativ geringe Umweltstabilität des neuartigen Virus zurückzuführen. Derzeit gibt es keinen Fall, bei dem eine Infizierung durch Verzehr oder Kontakt mit einem importierten Produkt nachgewiesen ist. Dennoch sollten die allgemeinen Hygiene-Hinweise auch im Umgang mit importierten Produkten und Lebensmitteln eingehalten werden.
Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Was sollten Personen tun, die den Verdacht haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben?
Hier geht es zu den entsprechenden Informationen und den Kontaktstellen.

Zahlt die Krankenkasse den Test auf das neuartige Coronavirus?
Seit dem 28.02.2020 übernehmen die Krankenkassen die Kosten einer Testung auf das neuartige Coronavirus in einem weiten Umfang. Anders als bislang ist nun dafür nur noch die Voraussetzung, dass der kontaktierte Arzt einen Test bei einem Patienten/einer Patientin für notwendig erachtet.
Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Gibt es eine Impfung?
Nein. Zurzeit gibt es noch keine spezifische, gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie. Es verläuft allerdings auch nicht jede Erkrankung nach Infektion mit Sars-CoV-2 schwer. Deshalb stehen im Zentrum der Behandlung die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes. Dies kann die Sauerstoffgabe, einen Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes und auch ggf. die Antibiotikagabe bedeuten. Welche Therapie genau angewandt wird, entscheiden die jeweils zuständigen Ärzte angepasst auf den konkreten Einzelfall.
Quelle: Robert-Koch-Institut

Kann ich mich über Haustiere infizieren oder diese mit Covid-19 anstecken?
Es gibt weiterhin keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen ein Infektionsrisiko für den Menschen darstellen (siehe auch Einschätzung des European Centre for Disease Control www.ecdc.europa.eu und der WHO www.who.int) oder eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen. Es gibt auch keine Hinweise darauf, dass sich Haustiere bei einer infizierten Person anstecken können. Soweit bei Ihnen durch das Gesundheitsamt eine Quarantäne-Maßnahme angeordnet wurde, dann gilt diese in der Regel nicht für Ihr Haustier. Insofern sollten Sie geeignete Personen um Unterstützung bitten, die beispielsweise mit Ihrem Hund spazieren gehen. Bestätigt infizierte Personen sollten den engen Kontakt zu ihren Haustieren, wie z. B. das Abschlecken des Gesichts durch die Tiere, vermeiden. (Quelle: Friedrich-Loeffler-Institut – Bundesforschungsinstitut für Tiermedizin)

Auf der Website der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) finden Sie viele weitere Informationen zum neuartigen Coronavirus sowie MHH-Experten im Video-Interview: „Coronavirus aktuell – Die MHH informiert
Wo sind zuverlässige Informationen und Hinweise zu finden?

Für aktuelle und verlässliche Informationen zum Coronavirus gibt es einige weitere Anlaufstellen.

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